SHANGHAI. Angesichts hoher Wachstumszahlen und der steigenden Kundennachfrage plant der Automobilzulieferer Continental, die Zahl seiner Mitarbeiter in China bis Ende 2012 von 16.000 auf 20.000 aufzustocken. Der deutsche Hersteller kündigte Anfang Mai an, unter anderem in den Bereichen Engineering, Fertigung und zentrale Funktionen einstellen zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, erweitert das Unternehmen seine Rekrutierungsprogramme.
Continental hat 2011 eine Reihe großer Investitionen getätigt. Im Mai vergangenen Jahres eröffnete in Hefei ein neues Reifenwerk. Zudem wurde in Jinan eine Fertigungsstätte für Lkw-Elektronikkomponenten in Betreib genommen und das Werk in Wuhu erweitert. Insgesamt verfügt Continental in China derzeit über 18 Produktionsstätten und zehn Forschungs- und Entwicklungszentren. 2012 plant der Automobilzulieferer die Eröffnung eines Reifenwerks für Zweiräder, eine zweite Betriebsstätte für Fahrzeugelektronik in Changchun und ein neues ContiTech F&E-Center an seinem Standort Changshu.
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Continental stockt chinesische Mitarbeiterschaft auf
In Rumänen ist Erweiterung Programm
Die Krise in Rumänien ist endgültig vorbei. Das bescheinigte der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Bukarest in seinem jüngsten Wirtschaftsreport. Hauptgrund für den Optimismus: Die Wirtschaft wuchs 2011 um 2,5 Prozent und die Investitionen stiegen im zweiten Halbjahr erstmals wieder kräftig an. Am Wachstum der Investitionen sind auch ausländische Unternehmen beteiligt. Insgesamt wurden zwar nur 1,9 Milliarden Euro investiert – nach 9,3 Milliarden Euro im Boomjahr ein bescheidener Wert – doch ist die Zeit der großen Neueröffnungen auch vorbei. Erweiterung heißt das Gebot der Stunde. » weiterlesen
Daimler eröffnet Werk für den Indienbenz
STUTTGART/CHENNAI. Daimler eröffnete Mitte April sein in Rekordzeit von 24 Monaten entstandenes Produktionswerk in Oragadam nahe Chennai, der Hauptstadt des südindischen Bundesstaats Tamil Nadu. Die deutschen Fahrzeugbauer wollen hier die eigens für den indischen Markt entwickelte Lkw-Marke BharatBenz produzieren. 700 Millionen Euro investiert Daimler India Commercial Vehicles dafür in das 160 Hektar große Areal inklusive Entwicklungszentrum und Teststrecke. Die Fertigungskapazität liegt zunächst bei 36.000 Einheiten jährlich und soll später auf 70.000 Nutzfahrzeuge pro Jahr steigen. Der Produktionsstart ist für das dritte Quartal 2012 geplant. Bis Ende des Jahres wollen die Deutschen ein Händlernetz aufbauen, das 70 Standorte in Indien umfasst. Das Ziel für 2014 sind 100 Vertriebspunkte.
Indien ist heute der weltweit drittgrößte Lkw-Markt, er wird dominiert vom Hersteller Tata. 2010 machte Daimlers Zielsegment moderner, robuster Lkw vier Prozent des gesamten indischen Lastwagenmarktes aus. 2020 werde diese Zahl laut Analysen der Deutschen auf fast 80 Prozent angestiegen sein.
Daimler stellt Elektroauto in China vor
PEKING. Auf der Messe Auto China 2012 präsentierte Daimler am Montag das erste Konzeptfahrzeug seines neuen Elektroautos, das mit dem chinesischen Batterie- und Autohersteller BYD entwickelt wurde. Die neu kreierte Marke Denza ist die erste reine Elektrofahrzeugmarke auf dem chinesischen Markt.
Das deutsch-chinesische Gemeinschaftsunternehmen BYD Daimler New Technology Co. (BDNT) entwickelte den Wagen im südchinesischen Shenzhen. Dort soll er 2013 serienmäßig vom Band laufen. Der Denza sei speziell für China gedacht und wird auch nur dort vertrieben werden, heißt es in einer Daimler-Mitteilung. Angesichts der wachsenden Mittelklasse, zunehmender Urbanisierung, innovationsaffinen Kunden und der Unterstützung der Regierung, die sich darum bemühe, die Abhängigkeit von Erdöl zu reduzieren, erwarte China eine Zunahme beim Verkauf von Elektroautos von derzeit 10.000 auf fünf Millionen Wagen bis 2020.
