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BASF baut neue Chemiefabrik in Indien

Gegenwärtig stellt BASF Dispersionen in der südindischen Hafenstadt Mangalore her. © BASF

Gegenwärtig stellt BASF Dispersionen in der südindischen Hafenstadt Mangalore her. © BASF

MUMBAI. Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF SE investiert 150 Millionen Euro in einen neuen Produktionsstandort in Indien. Die Konzerntochter BASF India Ltd. will in der Dahej Petroleum, Chemicals and Petrochemicals Investment Region (PCPIR) im westindischen Bundesstaat Gujarat einen Produktionskomplex für Polyurethanprodukte errichten. Am neuen Standort in Dahej stellt BASF künftig auch Tenside her, die vor allem in Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Körperpflegeprodukten eingesetzt werden. Außerdem sind Anlagen zur Produktion von Polymerdispersionen für die Farb- und Papierherstellung geplant.
Die Produktion soll 2014 starten. Am Standort will BASF mehr als 250 Arbeitsplätze schaffen, die meisten davon in der Produktion.

Schweizer Exportwirtschaft justiert sich neu

Die Schweizer Maschinenbauer melden ein Plus von 18 Prozent beim Export nach Russland. © Swissmem

Die Schweizer Maschinenbauer melden ein Plus von 18 Prozent beim Export nach Russland. © Swissmem

Der überbewertete Franken hat bei der Schweizer Exportwirtschaft im vergangenen Jahr teils tiefe Spuren hinterlassen. Im Sommer 2011 erreichte die Franken-Stärke ein derart bedrohliches Ausmaß, dass die Schweizer Nationalbank eine Wechselkurs-Untergrenze von 1,20 CHF/Euro festlegte, um die Exporteure vor größeren Schäden zu schützen. Um ihre Risiken zu diversifizieren und neue Kunden zu finden, wenden sich Schweizer Unternehmen nun vermehrt dem Osten zu.
Während die Nachfrage nach Schweizer Produkten aus Europa stagnierte, zeigte die Außenhandelsstatistik für 2011 einen 13-prozentigen Zuwachs der Ausfuhren nach Russland. Auch die Exporte in andere GUS-Staaten legten zu: Ein Plus von 57 Prozent vermeldet die Eidgenössische Zollverwaltung (EVZ) bei den Güterströmen nach Kasachstan, um 47 Prozent legte die Warenausfuhr nach Aserbaidschan zu, für die Ukraine werden 22 Prozent vermeldet. » weiterlesen

BASF verkauft Düngemittelsparte nach Russland

BASF-Standort Antwerpen © BASF

BASF-Standort Antwerpen © BASF

LUDWIGSHAFEN. Das russische Agrochemie-Unternehmen EuroChem übernimmt die in Antwerpen beheimatete Düngemittelsparte des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF. Auf die Transaktion hatten sich beide Unternehmen bereits Ende September letzten Jahres geeinigt, jetzt haben auch die zuständigen Wettbewerbsbehörden zugestimmt. Der Kaufpreis beträgt insgesamt rund 830 Millionen Euro, wovon zirka 130 Millionen Euro in den Jahren 2013 bis 2016 zu zahlen sind. BASF erwartet durch den Verkauf im ersten Quartal 2012 einen Vorsteuergewinn von voraussichtlich rund 600 Millionen Euro.
Der Verkauf umfasst Anlagen zur Herstellung von Düngemitteln wie Kalkammonsalpeter, Ammoniumnitrat, NPK-Dünger (Stickstoff-Phosphat-Kali) und Nitrophosphorsäure sowie drei zugehörige Salpetersäure-Anlagen. Diese Bereiche wurden in eine separate Gesellschaft ausgegliedert – die heutige EuroChem Antwerpen NV. Rund 330 Mitarbeiter wechseln in das neue Unternehmen. » weiterlesen

Linde übernimmt Produktionsgasversorgung für Dahua

Eine neue Luftzerlegungsanlage soll die beiden alten, die Linde auch übernimmt, ersetzen © Linde

Eine neue Luftzerlegungs-anlage soll die beiden alten, die Linde auch übernimmt, ersetzen © Linde

