WASHINGTON, D.C. Während der Internationale Währungsfonds (IWF) derzeit besorgt auf die Eurozone blickt, berichtet er vergleichsweise zuversichtlich aus Zentralasien: In dem vergangene Woche vom IWF veröffentlichten Regional Economic Outlook Middle East and Central Asia wurde die Wachstumsprognose für Kasachstan für 2011 von 5,9 Prozent auf 6,5 Prozent deutlich nach oben korrigiert. Hohe Öl- und Gaspreise, eine Rekordernte von über 29 Millionen Tonnen Getreide und die anhaltenden öffentlichen Ausgaben stimmen die Analysten in Washington optimistisch, wenngleich deren Prognose noch unter den Erwartungen der kasachischen Regierung liegt, die 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von sieben Prozent rechnet.
Überzeugt von der wirtschaftlichen Stabilität des Landes zeigt sich auch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). „Kasachstan kann eine neue Krisenwelle leicht überwinden“, sagte Nienke Oomes, Chefökonomin der EBRD für Zentralasien, auf dem Kasachischen Wirtschaftsforum, das Ende Oktober in London stattfand. In Kasachstans Finanzsystem, das mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert war und ist, werde mittlerweile ein effizientes Anti-Krisen-Programm umgesetzt, so Oomes weiter. Die kürzlich veröffentlichten Regional Economic Prospects der EBRD gehen wie die kasachische Regierung 2011 von einem Wirtschaftswachstum von sieben Prozent aus, erwarten für 2012 angesichts eines sinkenden Ölpreises jedoch eine Verlangsamung auf sechs Prozent. Die Unterstützung des Bankensystems zeige dem Bericht zufolge Wirkung. Das Kreditwachstum sei im August im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent angestiegen – zu einem großen Teil durch staatlich subventionierte Kreditprogramme. » weiterlesen
Archiv
Internationale Institute erhöhen BIP-Prognose
Modernisierung des Fernwärmenetzes in Aktau
LONDON. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) prüft derzeit ein Darlehen in Höhe von 1,2 Milliarden Tenge (5,7 Millionen Euro) an die kommunale Wärme- und Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsgesellschaft TVS&V aus der westkasachischen Hafenstadt Aktau. Das Darlehen wird für die Modernisierung des Fernwärmenetzes in Aktau benötigt. Teile des veralteten Netzes sollen durch moderne, vorisolierte Rohre ersetzt werden, um Energie- und Wasserverluste zu vermeiden, die Zuverlässigkeit der Wasser- und Wärmedienstleistungen zu erhöhen sowie um Wartungs- und Betriebskosten und negative Umwelteinflüsse zu reduzieren.
Die Gesamtkosten des Projekts werden mit 3,47 Milliarden Tenge (16,44 Millionen Euro) beziffert. TVS&V erwartet neben dem EBRD-Darlehen eine Kofinazierung von 0,63 Milliarden Tenge (drei Millionen Euro) durch den Clean Technology Fund. Hauptanliegen des multilateralen Fonds ist es, kohlenstoffarme Technologien in den Sektoren Energieerzeugung, Transport und Energieeffizienz in Schwellen- und Entwicklungsländern zu fördern.
Daimler will Kamaz-Anteil aufstocken
Daimler gehören elf Prozent von Kamaz, vier Prozent sind im Besitz der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Den Großteil hält mit 49,9 Prozent der Staatskonzern Rostechnologii. 27,26 Prozent werden vom Investmenthaus Troika Dialog kontrolliert.
Troika-Direktor Sergej Skworzow bestätigte, dass die Bank verschiedene Varianten für den Ausstieg aus Kamaz prüfe. Bevorzugen würde man dabei einen Verkauf an Daimer, so Skworzow. Aus der Zentrale des deutschen Autobauers in Stuttgart hieß es, dass es derzeit noch kein konkretes Angebot für eine Anteilsaufstockung gebe.
Modernisierung des Stromnetzes
LONDON. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) unterstützt mit einem Darlehen an die Kazakhstan Electricity Grid Operating Company (KEGOC) die Modernisierung der Stromübertragung in Kasachstan.
Mit dem Kredit in Höhe von 156 Millionen US-Dollar und einer Laufzeit von 15 Jahren soll eine Hochspannungsleitung in Ossakarowka in der Region Karaganda saniert werden. Bis zu 70 Millionen US-Dollar des Darlehens werden von der UniCredit Bank Austria AG und der Raiffeisen Bank International AG kofinanziert.
Die Investitionen sollen zu einer effizienteren Nutzung der vorhandenen Energieressourcen führen und zusätzliche Stromlieferungen an die Hauptstadt Astana und die Akmola-Region ermöglichen. Die geplante Modernisierung wird 2014 abgeschlossen sein und die Stromverluste dieser Leitung von zehn auf fünf Prozent beziehungsweise um rund 40.000 Megawattstunden verringern.



Ungarn hören
Der Business-Plan
»Welcome to Presence« 


