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Neue transkontinentale Güterlinie eröffnet

Technik auf dem Weg von Chongqing nach Duisburg © Chinanews

Technik auf dem Weg von Chongqing nach Duisburg © Chinanews

CHONGQING. Die neue Schienenfrachtlinie Chongqing-Duisburg hat Ende Juni ihren Betrieb aufgenommen, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Ein mit Laptops und LCD-Bildschirmen beladener Güterzug trat in Chongqing die erste Fahrt auf der über 11.000 Kilometer langen transkontinentalen Strecke an. Sie führt von der Megastadt in Chinas Westen über Kasachstan, Russland, Belarus und Polen nach Duisburg im Ruhrgebiet. Statt der 36 Tage, die Containerschiffe auf der traditionellen Schifffahrtsroute von Shanghai oder Guangzhou benötigen, brauchen Güterzüge nun nur noch 13 Tage nach Europa. Zudem sei der Zug sicherer und weniger kostspielig als der Seetransport, sagte Chongqings Bürgermeister Huang Qifan bei der Streckeneröffnung. Zunächst verkehre der Güterzug allerdings nur einmal im Monat. Später soll die Frequenz auf einmal täglich erhöht werden, so Huang.
Chongqing entwickelt sich derzeit zu einer Hightech-Region. Hier produzieren bereits das US-amerikanische IT-Unternehmen Hewlett Packard, der taiwanesische Zulieferer für elektronische Geräte Foxconn und der ebenfalls aus Taiwan stammende Computerhersteller Acer.

Milliardenverträge in Berlin

Minister Rösler und Zhi in Berlin © BmWi

Minister Rösler und Zhi in Berlin © BmWi

BERLIN. Deutschland und China vertiefen ihre Zusammenarbeit. Anlässlich der ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen zu denen Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit 13 seiner Minister nach Berlin gekommen war, wurden zehn bilaterale Abkommen unterzeichnet – unter anderem eine Erklärung, die wechselseitige Investitionen erleichtern soll. Noch im Vorfeld der Konsultationen war Deutschland von chinesischer Seite zum bevorzugten Verbündeten in Europa ernannt worden. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Konsultationen konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel nur einige der zahlreichen gemeinsamen Projekte benennen, darunter die Gründung einer Plattform für Elektromobilität, Pläne im Bereich Wohnungsbau und Energieeffizienz, Kooperationen im Bereich Normung und Verbraucherschutz und die Einrichtung jeweils drei Modellregionen für die Zusammenarbeit in China und in Deutschland. Die Volksrepublik gab ein klares Bekenntnis zur Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei diesen Kooperationen ab. » weiterlesen

Ford baut neues Motorenwerk in Chongqing

Ford ist auf Expansionskurs in China © Ford

Ford ist auf Expansionskurs in China © Ford

CHONGQING. In Chongqing hat Mitte Juni der Spatenstich für das neue Ford-Motorenwerk in China stattgefunden, berichtet der US-amerikanische Autohersteller. Im Zentrum des Landes errichtet das Pkw-Joint-Venture Changan Ford Mazda Automobile (CFMA) für 500 Millionen US-Dollar eine neue Produktionsstätte, nach deren Inbetriebnahme CFMA seine jetzige Kapazität auf 750.000 Einheiten jährlich verdoppeln kann. Mit den Motoren werden Ford-Modelle für den chinesischen Markt ausgerüstet.
Das Werk, das 2013 fertig sein soll, stellt eine von mehreren Investitionen dar, mit denen Ford seine aggressiven Expansionspläne in China vorantreibt. Im vergangenen Juli begann Fords Nutzfahrzeugpartner in China, Jiangling Motors Corporation (JMC), mit dem Bau eines 300 Millionen US-Dollar teuren Werks in Nanchang, in dem der Ford Transit montiert werden soll. Im April dieses Jahres kündigte Ford an, in vier Jahren 15 neue Modelle auf den chinesischen Markt zu bringen. Kurz darauf unterzeichnete Ford eine Absichtserklärung über den Bau eines Getriebewerks, auch in Chongqing, mit einer jährlichen Kapazität von bis zu 400.000 Einheiten. Anfang nächsten Jahres nimmt Fords zweites Pkw-Montagewerk in Chongqing die Arbeit auf.

Grundsteinlegung für neues AT&S-Werk

AT&S betreibt bereits zehn Werke in China © AT&S

AT&S betreibt bereits sechs Werke in China © AT&S

LEOBEN. Der österreichische Leiterplattenproduzent Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) mit Sitz in Leoben feierte Mitte Juni die Grundsteinlegung für sein siebtes chinesisches Werk, das in Chongqing errichtet wird. In der ersten Phase werden in den Bau eines Leiterplattenwerkes rund 297 Millionen US-Dollar investiert. Mit einer jährlichen Kapazität von rund 200.000 Quadratmetern in der ersten Ausbaustufe wird das Werk im Westen Chinas hauptsächlich auf die Produktion von Leiterplatten für die Segmente Mobilgeräte und Automotive ausgerichtet. Die Fabrik soll insgesamt in drei Phasen entwickelt werden.
AT&S ist seit zehn Jahren in China aktiv, 2001 wurde das erste Werk in Shanghai eröffnet. Derzeit beliefert das Unternehmen nach eigenen Angaben acht der zehn größten Mobiltelefonhersteller.

 

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