NEU-DEHLI. Anfang Januar präsentierte die indische Daimler Nutzfahrzeug-Tochter „Daimler India Commercial Vehicles“ (DICV) bei einer Vorpremiere erstmals den neuen schweren Lkw der Marke BharatBenz. Diese Lkw basieren auf existierenden Plattformen der Daimler Nutzfahrzeuge und wurden von indischen Spezialisten für den lokalen Markt entwickelt.
Die Nutzfahrzeuge von BharatBenz werden in der neuen Fabrik in Oragadam bei Chennai produziert. Das Werk, das sich auf einer Fläche von 160 Hektar erstreckt, ist nahezu fertiggestellt. Der Produktionsprobelauf von Motoren und Getrieben hat bereits begonnen. Das Gesamtinvestment für das Werk beträgt über 44 Milliarden indische Rupien (rund 700 Millionen Euro).
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Daimler stellt ersten Lkw „Made in India“ vor
Caterpillar investiert in Indien
PEORIA. Der US-amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar will seine Produktionskapazitäten in Indien weiter ausbauen und hat Ende November ein millionenschweres Investitionsprogramm angekündigt. Demnach werde man eine neue Produktionsniederlassung in Indien errichten, die vor allem auf die Herstellung von Motoren für die britische Caterpillar-Tochter Perkins ausgelegt sein wird. Allein für dieses Projekt wurden Investitionen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Das indische Werk wird die erste Perkins-Fabrik außerhalb von Großbritannien sein und Motoren der 4.000er-Serie herstellen. Die Produktion ist in der ersten Phase für 3.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt und soll in zwei bis drei Jahren starten.
Außerdem werden zusätzlich 62 Millionen US-Dollar für die Erweiterung der Produktionsniederlassung in Chennai eingeplant. Dort fertigt Caterpillar geländegängige Lkw (Off-Highways-Trucks).
Mit den Investitionen im Gesamtwert von mehr als 210 Millionen US-Dollar will Caterpillar der wachsenden Nachfrage in Indien und den angrenzenden Schwellenländern gerecht werden. Bisher hat Caterpillar in Indien drei Werke, einen Logistik- und Servicestützpunkt und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum.
Bosch plant neue Fabrik in Chennai
CHENNAI. Im Jahr ihres 125-jährigen Bestehens erneuert die Bosch-Gruppe ihr Bekenntnis zum Produktionsstandort Indien: In den Jahren zwischen 2011 und 2013 wird Bosch rund 400 Millionen Euro in die Kapazitätserweiterungen seiner Betriebsstätten, in die weitere Diversifizierung seiner Geschäftstätigkeiten sowie in Forschung und Entwicklung investieren.
Teil des Investitionspaketes ist der Bau einer neuen Fabrik für Elektroantriebe in Chennai, die bereits im kommenden Jahr mit ihrer Produktion beginnen soll. Eine Investition in die Zukunft ist die Entwicklung einer Software zur Steuerung einer elektronischen Kraftübertragung für Benzin- und Dieselmotoren in Hybridfahrzeugen. Für diese Herausforderung zur Senkung von Kohlendioxidemissionen in der elektronischen Kraftübertragung wird Bosch in Bangalore und Coimbatore insgesamt mehr als 800 neue Mitarbeiter einstellen. » weiterlesen
Übernahme aus indischer Hand
BANGALORE. Die Dynamatic-Gruppe aus Bangalore hat in einem rein indischen Geschäft die Eisenwerke Erla GmbH von der Sanmar-Gruppe aus Chennai übernommen. Damit bleibt die mit 630 Jahren älteste noch produzierende Eisengießerei Deutschlands, die 1994 privatisiert und 2007 von der Sanmar-Gruppe akquiriert wurde, weiterhin in indischer Hand. Sie hat sich zu einer der modernsten Gießereien Europas entwickelt, die heute ein gefragter Partner für den Fahrzeug- und Maschinenbau ist.
Mit der Dynamatic-Gruppe erhält die Eisenwerke Erla GmbH einen fachlich sehr versierten Eigentümer. Das indische Unternehmen ist Komponentenlieferant für Airbus, Ford und Hyundai. Unter dem Namen JKM Erla Automotive wird das Eisenwerk als 100-prozentige Tochtergesellschaft der indischen Gruppe weitergeführt, Organisation und Leitungsstrukturen der Gießerei in Erla, die rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, bleiben unangetastet. » weiterlesen
BMW reagiert auf neue Zollbestimmungen
Der bayerische Automobilhersteller hatte zunächst eine Zwei-Jahres-Frist für die Umsetzung der neuen Zollbestimmungen gefordert. „Wir sind der Ansicht, dass neue Regeln nicht von einem Tag auf den anderen in Kraft treten sollten“, erläuterte Andreas Schaaf, Präsident von BMW India. Nur eine zeitlich mit allen Herstellern abgestimmte Frist würde gleiche Bedingungen für alle schaffen.
BMW ist seit einigen Jahren Marktführer im Luxussegment in Indien. Im vergangenen Jahr wurden 6.246 Fahrzeuge verkauft, nach Angaben von Schaaf liegen die Verkaufszahlen in den ersten vier Monaten dieses Jahres mit 80 Prozent über denen des Vorjahres. Allein im März 2011 wurden erstmals in Indien in einem Monat mehr als 1.000 Fahrzeuge verkauft. »In diesem Jahr wollen wir die 10.000er-Marke überschreiten«, kündigte er an. Das Unternehmen wird im Juni mit der Montage des Modells X3 in Chennai beginnen und denkt über die Einführung der 1er-Serie sowie des Mini auf dem indischen Markt nach.



Zeitgenössische Architektur in China
Ost-West-Contact – Einzelheft
Die grosse Mauer 



