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Türkei gewinnt als Handelspartner an Bedeutung

Die Exporte in die Türkei haben sich binnen zehn Jahren vervierfacht © OWC/Himmighoffen

Die Exporte in die Türkei haben sich binnen zehn Jahren vervierfacht © OWC

WIESBADEN. Die Türkei wird für Deutschland als Handelspartner immer wichtiger. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben sich die Ausfuhren deutscher Unternehmen in die Türkei 2011 gegenüber 2001 fast vervierfacht und die Einfuhren von dort beinahe verdoppelt. Der Wert der exportierten Waren lag 2011 bei 20,1 Milliarden Euro, der Wert der Importe bei 11,7 Milliarden Euro. Der deutsche Außenhandelssaldo mit der Türkei wies damit ein Plus von rund 8,4 Milliarden Euro aus. In der Rangfolge der deutschen Handelspartner lag die Türkei 2011 bei den Ausfuhren an 15. Stelle (1,9 Prozent der deutschen Ausfuhren). Bei den Einfuhren nach Deutschland nahm sie Rang 20 ein (1,3 Prozent der deutschen Gesamteinfuhren). Die wichtigsten Exportgüter deutscher Firmen in die Türkei waren im Jahr 2011 Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen sowie chemische Erzeugnisse. Bekleidung machte über ein Viertel aller Einfuhrgüter aus der Türkei aus, aber auch Kraftwagen und Kraftwagenteile sowie Maschinen spielen eine wichtige Rolle.

Bayerische Delegation zu Besuch in Astana und Almaty

Außenhandel Bayerns mit Kasachstan (in Tsd. Euro), Quelle: Statistisches Bundesamt

Außenhandel Bayerns mit Kasachstan (in Tsd. Euro), Quelle: Statistisches Bundesamt

ASTANA. Eine Unternehmensdelegation unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel besucht in dieser Woche Kasachstan. Während der Reise in die Hauptstadt Astana und das Wirtschaftszentrum Almaty sind Gespräche mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft geplant. Die Delegation umfasst Vertreter der IHK, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und von bayerischen Unternehmen aus den Bereichen Bau und Infrastruktur, Rohstoffversorgung, Medizin und Lebensmittelverarbeitung.
In Astana werden Gespräche mit Regierungsvertretern im Vordergrund stehen, in Almaty geht es darum, Kontakte zur kasachischen Wirtschaft aufzubauen und zu stärken. „Wir wollen uns mit unseren Projekten aktiv in die vor Kurzem geschlossene deutsch-kasachische Technologie- und Rohstoffpartnerschaft einbringen“, sagte Hessel zum Auftakt der Reise Ende Februar. » weiterlesen

EU-Handel mit Indien legt zu

Warenverkehr der EU27 mit Indien (in Mio. Euro), Quelle: Eurostat

Warenverkehr der EU27 mit Indien (in Mio. Euro), Quelle: Eurostat

BRÜSSEL. Der Warenaustausch der Europäischen Union (EU27) mit Indien legte im vergangenen Jahr weiter zu. Zwischen den ersten zehn Monaten 2010 und demselben Zeitraum 2011 wuchsen die Ausfuhren und Einfuhren jeweils um 20 Prozent. Der Wert der Ausfuhren belief sich von Januar bis Oktober 2011 auf 33,4 Milliarden Euro, eingeführt wurden Waren im Wert von 33,3 Milliarden Euro.
Im Laufe des letzten Jahrzehnts hat sich der Anteil Indiens am Warenhandel der EU27 — abgesehen von einem Rückgang der Außenhandelszahlen im Krisenjahr 2009 — stetig erhöht und belief sich in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 auf 2,7 Prozent der Ausfuhren und 2,4 Prozent der Einfuhren. Indien ist damit der achtwichtigste Handelspartner der EU27.
Von den EU-Mitgliedstaaten war Deutschland (8,8 Milliarden Euro/ 26 Prozent der EU27-Ausfuhren) in den ersten zehn Monaten des Jahres 2011 der größte Exporteur nach Indien, gefolgt von Belgien (6,6 Milliarden Euro/ 20 Prozent), dem Vereinigten Königreich (fünf Milliarden Euro/ 15 Prozent), Italien (3,1 Milliarden Euro/ neun Prozent) und Frankreich (2,5 Milliarden Euro/ sieben Prozent). » weiterlesen

