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Für die Ostbanken verziehen sich die Schatten der Eurokrise

Wie in der Ukraine werben viele Banken mit hohen Zinsen um Einlagen © OWC

Wie in der Ukraine werben viele Banken mit hohen Zinsen um Einlagen © OWC

Die Schuldenkrise im Euroraum macht auch den Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas zu schaffen. Manche Analysten befürchten eine Kreditklemme im Osten, wenn klamme westeuropäische Banken weniger Kapital für ihre osteuropäischen Töchter zur Verfügung stellen. Zuletzt deuteten die Indikatoren allerdings auf eine leichte Entspannung der Situation – zumindest vorerst. Die Banken Osteuropas setzen künftig stärker auf lokale Einlagen. » weiterlesen

Treffen der Finanzzentren Frankfurt und Moskau

Im September begrüßte Posch eine russische Delegation zu den 5. Wirtschaftstagen der Stadt Moskau in Hessen. © hessen.de

Im September begrüßte Posch eine russische Delegation zu den 5. Wirtschaftstagen der Stadt Moskau in Hessen. © hessen.de

MOSKAU. Eine Wirtschaftsdelegation unter Leitung von Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch ist am Wochenende anlässlich der 6. Hessischen Wirtschaftstage in Moskau in die russische Hauptstadt gereist. Der hessischen Delegation gehören Vertreter von 28 Firmen aus dem Bereich Stadtentwicklung, Verkehr, Gesundheitswirtschaft und Finanzdienstleistungen an.
Die kürzlich vereinbarte Finanzplatzkooperation zwischen Frankfurt und Moskau ist Thema zweier Treffen Poschs mit dem Vizeminister des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung der Russischen Föderation, Oleg Fomitschew, und mit dem Präsidentenberater Alexander Wolloschin. Dabei geht es um Unterstützung beim Aufbau eines Internationalen Finanzzentrums in Moskau. Posch stattet außerdem der hessischen Partnerregion Jaroslawl einen Kurzbesuch ab. » weiterlesen

Sberbank startet Expansion nach Europa

Die Volksbank International ist nun zu 100 Porzent in russischer Hand © VBI

Die Volksbank International ist nun zu 100 Prozent in russischer Hand © VBI

WIEN. Das größte russische Geldinstitut, die Sberbank, übernimmt die  Volksbank International (VBI) – die Osteuropatochter der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG). Sberbank-Generaldirektor German Gref und das Top-Management der ÖVAG unterzeichneten am 15. Februar in Wien den Kauf von 100 Prozent aller Anteile. Mit der Übernahme des mittelosteuropäischen Filialnetzes expandiert das russische Kredithaus erstmals außerhalb der GUS. „Die Sberbank eröffnet ein europäisches Kapitel in ihrer Geschichte“, so Gref. Die Transaktion kennzeichne den letzten Schritt des Übergangs von einem großen nationalen Finanzinstitut zu einer führenden internationalen Bank.
Die VBI – mit knapp 300 Filialen, 3.900 Mitarbeitern und 600.000 Kunden in mehreren ost- und südosteuropäischen Ländern – gehörte mehrheitlich der Österreichische Volksbanken AG, 49 Prozent hatten gemeinsam die französischen Volksbanken, BPCS sowie die deutschen Banken DZ und WGZ besessen. » weiterlesen

Russlands M&A-Markt unter Druck

Die Studie hat für das zurückliegende Jahr 214 M&A-Deals gezählt © CMS

Die Studie hat für das zurückliegende Jahr 214 M&A-Deals gezählt © CMS

MOSKAU/LONDON. Der russische M&A-Markt ist im zurückliegenden Jahr geschrumpft. Aus der im Februar erschienen alljährlichen Studie der Beratergruppe CMS geht hervor, dass das Volumen von Fusionen- und Übernahme-Aktivitäten in Russland von 223 Deals mit einem Wert von 57 Milliarden im Jahr 2010 auf 214 Geschäfte für insgesamt 53,8 Milliarden Euro zurückgegangen ist. Die Mehrheit (56 Prozent) der Deals haben 2011 auf dem Energiesektor stattgefunden, am zweitwichtigsten war die Finanzsparte (zwölf Prozent).
Die Verfasser von „Deal Drivers Russia“ machen den durch die Eurokrise erhöhten Druck für den russischen Markt und globale Schwankungen für den Rückgang des Volumens verantwortlich. Die durch CMS befragten Akteure des M&A-Geschäfts zeigen sich für 2012 aber weitgehend optimistisch. 79 Prozent rechnen damit, dass in diesem Jahr das Angebot an staatlichen Unternehmen steigen wird.

