FRIEDRICHSHAFEN/PEKING. Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG baut in Peking ein neues Werk für Pkw-Achsen. Wie das Unternehmen mitteilte, fand Ende Februar der Spatenstich für die 15 Millionen Euro teure Produktionsstätte statt, die nach Fertigstellung 32.000 Quadratmeter umfassen wird. Der Betriebsstart ist bereits zum Jahreswechsel geplant. Nach dem Hochlaufen der Produktion sollen etwa 350 Mitarbeiter mehrere tausend Achssätze pro Jahr für den Kunden Beijing Benz Automotive Co. montieren. Zusätzlich zu den aktuellen Modellreihen wird das neue Werk auch Umfänge für zukünftige Modelle wie die nächste Generation der Mercedes-Benz C-Klasse liefern.
ZF ist in China seit über drei Jahrzehnten aktiv. 1980 wurde der erste Vertriebs- und Servicevertrag unterzeichnet, 1987 folgte die erste Niederlassung in Peking, seit 1994 hat ZF eigene Produktionsstätten in China. Mit dem nun in Peking entstehenden Werk erhöht sich die Zahl der ZF-Produktionsstandorte in China nach Unternehmensangaben auf 22.
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Neues ZF-Werk für Autoachsen in China
Ingenics AG plant Werksvergrößerung für BMW
ULM/SHENYANG. Die BMW Group hat für die Erweiterung ihrer Produktionskapazitäten am Standort Shenyang/Da Dong in der nordost-chinesischen Provinz Liaoning das deutsche Beratungsunternehmen Ingenics AG engagiert. Vorgesehen sei die Verdoppelung der Kapazitäten der existierenden Fabrik, erklärte Ingenics-Vorstand Oliver Herkommer Ende Februar. Entsprechend groß sei das Volumen des neuen Auftrags. Ingenics ist als Generalplaner sowohl für die Montage als auch für das Logistiksystem verantwortlich. Die Umsetzung soll in gut zwei Jahren abgeschlossen sein.
China ist inzwischen der drittgrößte Absatzmarkt des Münchner Autobauers. Seit 2003 stellt die BMW AG in Shenyang mit ihrem Joint-Venture-Partner Brilliance Fahrzeuge der 3er und 5er Reihe her. Im Mai vorigen Jahres hatte der DAX-Konzern eine Kapazitätserhöhung des Werkes in Da Dong auf 100.000 Fahrzeuge pro Jahr angekündigt. Im benachbarten Tiexi soll zudem ein neuer Standort für die Produktion von jährlich 200.000 Fahrzeugen des Typs BMW X1 entstehen.
Deutsche Industrie gründet Allianz zur Rohstoffsicherung
BERLIN. Die Rohstoffbeschaffung ist für deutsche Unternehmen in den zurückliegenden Jahren sehr viel komplexer und schwieriger geworden. Die Industrie befürchtet Engpässe und geht nun in die Offensive. Zwölf deutsche Konzerne haben mit dem Aufbau der „Allianz zur Rohstoffsicherung“ begonnnen und finanzieren deren Gründungsphase: Aurubis, BASF, Bayer, BMW, Chemetall, Daimler, Evonik Industries, Georgsmarienhütte Holding, Bosch, Stahl-Holding-Saar, ThyssenKrupp und Wacker Chemie. „Wir arbeiten gemeinsam an dem Aufbau eines schlagkräftigen Unternehmens, das die Rohstoffsicherheit Deutschlands nachhaltig verbessern soll“, sagte Ulrich Grillo, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ende Januar in Berlin am Rande eines ersten Treffens der Unterstützerunternehmen. „Die Allianz hat den Aufbau von Beteiligungen an Rohstoffprojekten zum Ziel, um so die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen langfristig zu verbessern. Sie steht weiteren Unternehmen offen“, so Grillo. » weiterlesen
BMW reagiert auf neue Zollbestimmungen
Der bayerische Automobilhersteller hatte zunächst eine Zwei-Jahres-Frist für die Umsetzung der neuen Zollbestimmungen gefordert. „Wir sind der Ansicht, dass neue Regeln nicht von einem Tag auf den anderen in Kraft treten sollten“, erläuterte Andreas Schaaf, Präsident von BMW India. Nur eine zeitlich mit allen Herstellern abgestimmte Frist würde gleiche Bedingungen für alle schaffen.
BMW ist seit einigen Jahren Marktführer im Luxussegment in Indien. Im vergangenen Jahr wurden 6.246 Fahrzeuge verkauft, nach Angaben von Schaaf liegen die Verkaufszahlen in den ersten vier Monaten dieses Jahres mit 80 Prozent über denen des Vorjahres. Allein im März 2011 wurden erstmals in Indien in einem Monat mehr als 1.000 Fahrzeuge verkauft. »In diesem Jahr wollen wir die 10.000er-Marke überschreiten«, kündigte er an. Das Unternehmen wird im Juni mit der Montage des Modells X3 in Chennai beginnen und denkt über die Einführung der 1er-Serie sowie des Mini auf dem indischen Markt nach.



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