Deutsch-russischer Handelsumsatz steigt

Deutsch-russischer Handel, erstes Halbjahr 2010/2011. Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutsch-russischer Handel, erstes Halbjahr 2010/2011. Quelle: Statistisches Bundesamt

WIESBADEN. Die deutschen Exporte nach Osteuropa legten im ersten Halbjahr 2011 um 23 Prozent auf 83,5 Milliarden Euro zu und wuchsen damit erneut deutlich stärker als der gesamte deutsche Export, dessen Dynamik sich mit einem Plus von 15 Prozent verlangsamte. Überdurchschnittlich entwickelten sich dabei die Ausfuhren nach Russland, die um 38,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro stiegen. Die Einfuhren nach Deutschland aus Russland wuchsen um 20,1 Prozent auf 18,6 Milliarden Euro. Ingesamt belief sich der bilaterale Handelsumsatz auf rund 34,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 28 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Deutsch-indischer Handel strebt neuen Rekord an

Deutsch-indischer Außenhandel, 1. HJ 2011; Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutsch-indischer Außenhandel, 1. HJ 2011; Quelle: Statistisches Bundesamt

WIESBADEN. Die Halbjahresbilanz 2011 kann sich sehen lassen: Mit einem bilateralen Handelsvolumen von mehr als neun Milliarden Euro wurde das Gesamtergebnis des Jahres 2005, das bei rund 7,5 Milliarden Euro lag, schon deutlich überschritten. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 hat der deutsch-indische Handel um mehr als 26 Prozent zugelegt.
Gegenüber dem Rekordjahr 2010 hat der deutsch-indische Handel weiter Fahrt aufgenommen. Besonders deutlich haben die Importe aus Indien zugelegt. Mit dem Blick aus indischer Perspektive liegt die Steigerung der Exporte nach Deutschland voll im derzeitigen Exporttrend des Subkontinentes, der länderübergreifend Wachstumsraten um die 35 Prozent ausweist.
Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum haben die deutschen Exporte von Metallen und Metallwaren nach Indien um rund 84 Prozent zugelegt. Diese Entwicklung ist keineswegs eine Einbahnstraße: Umgekehrt konnten sich die indischen Exporte von Metallen und Metallwaren nach Deutschland mit rund 118 Prozent noch deutlicher steigern.
Auffällig bei den deutschen Exporten nach Indien sind die auf geringer Basis deutlichen Steigerungen der Ausfuhren in den Bereichen Schmuck und Gold sowie Textilien. Während sich der Goldhandel generell in einem Hoch befindet, sind es im Bereich der Textilien vor allem die technischen Textilien, die in Indien auf eine starke Nachfrage treffen.

Außenhandelsplus steigt

Ländergruppen im Außenhandel Russlands, Jan-Apr 2011 (2010), Quelle: Zollstatistik

Ländergruppen im Außenhandel Russlands, Jan-Apr 2011 (2010), Quelle: Zollstatistik

MOSKAU. Die positive Außenhandelsbilanz Russlands ist zwischen Januar und Mai 2011 auf 85,1 Milliarden US-Dollar gestiegen, berichtet die Statistikbehörde Rostat Mitte Juli unter Berufung auf Daten der Zentralbank. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres belief sich die Bilanz noch auf 73,3 Milliarden US-Dollar.
Zwischen Januar und Mai 2011 betrug das Außenhandelsvolumen Russlands 324,7 Milliarden US-Dollar. Der Export betrug 204,9 Milliarden US-Dollar, der Import 119,8 Milliarden US-Dollar.
In der geographischen Struktur des Außenhandels Russlands nimmt die Europäische Union die wichtigste Stellung ein. Von Januar bis April dieses Jahres entfielen 48,1 Prozent des russischen Handelsumsatzes auf EU-Länder – das waren allerdings drei Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Um 2,2 Prozent verbessern konnte sich dagegen die Gruppe der APEC-Staaten, zu der auch die Vereinigten Staaten und China zählen. Der Außenhan- delsumsatz mit diesen Ländern stieg gegenüber den ersten vier Monaten des Jahres 2010 um stattliche 47,2 Prozent. Ebenfalls Boden gut gemacht haben die GUS-Staaten, die ihren Anteil am Russlandhandel um 1,5 Prozent ausbauen konnten. Auch hier sind die Umsätze um knapp die Hälfte gewachsen.

 

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