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Chinesischer Premierminister zu Besuch in Deutschland

Li will die Gründung einer chinesischen Handelskammer in Deutschland verkünden © gov.cn

Li will die Gründung einer chinesischen Handelskammer in Deutschland verkünden © gov.cn

BERLIN. Von Samstag bis Montag wird Li Keqiang zum ersten Mal in seiner neuen Funktion als chinesischer Premierminister zu einem Besuch in Deutschland erwartet. Laut Agenda wird er mit Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen. Die chinesische Seite erklärte im Vorfeld, Li wolle neue Kooperationsbereiche und -mechanismen ausloten. Der chinesische Botschafter in Berlin, Shi Mingde, sagte, während des Besuchs werde auch die Gründung einer chinesischen Handelskammer in Deutschland offiziell verkündet.
Das Handelsvolumen zwischen beiden Staaten betrug im vergangenen Jahr gemäß deutscher Statistikbehörde 144 Milliarden Euro. Das entspricht fast einem Drittel des gesamten Handelsvolumens zwischen China und den EU-Staaten. Heute seien mehr als 7.000 deutsche Unternehmen in China aktiv, berichtet der Botschafter. Gleichzeitig investierten derzeit mehr als 2.000 Unternehmen aus China in Deutschland.

Mögliche Parallelimporte verunsichern Produzenten in Russland

Auch die deutsche Zulieferindustrie in Russland ist betroffen © Continental

Auch die deutsche Zulieferindustrie in Russland ist betroffen © Continental

BERLIN/MOSKAU. Internationale und einheimische Hersteller in Russland sehen ihre Unternehmen und die Wirtschaft des Landes durch eine Aufhebung des Verbotes von Parallelimporten gefährdet, die seit Mitte April auf Regierungsebene besprochen wird. Unter Parallelimporten versteht man die Einfuhr von im Ausland hergestellten Waren ohne die Erlaubnis des Produzenten. In einem Brief wandte sich die Association of European Businesses (AEB) im Mai an Premierminister Dmitrij Medwedjew, um vor den Folgen für die russische Wirtschaft zu warnen. Der stellvertretende Ministerpräsident Igor Schuwalow hatte auf einer Regierungssitzung im April vorgeschlagen, das seit 2008 in Russland geltende Verbot aufzuheben. Somit könnten Händler beispielsweise in China durch ein deutsches Unternehmen hergestellte Produkte günstig kaufen, nach Russland einführen und dort für einen höheren Preis als in China abgeben, der aber unter dem in Russland geltenden liegt. » weiterlesen

Deutsch-ukrainisches Managerfortbildungsprogramm geht weiter

Die Arbeitsgruppe fand im Wirtschaftsministerium Berlin zueinander © Beek100/Wikipedia

Die Arbeitsgruppe fand im Wirtschaftsministerium Berlin zueinander © Beek100/Wikipedia

BERLIN. Deutschland und die Ukraine wollen ihr gemeinsames Managerfortbildungsprogramm bis mindestens 2016 fortsetzen. Es ermöglicht ukrainischen Führungskräften in der Bundesrepublik, Wissen zu vertiefen und Kontakte zur mittelständischen Wirtschaft zu knüpfen. Bei Gesprächen einer hochrangigen bilateralern Arbeitsgruppe am Donnerstag in Berlin unterzeichneten beide Länder außerdem eine Absichtserklärung zur „Intensivierung der Zusammenarbeit bei energieeffizienten Maßnahmen im Bereich Klima- und Umweltschutz“. Auf deren Ausgestaltung ging das Bundeswirtschaftsministerium in seiner Pressemitteilung allerdings nicht weiter ein. Es war die siebte Tagung der sogenannten „High Level Group“. Geleitet wurde sie von Staatssekretärin Anne Ruth Herkes und vom stellvertretenden ukrainischen Premierministers Olexandr Wilkul. » weiterlesen