Renault-Nissan weitet Partnerschaft mit AvtoVAZ aus
TOGLIATTI. Die Renault-Nissan-Allianz und der größte russische Autobauer AvtoVAZ haben am Standort Togliatti eine neue Fertigungslinie mit einer Kapazität von 350.000 Fahrzeugen pro Jahr eingerichtet. Hier werden ab sofort Kfz von Lada gebaut, der meistverkauften Marke des Landes. Noch in diesem Jahr beginnt auf der gleichen Fertigungsstraße die Montage von Nissan-Fahrzeugen. Ab 2013 folgen zusätzlich zwei Renault-Modelle. Insgesamt werden fünf Modelle der drei Marken vom Band laufen. Auch die Produktion von Motoren und Getrieben erfolgt im neuen Produktionsbereich.
In den 250.000 Quadratmeter großen Werkskomplex investierten die Unternehmen 400 Millionen Euro. Bis 2016 will die Allianz ihre Produktionskapazität in Russland auf 1,6 Millionen Fahrzeuge erweitern.
Das Bündnis der Kfz-Hersteller Renault und Nissan verkaufte im vergangenen Jahr 878.990 Fahrzeuge in Russland, davon 578.387 Modelle von Lada. Mit einem Marktanteil von 33 Prozent ist Russland heute nach China und den USA der drittgrößte Markt der Partner.
Neues Gemeinschaftsunternehmen für Pumpen in Shanghai
SHANGHAI. Die zur deutschen KSPG Gruppe gehörende Pierburg Pump Technology hat mit dem japanischen Autozulieferer Mikuni ein Joint-Venture für den chinesischen Markt gegründet – Pierburg Mikuni Pump Technology (Shanghai). Gemeinsam wollen die Partner am KSPG-Standort Zhangjiang in der Region Shanghai elektrische Wasser- und variable Ölpumpen entwickeln, produzieren und vertreiben. Das neue Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochter des 2010 ins Leben gerufenen Joint-Ventures Pierburg Mikuni Pump Technology Corporation, Tokio, mit dem die Partner ein gleiches Vorhaben in Japan umsetzen.
Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem die Deutschen über das Tokioer Joint Venture mittelbar 51 Prozent halten, will am Wachstum des chinesischen Automobilmarktes teilhaben. Variable elektrische Pumpen für Öl und Wasser kommen vor allem im Bereich Hybrid- oder Elektrofahrzeuge und beim Thema Verbrauchsreduzierung zur Anwendung. Aufträge chinesischer Hersteller liegen nach Unternehmensangaben bereits vor.
Daimler wirft neues Werk in Ungarn an
KECSKEMÉT. Im ungarischen Kecskemét ist Ende März die Produktion im neuen Daimler-Pkw-Werk angelaufen. Vier Jahre nach der Standortentscheidung im Sommer 2008 rollt nun keine hundert Kilometer südöstlich von Budapest die neue Mercedes-Benz-B-Klasse vom Band. Das Werk eröffneten Daimler-Vorstands-Chef Dieter Zetsche und Werkleiter Frank Klein gemeinsam mit dem ungarischen Ministerpräsident Viktor Orbán.
Die Produktion der neuen Kompaktwagen-Generation erfolgt laut Unternehmensangaben im Verbund Rastatt-Kecskemét. Insgesamt hat Daimler dafür 1,4 Milliarden Euro investiert – 800 Millionen Euro für den Neubau des Werks Kecskemét und 600 Millionen Euro für die Erweiterung des Werks im baden-württembergischen Rastatt. Entstehen sollen jährlich etwa 100.000 Fahrzeuge. Per Bahn werden Karosserieteile, Motoren, Getriebe und weitere Komponenten aus den deutschen Standorten nach Kecskemét geliefert. Ab 2013 soll ein Großteil der Fertigfahrzeuge in Gegenrichtung transportiert werden.
Zetsche kündigte an, dass mit dem viertürigen Coupé der neuen Mercedes-Benz-Kompaktwagen-Generation eine weitere Baureihe an den ungarischen Standort kommen wird. Die Mitarbeiterzahl soll bis Ende des Jahres von derzeit rund 2.500 auf mehr als 3.000 aufgestockt werden.