pdf Deal Drivers Russia 2012 (10.85 MB)

Frankfurt baut Moskauer Finanzzentrum mit auf

Bulle hilft Bär: Frankfurt engagiert sich beim Aufbau des Moskauer Finanzplatzes © OWC

Bulle hilft Bär: Frankfurt engagiert sich beim Aufbau des Moskauer Finanzplatzes © OWC

BERLIN. Der Finanzplatz Frankfurt wird den Aufbau eines Internationalen Finanzzentrums in Moskau unterstützen. Vertreter der Wirtschaftsministerien Deutschlands und Russland unterzeichneten am Montag in Berlin eine Absichtserklärung, die den Know-how-Transfer besiegelt. Die deutschen Partner leisten Beistand bei der Entwicklung eines Finanzplatz-Indexes. Sie helfen bei der Ermittlung des Infrastrukturbedarfs und bei den Vorbereitungen für den Aufbau des Finanzplatzes Moskau. Auch die Verbesserung der internationalen Wahrnehmung des russischen Standorts nennt das Memorandum als Ziel.
„Mit diesem Abkommen ist die Basis dafür geschaffen, dass der Finanzstandort Frankfurt in einem wesentlichen Vorhaben der russischen Regierung gleichberechtigter Partner ist und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich stärkt“, erklärte Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch, der Ende Februar eine Wirtschaftsdelegation in die Russische Föderation führen wird. Bei dieser Gelegenheit sollen die Kooperation weiter gefestigt und nächste konkrete Schritte sowie ein entsprechender Zeitplan abgestimmt werden.

Indiens Börse öffnet sich für ausländische Anleger

An der Bombay Stock Exchange in Mumbai wird der indische Leitindex Sensex gehandelt © BSE

In Mumbai wird der indische Leitindex Sensex gehandelt © BSE

MUMBAI. Seit Mitte Januar ist es ausländischen Privatinvestoren erlaubt, an der Börse direkt Aktien zu erwerben. Bislang war es den Anlegern nur auf indirektem Weg – etwa über Investmentfonds – möglich, an der Entwicklung der indischen Börse teilzuhaben. Die Maßnahme soll zur Liberalisierung der indischen Wirtschaft beitragen und zusätzliches Kapital ins Land bringen. Die Bombay Stock Exchange (BSE) ist neben der ebenfalls in Mumbai ansässigen National Stock Exchange of India (NSE) die wichtigste Börse Indiens. An der BSE wird der indische Leitindex Sensex gehandelt. In dem Index sind die 30 größten Unternehmen des Landes gelistet.

Russischer Bankensektor auf dem Prüfstand

Keine schlechten Noten für die russische Zentralbank © OWC

Keine schlechten Noten für die russische Zentralbank © OWC

WASHINGTON/MOSKAU. Das russische Bankensystem ist im Großen und Ganzen resistent gegen eine Vielzahl von makroökonomischen und finanziellen Schocks. Zu diesem Ergebnis kommt der Internationale Währungsfonds (IWF), der Ende November gleich drei Berichte zum russischen Bankensektor veröffentlichte.
Das System verfüge über ausreichend Kapital und Gewinnpuffer, obwohl große Verluste durch Kreditausfälle entstehen könnten, behauptet das erste Papier, das sich mit den Ergebnissen der Stresstests russischer Banken auseinandersetzt.
Zudem hat der IWF die Einhaltung der Basler Grundsätze für eine wirksame Bankenaufsicht geprüft und gegenüber 2007 Verbesserungen festgestellt. Es fehle der Zentralbank aber immer noch der aufsichtsrechtliche Rahmen für die Durchsetzung der Empfehlungen, was die Umsetzung hemme.
Was das Krisenmanagement angeht, hält der IWF fest, dass Russland auf die Erschütterungen der Weltwirtschaft im Jahr 2008 verzögert reagierte. In der Folge konnte aber durch ein breites Maßnahmenpaket die Stabilität des Bankensektors wieder hergestellt werden.