Freudenberg legt gute Geschäftszahlen für China vor

Asien-Chef Hanno Wentzler (2.v.r.) stellte die China-Bilanz vor © Freudenberg

Asien-Chef Hanno Wentzler (2.v.r.) stellte die China-Bilanz vor © Freudenberg

PEKING. Die deutsche Freudenberg Gruppe blickt auf ein sehr gutes Geschäftsjahr in China zurück. Bei der Bilanzpressekonferenz in Peking Ende Mai, berichtete das Unternehmen, dass es seinen Umsatz 2012 gegenüber dem Vorjahr um rund elf Prozent auf den Rekordwert von 4,1 Milliarden Yuan (rund 515 Millionen Euro) steigern konnte. Im ersten Quartal 2013 sei die positive Entwicklung mit einem Anstieg von etwa 13 Prozent fortgesetzt worden. Die Mitarbeiterzahl ist 2012 um fast 600 auf rund 5.684 angewachsen.
Freudenberg hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren mehr als zwei Milliarden Yuan (etwa 250 Millionen Euro) in China investiert. Erst vor kurzem wurde eine neue Fabrik für Automobil- und Industriefilter in Chengdu eröffnet. Demnächst wird die Erweiterung des Standortes Qingpu in Shanghai abgeschlossen sein – dort entstehen für etwa 150 Millionen Yuan ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie weitere Produktionskapazitäten für chemische Spezialprodukte. Das neu gegründete Joint Venture TrelleborgVibracoustic verdoppelt derzeit seine Produktionskapazitäten in Yantai auf etwa 17.000 Quadratmeter.
Insgesamt verfügt der international tätige Zulieferer für die Automobil-, der Maschinenbau-, Textil-, Bau- und Telekommunikationsindustrie in China über 70 Standorte.

Energie Steiermark verkauft Anteile in Ungarn

Zentrale der Energie Steiermark in Graz © Energie Steiermark

Zentrale der Energie Steiermark in Graz © Energie Steiermark

GRAZ. Die Energie Steiermark hat ihren 30 Prozent-Anteil an der ungarischen Energiedienstleistungsfirma COTHEC Kft mit Sitz im westungarischen Györ veräußert. Käufer ist eine österreichische Tochtergesellschaft des französischen Energiekonzerns Gaz de France/Suez. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. COTHEC erzielte mit über 20 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von rund zehn Millionen Euro, im Ranking der Energieserviceunternehmen liegt es in Ungarn auf Platz drei. Die Energie Steiermark hatte die Beteiligung 1999 übernommen. Die wesentlichen Kunden der COTHEC sind Gemeinden, öffentliche Einrichtungen und Industriebetriebe. „Wir wollen unser Engagement in Südost-Europa grundsätzlich stärken – die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür sind jedoch in der Slowakei günstiger“, so Vorstandssprecher Christian Purrer zu den Gründen des Verkaufs. Dort soll es zu einer Erweiterung der Aktivitäten kommen. Das politische und regulatorische Umfeld in Ungarn lasse hingegen kaum positive Zukunftsprognosen erwarten, so Purrer.

Chinas Wirtschaft gewinnt im zweiten Halbjahr wieder an Fahrt

Dekan Cai im Gespräch mit Journalisten in Peking © OWC

Dekan Cai im Gespräch mit Journalisten in Peking © OWC

PEKING. Obwohl es heute einfacher ist, verlässliche Wettervorhersagen zu machen als Prognosen für die künftige Wirtschaftsentwicklung, schätzt der Dekan der Guanghua School of Management an der Peking-Universität, Cai Hongbin, dass die chinesische Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder an Fahrt gewinnt. Seine Prognose begründete er heute im Gespräch mit in Peking akkreditierten ausländischen Journalisten mit dem Wirtschaftszyklus Chinas, der anders als in anderen Ländern eng an den politischen Zyklus mit einem Regierungswechsel alle zehn Jahre verbunden ist. Dieser findet gewöhnlich in den Jahren, die auf „2“ und „3“ enden statt. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich gezeigt, dass dann in den Jahren, die auf „3“ und „4“ enden, ein Wachstumsschub einsetzte, während in den auf „8“ und „9“ endenden Jahren eine Verlangsamung zu beobachten war. Cai begründet dies mit dem Willen der neuen Regierungen, am Ende ihrer Amtszeit vorzeigbare Resultate infolge gezielter Investitionen vorzulegen. » weiterlesen

Anti-Krisen-Konferenz auf dem sechsten Wirtschaftsforum in Astana

Das AEF startet heute mit dem Global Women Congress. © AEF

Das AEF startet heute mit dem Global Women Congress. © AEF

ASTANA. In Astana startet heute das sechste Astana Economic Forum (AEF), das bis zum 24. Mai in der kasachischen Hauptstadt stattfindet. Zentrales Event des diesjährigen Forums ist eine globale Anti-Krisen-Konferenz, die von den Vereinten Nationen unterstützt wird und deren Ziel es ist, wirkungsvolle Lösungen für die aktuelle Weltwirtschaftskrise zu diskutieren. Rund 8.500 Teilnehmer aus 100 Ländern werden erwartet.
Experten aus Politik und Wirtschaft diskutieren drei Tage lang über die Perspektiven für das globale Wirtschaftswachstum. Die Themen reichen von „Infrastruktur und innovative Technologien“ über die „Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten“ bis hin zu globalen „Risiken und Möglichkeiten der Prävention von Wirtschaftskrisen“.
Als Ergebnis des Wirtschaftsforums wollen die Veranstalter wie im vergangenen Jahr eine Reihe von Empfehlungen zur Verbesserung und Entwicklung der Weltwirtschaft aussprechen. » weiterlesen

