KIEW. Die Ukraine will zukünftig nicht nur von Gazprom sondern auch vom deutschen Energieversorger RWE Gas kaufen. Die in ukrainischem Staatsbesitz befindlichen Öl- und Gasunternehmen OJSC und Naftogaz unterschrieben nach eigener Aussage Mitte Januar einen Rahmenvertrag über Gaslieferungen mit der RWE Supply & Trading GmbH (RWEST). Das Abkommen liefert die rechtliche Grundlage für Verhandlungen über Preise, Umfang und Bedingungen. Für die Lieferungen soll die bestehende Pipeline GTS in umgekehrter Richtung genutzt werden.
Naftogaz plant, zunächst täglich rund drei Millionen Kubikmeter Erdgas aus Europa zu beziehen. RWE werde dafür aus Russland tagesaktuell erworbenes Gas vom Spot-Markt zur Verfügung stellen, heißt es. Dieses sei bedeutend günstiger als das im Rahmen von Langzeitverträgen nach Europa fließende Gas. Die Ukrainer geben an, seit 2010 416 US-Dollar pro Tausend Kubikmeter russischem Gas bezahlen zu müssen. Der Tagespreis für Erdgas bewege sich zwischen 250 und 350 US-Dollar pro Tausend Kubikmeter.
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Ukraine will russisches Gas in Deutschland kaufen
Zweiter Strang der Ostseepipeline verlegt
LUBMIN/ZUG/MOSKAU. Der zweite Strang der Ostseepipeline ist etwa drei Wochen früher als geplant fertig verlegt. Über eine Strecke von 1.200 Kilometer führt nun eine zweite Reihe von 100.000 betonummantelten Stahlrohren auf dem Grund des Meeres vom russischen Wyborg ins deutsche Lubmin. Bevor die Leitung russisches Gas nach Europa transportieren wird, stehen noch weitere Arbeitsgänge und umfangreiche Tests an. Gazprom-Chef Alexej Miller sagte in Moskau, er rechne mit der Inbetriebnahme im Oktober dieses Jahres. Dann wird sich die Kapazität der Ostseepipeline auf 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppeln und somit ihr Maximum erreichen.
Gazprom ist mit einem Anteil von 51 Prozent Hauptakteur des Betreiberkonsortiums Nord Stream mit Sitz im Schweizerischen Zug. An dem insgesamt 7,4 Milliarden Euro teuren Projekt sind außerdem die beiden deutschen Energiekonzerne Wintershall und Eon Ruhrgas mit jeweils 15,5 Prozent sowie die niederländische Gasunie und die französische GDF Suez mit je neun Prozent beteiligt. » weiterlesen
Tschechien will mehr Zielländer für Exporte
Die Bilanz des tschechischen Außenhandels liest sich hervorragend: Im letzten Jahr stiegen die Ausfuhren um 13 Prozent auf umgerechnet 120 Milliarden Euro. Insbesondere der Warenverkehr mit den EU-Ländern boomte: Über 80 Prozent der Exporte gingen nach Europa. Die Regierung wünscht sich künftig eine stärkere Diversifizierung der Ausfuhrländer, um das Risiko für die tschechische Wirtschaft zu mindern. Bei der Einspeisung deutscher Windenergie in das tschechische Netz gab es zuletzt wiederholt Probleme.
Im vergangenen Jahr konnte eine weitere Rekordmarke geknackt werden: Der Warenhandel mit Deutschland überstieg erstmals die 60-Milliarden-Euro-Marke. Der bilaterale Austausch ist für gut 24 Prozent des tschechischen Außenhandels verantwortlich. Die Synchronität zum deutschen Konjunkturverlauf ist ausgesprochen hoch: Geht der deutschen Lokomotive der Dampf aus, kommen die tschechischen Waggons ziemlich schnell zum Stehen. Der Regierung ist diese Abhängigkeit offenbar zu eng geworden. » weiterlesen
Saubere Energie für Bukarester Einkaufszentrum
BUKAREST. Das Berliner Cleantech-Unternehmen Greenvironment Plc hat Mitte März einen Vorvertrag für die Lieferung und Installation einer Mikrogasturbinen-Anlage inklusive zusätzlicher Komponenten als Teil eines Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungssystems (KWKK) unterzeichnet. Die KWKK-Anlage wird im Gewerbezentrum des Sun Plaza-Einkaufszentrum in Bukarest eingerichtet. Die Installation und Inbetriebnahme der Anlage wird zusammen mit TAI s.r.l., dem repräsentativen Vertreter der Greenvironment in Rumänien, und mit anderen regionalen Unternehmen aus Rumänien realisiert. Es ist geplant, die Anlage bis Ende dieses Jahres fertigzustellen.
Mit rund 80.000 Quadratmeter vermietbarer Fläche ist Sun Plaza das größte Einkaufszentrum in Rumänien. Es wurde von der Sparkassen Immobilien AG entwickelt. Sun Plaza wurde im Februar 2010 eröffnet und umfasst mehr als 130 Geschäfte.