MÜNCHEN. Die Linde Group wird an einem Standort des chinesischen Chemieunternehmens Dahua die Bereitstellung von Gasen für den Produktionsprozess übernehmen und hierfür rund 70 Millionen Euro investieren. Eine kürzlich geschlossene Vereinbarung hält laut Linde Group fest, dass der deutsche Mischkonzern zwei bestehende Luftzerlegungsanlagen des zu den zehn größten Natriumkarbonat-Produzenten Chinas zählenden Unternehmen erwerben und betreiben will. Sie gehören zum Dahua-Standort auf Songmu Island im nordostchinesischen Dalian. Außerdem errichtet Lindes Engineering Division Dalian eine neue Luftzerlegungsanlage mit einer Produktionskapazität von 38.000 Normkubikmetern Sauerstoff pro Stunde. Die neue Anlage soll im Jahr 2014 in Betrieb gehen und die beiden alten ersetzen.
Der neue Luftzerleger soll auch Flüssiggase für den regionalen Markt produzieren. Deshalb haben beide Unternehmen die Gründung eines 50:50 Joint Ventures vereinbart, das unter dem Namen Linde-Dahua (Dalian) die lokale Gaseversorgung übernehmen wird. Es ist nach dem bestehenden Joint Venture für das CO2-Geschäft das zweite Gemeinschaftsunternehmen der beiden Unternehmen in Dalian.

Rhein Chemie eröffnet neues Werk in Jhagadia

Das neue Werk produziert Kautschukadditive und Reifentrennmittel © Rhein Chemie

Das neue Werk produziert Kautschukadditive und Reifentrennmittel © Rhein Chemie

JHAGADIA. Rhein Chemie hat im indischen Bundesstaat Gujarat eine neue Produktionsstätte eröffnet. Wie das Unternehmen Mitte Januar berichtet, sei damit die Verlagerung der Produktion vom südindischen Madurai nach Jhagadia nach nur knapp einem Jahr Bauzeit abgeschlossen. Für den Umzug waren die vorhandene Infrastruktur sowie die Nähe zu wichtigen Kunden im Osten Indien ausschlaggebend.
Rhein Chemie, eine 100-prozentige Tochter des Spezialchemie-Konzerns Lanxess, stellt in Jhagadia die beiden Produktlinien Rhenogran (vordispergierte polymergebundene Additive) und Rhenodiv (Reifentrennmittel) für die kautschukverarbeitende Industrie her. Zu den Kunden zählen Reifenhersteller, die vor allem die indische Automobilindustrie beliefern. Nach eigenen Aussagen ist das Geschäft des Unternehmens in Indien in den vergangenen vier Jahren um mehr als das Dreifache gewachsen.

BASF und Sinopec kündigen weitere Expansion an

BASF und Sinopec feiern den Abschluss der zweiten Investitionsphase in Nanjing. © BASF

BASF und Sinopec feiern den Abschluss der zweiten Investitionsphase in Nanjing. © BASF

NANJING. Die Chemiekonzerne BASF und Sinopec haben im Rahmen ihres 50:50-Joint-Ventures BASF-YPC Co. Ltd. Anfang Januar die in einer zweiten Investitionsphase erweiterten Anlagen ihres Petrochemiestandorts in Nanjing offiziell in Betrieb genommen. In die Erweiterung der Kapazitäten haben die Partner rund 1,4 Milliarden US-Dollar investiert.
BASF und Sinopec hatten im Dezember 2010 eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach sie gemeinsam die weitere Expansion der BASF-YPC mit neuen Investitionen von rund einer Milliarde Dollar vorantreiben wollen.
Der Standort in Nanjing wird noch weiter ausgebaut. Mitte 2012 will BASF-YPC mit dem Bau einer Anlage für Superabsorber mit einer Jahreskapazität von 60.000 Tonnen beginnen, die Inbetriebnahme ist für Anfang 2014 geplant. Außerdem sollen unter anderem eine neue Acrylsäureanlage mit einer Kapazität von 160.000 Tonnen pro Jahr und eine Anlage für Butylacrylat entstehen.

Linde-Anlage für Chemiepark in Jilin

Wasserstoff-Anlage von Linde © Linde

Wasserstoff-Anlage von Linde © Linde

MÜNCHEN. Der Technologiekonzern Lindep wird im Jilin Chemical Industrial Park (JCIP) im Nordosten Chinas eine neue Wasserstoff-Anlage errichten, betreiben und hierfür in einem ersten Schritt rund 42 Millionen Euro investieren.
Die neue Anlage wird voraussichtlich Ende 2013 in Betrieb gehen und soll dann mehrere Unternehmen an diesem integrierten Chemie-Verbundstandort mit hochreinem Wasserstoff versorgen. Hierzu gehören die Produktionsstätten des Essener Chemiekonzerns Evonik Industries und Jishen, ein Joint Venture der PetroChina Jilin Beifang Chemical Group und der Jilin Shenhua Group.
Die neue Wasserstoff-Anlage basiert auf dem Verfahren der Erdgas-Dampfreformierung (Steam methane reforming; SMR) und wird über eine Produktionskapazität von 25.000 Normkubikmeter Wasserstoff pro Stunde verfügen. Lindes Engineering Division wird die Anlage errichten, die Gases Division des Unternehmens tritt als Betreiber auf. Hierfür wird Linde eine eigene Tochtergesellschaft, Linde Gases Jilin, gründen, die auch den weiteren Ausbau der Gaseversorgungsinfrastruktur im und um den JCIP-Chemiepark vorantreiben soll.
Linde ist in China zurzeit mit rund 50 eigenen Tochtergesellschaften und Joint Ventures sowie 150 Anlagenstandorten in den Industriezentren des Landes vertreten und beschäftigt dort knapp 4.000 Mitarbeiter.