Militzer & Münch eröffnet neue Niederlassung in der Türkei

Militzer & Münch erweitert sein Türkei-Netz © M&M

Militzer & Münch erweitert sein Türkei-Netz © M&M

ST. GALLEN. Der Logistikdienstleister Militzer & Münch mit Hauptsitz im schweizerischen St. Gallen hat ein Büro in der türkischen Industriestadt Bursa eröffnet. Mit dem neuen Standort baut das Unternehmen sein Engagement in der Türkei weiter aus. Zudem ist noch für dieses Jahr die Eröffnung einer weiteren Niederlassung in Ankara geplant. Das südlich von Istanbul gelegene Bursa ist die viertgrößte Stadt der Türkei. Hier bietet Militzer & Münch künftig Leistungen in allen Geschäftsbereichen des Unternehmens (Road, Rail, Air, Sea und Projects). Mit der Niederlassung in Bursa eröffnet Militzer & Münch den zweiten Standort in der Türkei innerhalb kurzer Zeit: Erst im August 2012 gingen die Schweizer mit einem Büro in der Hafenstadt Mersin im Süden des Landes an den Start. Neben Bursa und Mersin ist Militzer & Münch außerdem in den Hafenstädten Istanbul und Izmir vertreten.

In Frankfurt startet Direktflug nach Chengdu

Die Air China ist auch Mitglied der Star Alliance © Makaristos/Wikipedia

Die Air China ist auch Mitglied der Star Alliance © Makaristos/Wikipedia

PEKING. Air China startete am Sonntag mit neuen Direktflügen zwischen Chengdu und Frankfurt. Die Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan ist nach Peking und Shanghai die dritte Stadt, die Fluggäste der chinesischen Airline von Deutschland aus nonstop erreichen können. Die neue Strecke wird dienstags, freitags und sonntags mit Flugzeugen vom Typ Airbus A330-200 bedient. Die Maschinen starten jeweils um 1.30 Uhr in der zentralchinesischen Zehn-Millionen-Einwohnermetropole und erreichen Frankfurt am gleichen Tag um 6.10 Uhr. Der Rückflug verlässt das hessische Drehkreuz um 14.15 Uhr und landet am nächsten Morgen um 5.40 Uhr Ortszeit wieder in Chengdu.
Bisher mussten Fluggäste aus Deutschland über Peking, Shanghai oder Hongkong nach Chengdu fliegen. Durch Transfers und Umsteigezeiten dauern diese Reisen meist mindestens 15 Stunden. Für den neuen Direktflug werden zehn Stunden angegeben.

NORMA Group erwirbt Vertriebsgeschäft in Polen

NORMA stärkt seinen Vertrieb in Polen © NORMA

NORMA stärkt seinen Vertrieb in Polen © NORMA

MAINTAL. Die hessische NORMA Group, ein internationaler Anbieter von Verbindungstechnik, hat das Vertriebsgeschäft für Verbindungstechnik von der polnischen Variant SA übernommen. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde Mitte Mai unterzeichnet. Über die Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Variant mit Sitz in Kraków vertreibt Verbindungsprodukte sowie Kabelbinder und ist seit über 20 Jahren Vertriebspartner der NORMA Group. Die Produkte werden an über 1.000 Einzel- und Großhändler in Polen vermarktet. Zu den Endkunden zählen Baumärkte, Werkstätten und Fachmärkte für Autozubehör. Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete Variant mit ihrer Verbindungstechnik-Sparte einen Umsatz von rund fünf Millionen Euro. Mit der Übernahme der Verbindungstechnik-Sparte von Variant will die NORMA Group ihre Marktposition in Mittel- und Osteuropa stärken und ihre Geschäftsaktivitäten im Bereich Kabelbinder ausbauen. Die NORMA Group ist bereits seit 1989 in Polen tätig und seit 2000 mit einem Produktionsstandort in Pilica vertreten.