ESSEN/HAMBURG. Der deutsche Energieversorger RWE baut einen neuen Windpark in Polen. Anfang Mai beauftragte die für erneuerbare Energieformen zuständige Tochter RWE Innogy den in Hamburg ansässigen Anlagenhersteller Repower Systems, 19 Windturbinen mit einer installierten Gesamtleistung von 39 Megawatt in Nowy Staw zu errichten. Der 15 Quadratkilometer große Park in der Nähe der Stadt Gdansk ist nach Suwalki, Tychowo und Piecki bereits der vierte Windpark der Deutschen in Polen. Bei planmäßigem Verlauf kann die Anlage Anfang 2013 in Betrieb genommen werden und umgerechnet über 50.000 Haushalte jährlich mit Strom versorgen. Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 60 Millionen Euro. Für das Jahr 2013 ist eine weitere Ausbaustufe des Onshore-Windparks geplant.
RWE Innogy will in Polen bis 2015 ein Portfolio von rund 300 Megawatt Windkraft betreiben, mit dem neuen Park in Nowy Staw erreicht die Gesamtleistung knapp 150 Megawatt.
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RWE errichtet vierten Windpark in Polen
ADB fördert Solarthermie in Indien
MANDALUYONG. Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) unterstützt den Bau eines solarthermischen Kraftwerks im nordindischen Bundesstaat Rajasthan mit einem Darlehen in Höhe von 103 Millionen US-Dollar für Reliance Power. Die Tochter des indischen Energieunternehmens Reliance Energy will in der Ortschaft Dhursar im Bezirk Jaisalmer ein sogenanntes CSP-Kraftwerk mit einer Nennleistung von 100 Megawatt bauen, das im Mai 2013 in Betrieb gehen soll. Insgesamt wird das Sonnwärmekraftwerk etwa 415 Millionen US-Dollar kosten. Weitere Entwicklungshilfeeinrichtungen und Geschäftsbanken stellen ebenfalls Mittel für das Projekt aus dem indischen Solarförderprogramm zur Verfügung.
Für die ADB ist es die erste Finanzierung eines CSP-Kraftwerks. Im Mai 2010 hatte die Bank angekündigt mit ihrer „Solar-Initiative Asien“ gezielt die Entwicklung von Photovoltaik- und CSP-Kraftwerken fördern zu wollen. Bis 2013 Solaranlagen sollen Projekte mit insgesamt drei Gigawatt Leistung bedacht werden.
Großauftrag für Voith in der Türkei
HEIDENHEIM/ST. PÖLTEN. Der Heidenheimer Maschinenbauer Voith hat für seinen Konzernbereich Voith Hydro einen Großauftrag des türkischen Energieunternehmens Kalehan Energy Production im Umfang von 39 Millionen Euro für die Lieferung von drei Generatoren für das Wasserkraftwerk Beyhan-1 im Osten der Türkei erhalten. Beyhan-1 ist das erste einer Kaskade von vier neuen Wasserkraftwerken in der Provinz Elazig. Für den Betrieb der Generatoren liefert Voith auch die zugehörigen Erregereinrichtungen und Überwachungssysteme. Im Januar 2015 soll der erste Generator den Betrieb aufnehmen. Das Wasserkraftwerk am Fluss Murat wird die Region Elazig mit Energie für 400.000 Haushalte versorgen. In den letzten fünf Jahren stattete Voith in der Türkei bereits 45 Neuprojekte aus. Voith Hydro gehört mit rund 5.300 Mitarbeitern und einem Umsatz von gut 1,2 Milliarden Euro zu den weltweit größten Anbietern im Bereich Wasserkraft.
Milliarden für die Energiegewinnung
ASTANA. Kasachstan plant eine umfassende Sanierung der Energieinfrastruktur im Land. Der kasachische Minister für Industrie und Technologie Asset Issekeschew gab Mitte März bekannt, dass sein Land 9,5 Billionen Tenge (48,6 Milliarden Euro) bis 2030 in die Sanierung und den Ausbau der Stromgewinnung und -verteilung investiert.
Umgerechnet 28,1 Milliarden Euro sollen in den Ausbau der Produktionskapazitäten, 7,1 Milliarden Euro in die Erweiterung der Stromverteilnetze und 12,8 Milliarden Euro in den Aufbau regionaler Energie-Gesellschaften fliessen. Knapp 950 Millionen Euro aus dem Sanierungspaket sollen noch in diesem Jahr investiert werden.
Mit dem Sanierungsprogramm strebt Kasachstan eine sukzessive Steigerung der Produktionskapazitäten auf 150 Milliarden Kilowattstunden an. Gleichzeitig wird mit einer Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien auf zehn Prozent des Gesamtverbrauchs und dank gezielter Energiesparmassnahmen mit Stromeinsparungen von gut 15 Prozent gerechnet.
Vier Projekte im Wert von 97 Milliarden Tenge (rund 500 Millionen Euro) sind bereits in Angriff genommen worden, darunter die Modernisierung des nationalen Stromnetzes oder der Bau des Wasserkraftwerks Moinak, für das der österreichische Anlagenbauer Andritz drei Pelton-Laufräder lieferte.