Deutsche Bank übernimmt russischen Vermögensverwalter

Die Deutsche Bank hat ihren Anteil von 40 auf 100 Prozent aufgestock © DB

Die Deutsche Bank hat ihren Anteil von 40 auf 100 Prozent aufgestock © DB

FRANKFURT/MAIN. Die Deutsche Bank erhöht ihren Anteil an dem Vermögensverwalter Deutsche UFG Capital Management auf 100 Prozent und baut damit das Fondsgeschäft in Russland aus. Das Unternehmen war aus der russischen Vermögensverwaltungsgesellschaft UFG Invest hervorgegangen, an der die Deutsche Bank 2008 einen Anteil von 40 Prozent erwarb.
Wie das Kredithaus mitteilte, gehöre die Deutsche UFG Capital Management mit einem verwalteten Vermögen von 370 Millionen Euro zu den zehn größten Asset-Managern in Russland. Das Produktangebot umfasst neben Investmentfonds auch das individuelle Portfoliomanagement für private und institutionelle Anleger. Die Deutsche Bank erhofft sich durch die Übernahme einen besseren Zugang für seine Kunden in Russland. Der Wert des Geschäfts blieb unbenannt.

Nanostart managt russischen Investitionsfonds

Investitionen in der Region Perm stehen im Fokus des Fonds © OWC

Investitionen in der Region Perm stehen im Fokus des Fonds © OWC

FRANKFURT/MAIN, MOSKAU. Die Frankfurter Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft Nanostart AG hat eine Asset-Managementgesellschaft in Russland erworben, die künftig als Nanostart Russia Asset Management Ltd firmiert. Die entsprechenden Verträge wurden im Oktober in Moskau unterzeichnet, berichtet das deutsche Unternehmen. Der Kaufpreis in Höhe von 2,4 Millionen Euro sei bar entrichtet worden. Sitz der Gesellschaft ist Moskau, in Perm wird eine Außenstelle eröffnet.
Die russische Kapitalgesellschaft verfügt über eine Lizenz zur Verwaltung von Investmentfonds. Nanostart kann somit in Russland als Manager von Fonds im Bereich Wagniskapital auftreten.
Der Markeintritt wird in enger Kooperation mit Rusnano vollzogen, dem mit zehn Milliarden US-Dollar ausgestatteten staatlichen Nanotechnologieinvestor. Im April dieses Jahres erhielt Nanostart von Rusnano und dem Gouverneur der Region Perm das Mandat für das Management des Kama Fund First, einem 50-Millionen-Euro-Wagniskapital-Fonds, der in Nanotechnologieunternehmen in der Wirtschaftsregion Perm investieren soll.

Sberbank kauft in Wien ein

Die Osteuropatochter der Volksbank gehört jetzt zur russischen Sparkasse © ÖVAG

Die Osteuropatochter der Volksbank gehört jetzt zur russischen Sparkasse © ÖVAG

MOSKAU/WIEN. Das russische Geldinstitut Sberbank hat den Kauf der osteuropäischen Tochterfirma der Österreichischen Volksbanken AG (ÖVAG) abgeschlossen. Wie aus einer ÖVAG-Mitteilung hervorgeht, zahlt die Sberbank zwischen 585 Millionen und 645 Millionen Euro für die VBI, je nachdem wie die Geschäftsergebnisse des laufenden Jahres ausfallen.
Die russische Sparkasse übernimmt damit von der ÖVAG knapp 300 Geschäftsstellen mit fast 4.000 Mitarbeitern in acht Ländern: Slowakei, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Ukraine. Ausgenommen aus dem Deal ist das Rumäniengeschäft, das die ÖVAG in den kommenden zwei bis drei Jahren sanieren und dann ebenfalls verkaufen will.
Für Russlands größte Bank, die bereits Töchter in Belarus, Kasachstan und in der Ukraine hat, ist es die erste Anschaffung in Westeuropa.

 

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