BIS Group verstärkt sich in Indien

Vertragsunterzeichnungen in Surat: BIS akquiriert einen indischen Prozessdienstleister © BIS

Vertragsunterzeichnungen in Surat: BIS kauft einen Prozessdienstleister © BIS

MÜNCHEN. Mit dem Erwerb der Neo Group mit Hauptsitz in Surat steigt das Industriedienstleistungsunternehmen Bilfinger Berger Industrial Services Group (BIS Group) in den indischen Markt ein. BIS möchte sich als Partner der Prozessindustrie in Indien etablieren, heißt es in einer Unternehmensmitteilung Ende November. Darüber hinaus soll der Markteintritt der BIS Group Zugang zu Ressourcen und Kapazitäten für Projekte auch außerhalb des Subkontinents, etwa im Mittleren Osten, eröffnen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Die Neo Group erbringt insbesondere für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, der Petrochemie sowie der Energiewirtschaft Instandhaltungs-, Installations- und Montageleistungen. Mit etwa 1.600 Beschäftigten erzielt die Gesellschaft eine Jahresleistung von rund 60 Millionen Euro. Regionaler Schwerpunkt ist der westindische Bundesstaat Gujarat, das Zentrum der indischen Prozessindustrie, darüber hinaus ist die Neo Group in den wesentlichen Industrieregionen Indiens aktiv.

Wacker erweitert Zusammenarbeit mit Penta 91

Aus Silikonkautschuk werden zum Beispiel Duschköpfe hergestellt © Wacker

Aus Silikonkautschuk werden zum Beispiel Duschköpfe hergestellt © Wacker

MÜNCHEN. Der Münchner Chemiekonzern Wacker und der russische Siliconproduzent Penta 91 aus Moskau, verstärken ihre Zusammenarbeit auf dem russischen Markt. Penta 91 wird neben Festsilikonkautschuken ab sofort auch heiß- und kaltvulkanisierende Zwei-Komponenten-Silikone der Wacker Chemie AG vertreiben. Bereits seit 2008 fertigt das russische Unternehmen aus Wacker-Material spezielle Kautschukmischungen, sogenannte Siliconcompounds, für den russischen Markt. Diese unter dem Markennamen „Pentasil“ vertriebenen gebrauchsfertigen Mischungen erhalten nun außerdem den Zusatz „Based on Elastosil“. Mit dem Begriff Elastosil bezeichnet Wacker eine breite Palette von Silikonprodukten. Abnehmer von Siliconcompounds sind Kunden aus der Automobil-, Bau-, Elektronik-, Kabel- und Haushaltsindustrie.

Henkel baut neue Klebstofffabrik in China

Grundsteinlegung für Henkels weltweit größtes Klebstoffwerk in Shanghai © Henkel

Grundsteinlegung für Henkels weltweit größtes Klebstoffwerk in Shanghai © Henkel

DÜSSELDORF. Henkel hat den Grundstein für den Bau seines weltweit größten Klebstoffwerks gelegt. Die neue Anlage in Shanghai umfasst 150.000 Quadratmeter und wird zentrale Produktionsstätte für Industrie-Klebstoffe in China und in der Region Asien/Pazifik. Jährlich sollen dort 428.000 Tonnen Klebstoffe produziert werden, teilte der Konzern mit Sitz in Düsseldorf Ende August mit. Henkel investiert in das Werk rund 50 Millionen Euro und wird dort etwa 600 Mitarbeiter beschäftigen. Produktionsbeginn ist für Ende 2012 geplant.
Mit der neuen Fabrik erweitert das Unternehmen seine Produktionskapazitäten und reagiert auf die steigende Nachfrage in China und in der gesamten Region Asien/Pazifik. Die derzeitige Klebstoffproduktion in China wird Henkel in Zukunft am neuen Standort im Shanghai Chemical Industry Park bündeln.

 

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