NEU DELHI. Die BRICS-Länder rücken näher zusammen. Auf einem Gipfel in Neu Delhi vereinbarten die Staats- und Regierungschefs Russlands, Chinas, Indiens, Brasiliens und Südafrikas Ende März Handelserleichterungen und die Gründung einer gemeinsamen Investitionsbank.
Unterzeichnet wurden zwei Abkommen, die den US-Dollar als Leitwährung in der Welt infrage stellen. Zukünftig wollen die Staaten im bilateralen Handel ihre jeweiligen eigenen Währungen verwenden. Auch die Vergabe von Krediten soll in den Nationalwährungen durchgeführt werden. Das erleichtere die Verrechnungen zwischen den Banken und bringe die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den BRICS-Ländern auf ein qualitativ neues Niveau, hieß es in einem gemeinsamen Statement. Im Umfeld des Gipfels war die Rede von einer Verdopplung des Handelsvolumens auf 375 Milliarden Euro, was sich für die fünf Länder bis 2015 durch diese Abkommen ergeben könnte. Profitieren dürfte davon auch die internationale Stellung der chinesischen Währung Renminbi. » weiterlesen
Archiv
BRICS-Länder beschließen Handel in Nationalwährungen
BIC statt BRIC
WIEN. Russland droht aus dem Kreis der BRIC-Länder zu fallen. Zu diesem Schluss kommt der „Russia Competitiveness Report 2011“, den das World Economic Forum Anfang Juni in Wien vorstellte. Da Russland nicht in der Lage sei, die Produktivität seiner Wirtschaft maßgeblich zu steigern, falle es hinter die anderen Transformationsländer Brasilien, Indien und China zurück. Die Verfasser der Studie bemängeln, dass Russland nicht von seinen Wettbewerbsvorteilen wie zum Beispiel dem Rohstoffreichtum profitieren kann, da es versäumt hat, eine Reihe von Hemmnissen zu beseitigen. Genannt werden fünf wichtige Punkte, die dringend angegangen werden müssten: die Etablierung von Rechtsstaatlichkeit, die Verbesserung der Bildung, die Förderung von Wettbewerb beziehungsweise der Abbau von Handelsbarrieren, ein erleichterter Zugang zum Finanzmarkt und eine Steigerung der Effizienz durch Wissenstransfer und Innovation.



Der Business-Plan
China hören
Der China Schock 