Kiew will russisches Gas in Westeuropa kaufen
Vier Milliarden US-Dollar für den Ausbau von Kaschagan
ASTANA. Der staatliche kasachische Öl- und Gaskonzern KazMunaiGas wird ein Darlehen in Höhe von vier Milliarden US-Dollar aus dem staatlichen Ölfonds erhalten, um das Kaschagan-Ölfeld auszubauen. Das meldete der Pressedienst des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew Anfang März. Die Entscheidung sei getroffen worden, um das Kaschagan-Projekt voran zu treiben. Eine erste Tranche der Anleihe werde 2013, die zweite dann 2015 zur Verfügung gestellt.
In seiner Jahresbotschaft im Januar hatte Nasarbajew bereits angekündigt, dass die Gewinne aus dem staatlichen Ölfonds in Form von Anleihen der eigenen Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden sollen, anstatt sie bei ausländischen Banken anzulegen. » weiterlesen
Voith erhält zwei Großaufträge für Wasserkrafttechnik
HEIDENHEIM/ ST. PÖLTEN. Die Wasserkraftsparte des deutschen Maschinenbauers Voith hat zwei Großaufträge aus Russland mit einem Wert von insgesamt 46 Millionen Euro erhalten. Sowohl der größte private Energieversorger Russlands, Irkutskenergo, als auch der größte Erzeuger von Strom aus Wasserkraft, RusHydro, haben Technik von Voith Hydro bestellt, meldet das Unternehmen mit Hauptsitz im baden-württembergischen Heidenheim.
Voith wird für das Wasserkraftwerk Bratsk in Ostsibirien sechs neue Francis-Laufräder inklusive Zubehör im Werk in St. Pölten herstellen. Im Jahr 2013 soll das erste Laufrad vor Ort installiert werden und seinen Betrieb aufnehmen. Die weiteren fünf Laufräder werden dann in Halbjahresschritten nach Ostsibirien geliefert. Die neuen Laufräder haben einen Durchmesser von sechs Metern und sind für eine Leistung von je 255 Megawatt ausgelegt.
Bereits im Dezember 2011 unterzeichnete Voith mit seinem langjährigen Kunden RusHydro einen Vertrag über zwei Kaplan-Laufräder und Turbinenregler inklusive Zubehör für das Wasserkraftwerk Miatlinskaja im südlichen Teil Russlands. Die neuen Laufräder haben einen Durchmesser von sechs Metern und sind für eine Leistung von je 145 Megawatt ausgelegt.
Siemens eröffnet zwei neue Werke in Goa
MÜNCHEN. An seinem Standort im indischen Bundesstaat Goa hat Siemens Infrastructure & Cities Ende Januar zwei neue Produktionsstätten eröffnet. Insgesamt hat der deutsche Multikonzern dafür rund 28 Millionen Euro ausgegeben. Beide Werke sind mit einer eigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung ausgestattet.
In das Werk für Netzautomatisierungs-Komponenten hat Siemens in der ersten Ausbaustufe rund 20 Millionen Euro investiert. Derzeit arbeiten dort rund 90 Mitarbeiter. Langfristig ist geplant, rund 500 Menschen zu beschäftigen. Die in Indien entwickelten Komponenten für die Automatisierung von Stromversorgungsnetzen sind für den indischen und künftig auch für den weltweiten Markt gedacht. In der zweiten Ausbaustufe soll die Bandbreite der Entwicklung und Produktion ausgeweitet werden.
In dem Werk für Mittelspannungstechnik fertigt Siemens für den indischen Markt gasisolierte Schaltanlagen für den Aufbau von Mittelspannungsnetzen, sowie Kompaktstationen für Stromverteilungsnetze und den Windenergiebereich. Siemens hat rund 7,5 Millionen Euro in das Werk investiert und beschäftigt dort etwa 120 Menschen.
Bilaterale Abkommen im Wert von drei Milliarden Euro
BERLIN. Verträge mit einem Volumen von drei Milliarden Euro wurden heute in Berlin zwischen deutschen und kasachischen Unternehmen unterzeichnet. Wie Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, gegenwärtig auf Staatsbesuch in Deutschland, während eines Vortrages vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gestern erklärte, sei es für Kasachstan eine große Ehre, gemeinsam mit Deutschland das Programm zu der Industrialisierung des Landes umzusetzen.
Wichtigstes Ereignis neben den 50 Vereinbarungen auf Firmenebene ist der Abschluss eines Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich. Deutschen Firmen soll so der Zugang zu Rohstoffen gesichert werden, die auf dem Weltmarkt nur eingeschränkt verfügbar sind. „Wesentlich ist, dass die Unternehmen beider Länder von der Partnerschaft profitieren“, sagte Ulrich Grillo, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), im Interview mit KASACHSTAN aktuell. » weiterlesen



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