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NRW.INVEST eröffnet Repräsentanz in St. Petersburg

NRW.Invest will russische Unternehmen für den Standort Nordrhein-Westfalen gewinnen © NRW Invest

Mehr russische Firmen sollen nach Nordrhein-Westfalen kommen © NRW Invest

BERLIN/MOSKAU, 5. Oktober. Nordrhein-Westfalen hat Anfang Oktober eine Repräsentanz in St. Petersburg eröffnet. Anlässlich einer Delegationsreise nach Russland, an der 61 Unternehmer teilnahmen, eröffnete der nordrhein-westfälische Staatsekretär im Wirtschaftsministerium Günther Horzetzky gemeinsam mit Alexander Prochorenko, zuständig für Außenbeziehungen bei der Stadtregierung St. Petersburg, die NRW.INVEST Russia. Die neue Vertretung soll von St. Petersburg aus in ganz Russland für den deutschen Investitionsstandort werben. Die Leitung der neuen Repräsentanz übernimmt die aus St. Petersburg stammende Tatjana Schwarzkopf.

NRW gehört schon jetzt zu den Bundesländern mit den intensivsten Wirtschaftsbeziehungen nach Russland. Im vergangenen Jahr betrug der Handelsumsatz etwa 13 Milliarden Euro. Von den rund 400 russischen Tochterfirmen, die sich bereits in Nordrhein-Westfalen angesiedelt haben, stammen etwa 20 Prozent aus St. Petersburg. Interesse sieht NRW.INVEST vor allem bei technologieorientierten Firmen und im Stahlsektor.

Die Russin Tatjana Schwarzkopf leitet die neue Repräsentanz © NRW.Invest

Die Russin Tatjana Schwarzkopf leitet die neue Repräsentanz © NRW.Invest

Die nordrhein-westfälischen Wirtschafts- und Politikvertreter reisten im Anschluss nach Moskau, wo anlässlich des Tages der Deutschen Einheit eine weitere Düsseldorfer Delegation unter Leitung von Oberbürgermeister Dirk Elbers zugegen war. Sowohl in St. Petersburg als auch in Moskau fanden Gespräche zwischen deutschen und russischen Experten zu den Bereichen Automotive, Architektur, Energiewirtschaft, Umwelttechnologie und Gesundheitswirtschaft statt. Für 50 Wirtschaftsvertreter ging die Reise dann bis zum 6. Oktober weiter in die russischen Regionen – nach Kasan und Nishnij Nowgorod sowie Krasnodar und Rostow am Don.

Niedersachsen und Thüringer ebenfalls auf Stippvisite
Anfang Oktober zog es auch Delegationen aus anderen Bundesländern nach Russland. Der niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode lenkte seine knapp 20-köpfige Gruppe ab 29. September nach einem Zwischenstopp in Moskau weiter nach Tomsk und Nowosibirsk. Bode traf sich mit dem Gouverneur des Gebietes Nowosibirsk, Wassilij Jurtschenko, und besichtige die Sonderwirtschaftszone Tomsk. Besprochen wurde unter anderem ein Programm zum Austausch junger Fachkräfte, die anstehende Modernisierung der regionalen Industrie, die Zusammenarbeit in den Bereichen Energie und Maschinenbau sowie bei den innovativen Zweigen Biotechnologie, Gerätebau und Oberflächenbearbeitung. Im vergangenen Jahr lag das Handelsvolumen zwischen Niedersachsen und Russland nach Angaben des Wirtschaftsministers bei rund 4,6 Milliarden Euro.

Die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht führte in Moskau, Uljanowsk und Kasan Gespräche zum Ausbau der Zusammenarbeit. Begleitet wurden sie von 57 Unternehmern. Die Dreiling Maschinenbau GmbH aus Geisleden unterzeichnete einen millionenschweren Vertrag mit der Kompanija Detrilit. Die Analytik Jena AG eröffnete ein Kompetenzzentrum in Russland.
2011 belief sich der Handelsumsatz des Freistaates mit der Russischen Föderation auf gerade einmal 743 Millionen Euro. Als Schwerpunkte der Zusammenarbeit haben die Thüringer für die nächsten Jahre insbesondere die Bereiche Medizintechnik, Maschinenbau und Automobilzulieferindustrie ausgemacht.

Österreich konzentriert sich auf den Fernen Osten
Die österreichische Delegation unter Führung des Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, Botschafterin Margot Klestil-Löffler und dem österreichischen Wirtschaftsdelegierten in Moskau, Dietmar Fellner, reiste Anfang Oktober in den Fernen Osten Russlands, nach Chabarowsk, Wladiwostok und Juschno-Sachalinsk. Österreich könne maßgeschneidert Dinge liefern, die in dieser Region gefragt sind: Infrastruktur, Flughäfen, Häfen, medizinische Zentren oder Wasserkraftwerke, sagte Christoph Leitl zu Beginn der Reise. Im Moment sei Österreich im Osten des Landes allerdings noch unterrepräsentiert. In diesem Jahr soll sich der bilaterale Austausch zwischen Österreich und Russland auf rund sieben Milliarden Euro belaufen, etwa 500 österreichische Unternehmen sind in Russland aktiv. Die österreichische Seite sieht großes Potenzial unter anderem im Bereich Tourismus, Gastronomie und Hotellerie. Dabei könne das österreichische Ausbildungssystem von der dualen Ausbildung bis hin zu einer Tourismusfachschule etabliert werden, so Leitl. Russland hat Österreich darüber hinaus zu Projekten im Bereich der Holz- und Fischereiwirtschaft und der Energiewirtschaft eingeladen.

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