Polen übernehmen deutschen Zulieferer YMOS

Der Zulieferer produziert verchromte Kunststoffteile in Deutschland und in Polen © YMOS
WARSCHAU. Der polnische Metall- und Kunststoffverarbeiter Boryszew hat Anfang März 2012 den deutschen Automobilzulieferer YMOS GmbH übernommen. Der Kaufvertrag umfasst die Aktiva der YMOS GmbH, der YMOS Ubrig GmbH und der YMOS Prenzlau GmbH. Die YMOS-Gruppe beschäftigt zirka 650 Mitarbeiter. Zusammen mit den Werken übernimmt Boryszew auch ausgewählte Verträge mit Kunden. Der Kaufpreis liegt bei rund 9,9 Millionen Euro.
YMOS produziert verzinkte und verchromte Kunststoffteile für die europäische Automobilindustrie, darunter Türgriffe, Scharnier- und Schließsysteme, Lenksäulenelemente sowie Gepäck- und Kofferraumsysteme. Das Unternehmen verfügt über Betriebsstätten unter anderem in Deutschland und Polen. Hauptkunden sind VW, Audi, Daimler, Bentley und Rolls Royce.
Im vergangenen Jahr steigerte die Boryszew-Gruppe ihre Umsätze um 38 Prozent auf insgesamt 4,34 Milliarden Zloty (1,05 Milliarden Euro). Der operative Gewinn konnte dabei von 99 Millionen Zloty auf 255 Millionen Zloty (61,5 Millionen Euro) gesteigert werden.
Neues ZF-Werk für Autoachsen in China
FRIEDRICHSHAFEN/PEKING. Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG baut in Peking ein neues Werk für Pkw-Achsen. Wie das Unternehmen mitteilte, fand Ende Februar der Spatenstich für die 15 Millionen Euro teure Produktionsstätte statt, die nach Fertigstellung 32.000 Quadratmeter umfassen wird. Der Betriebsstart ist bereits zum Jahreswechsel geplant. Nach dem Hochlaufen der Produktion sollen etwa 350 Mitarbeiter mehrere tausend Achssätze pro Jahr für den Kunden Beijing Benz Automotive Co. montieren. Zusätzlich zu den aktuellen Modellreihen wird das neue Werk auch Umfänge für zukünftige Modelle wie die nächste Generation der Mercedes-Benz C-Klasse liefern.
ZF ist in China seit über drei Jahrzehnten aktiv. 1980 wurde der erste Vertriebs- und Servicevertrag unterzeichnet, 1987 folgte die erste Niederlassung in Peking, seit 1994 hat ZF eigene Produktionsstätten in China. Mit dem nun in Peking entstehenden Werk erhöht sich die Zahl der ZF-Produktionsstandorte in China nach Unternehmensangaben auf 22.
Continental eröffnet Winter-Testzentrum in China
HEIHE. Der Hannoveraner Automobilzulieferer Continental feierte Ende Februar die Eröffnung seines Winter-Testzentrums der Division Chassis & Safety in der chinesischen Stadt Heihe in der Provinz Heilongjiang. Mit dem Winter-Testzentrum erweitert Continental die Forschungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Fahrsicherheitstechnologien und beschleunigt die Lokalisierung der Wertschöpfungskette. „Wir sehen ein großes Potenzial für Sicherheitstechnologien auf dem chinesischen Fahrzeugmarkt“, sagte Dirk Remde, Leiter Geschäftsbereich Elektronische Bremssysteme in China.
Das Winter-Testzentrum in Heihe beherbergt einen sieben Millionen Quadratmeter großen See und 30.000 Quadratmeter Landfläche und liegt in einer für Wintertests günstigen Region Chinas. Es ist nach den drei bestehenden Testzentren in den USA, Europa und Japan weltweit die vierte Testeinrichtung für die Fahrassistenzsysteme ABS und ESC. Die Entwicklung von Fahrzeugapplikationen und Systemtests konzentriert sich auf die zwei F&E-Standorte in Changchun und Shanghai, wo Technologien für Fahrsicherheit und Systementwicklung entsprechend der lokalen Kundenanforderungen konzipiert werden.



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