Nordex gewinnt weiteren Auftrag in der Türkei
HAMBURG. Der Hamburger Turbinenhersteller Nordex hat erneut einen Auftrag für die Lieferung und Errichtung eines Windparks in der Türkei erhalten. Kunde ist die Unternehmensgruppe Tektug Elektrik, die sich auf nachhaltige Energieprojekte spezialisiert hat und bereits mehrere Wasserkraftwerke betreibt. Der Park wird aus elf Großturbinen mit einer Leistung von 27,5 Megawatt bestehen, die speziell für Standorte mit mittleren Windgeschwindigkeiten ausgelegt sind. Schon im Herbst will Nordex mit der Errichtung beginnen. Die lokalen Bauarbeiten koordiniert Nordex über seine türkische Landesgesellschaft, die später auch den Service für die Anlagen übernimmt. Erst im Januar hatten die Hamburger einen Großauftrag aus der Türkei über die Lieferung von 20 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 50 Megawatt vom türkischen Kraftwerksbetreiber Bilgin Enerji erhalten. Nordex ist nach eigenen Angaben Marktführer in der Türkei und vor Ort mit der Tochtergesellschaft Nordex Enerji A.S vertreten. Bis 2023 plant die Türkei bis zu einem Drittel ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken.
Sowitec und Intertechelectro bauen Windpark im Ural
MOSKAU. Der deutsche Projektentwickler Sowitec und der russische Anlagenbauer Intertechelectro wollen einen Windpark mit einer Gesamtkapazität von rund 50 Megawatt in Kurgan bauen. Mitte Januar gründeten die Unternehmen in Moskau eine Projektgesellschaft, an der beide Partner zu jeweils 50 Prozent beteiligt sind.
Entstehen soll der Park am südlichen Ende des Urals. Hier ist Energie knapp und die Nähe zur kasachischen Steppe sorgt für ausreichenden Windgang. Derzeit würden entsprechende Messungen durchgeführt, teilte Sowitec mit. Das Projekt werde von den lokalen Behörden unterstützt und soll bei seiner Umsetzung zu den ersten „grünen“ Projekten im Ural zählen. Die detaillierte Planung, die Einholung aller notwendigen Genehmigungen und die Durchführung weiterer Studien werden in den nächsten Monaten folgen.
Startschuss für deutsch-chinesische Industriezone
QINGDAO. Die Unternehmensberatung Far Eastern Consulting mit Hauptsitz in Ludwigshafen am Rhein hat im November einen Fünf-Jahres-Kooperationsvertrag mit der Entwicklungszone Qingdao in der Provinz Shandong unterzeichnet und erhielt damit den Zuschlag zur exklusiven Projektkoordination und Vertretung des „Sino-German ECO-Parks Qingdao“ in Deutschland.
Das privatwirtschaftliche Projekt wird von China und Deutschland politisch unterstützt und soll als Pilotprojekt in den Bereichen der erneuerbaren Energien, der energieeffizienten und wassereffizienten Gebäudetechnik, der innovativen Ver- und Entsorgungssysteme und der Elektromobilität Beispiel sein und Ausstrahlung auf andere schnell wachsende Städte in China haben. Die Grundsteinlegung fand Anfang Dezember in Qingdao statt.
Die politische Begleitung übernehmen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) sowie das chinesische Ministry of Commerce (MofCOM). Das Ministry of Commerce und die Stadtregierung Qingdao haben hierfür ein etwa zehn Quadratkilometer großes Areal innerhalb der Entwicklungszone Qingdao zur Verfügung gestellt. Die Masterplanung übernimmt das Architekturbüro Gerkan, Marg & Partner (GMP), Hamburg/Berlin.
Schweizer plant Solarzellenproduktion in China

Bei der Unterzeichnung in Nantong werden Investionen von bis zu 60 Millionen Dollar festgehalten © Schweizer
SCHRAMBERG. Die Schweizer Electronic AG will eine Produktionsstätte für Solarzellen und -module mit bis zu vier 100-Megawatt-Produktionslinien in Nantong bauen. Der deutsche Hersteller von Leiterplatten und Industrieelektronik hat für die Errichtung der ersten Produktionslinie nach eigenen Angaben Investitionskosten von 50 bis 60 Millionen US-Dollar eingeplant. Zielmarkt für die Solarmodule sei vorwiegend der Raum Asien-Pazifik, insbesondere jedoch China.
Die Tochtergesellschaft Schweizer Energy Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur hat bereits eine Vereinbarungen mit der Entwicklungsagentur der Stadt Nantong abgeschlossen, die sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Shanghai befindet, teilt das Unternehmen Ende November mit. Die Produktion soll im Jahr 2013 starten.
Gleichzeitig möchte Schweizer einen eigenen Vertriebskanal in Asien aufbauen. Beratung, Projektierung und Installationsüberwachung von Solarparks stehen dabei im Vordergrund. Auch die Wartung und den Betrieb von Solarparks will Schweizer übernehmen.
Indische Solarindustrie wird deutlich wachsen
BOSTON. Laut einer aktuellen Studie von GTM Research und BRIDGE TO INDIA wird Indien in den nächsten fünf Jahren einer der Schwerpunkte der weltweiten Nachfrage nach Solartechnik werden. Zwischen 2011 und 2016 werden laut der Studie „The India Solar Market: Strategy, Players, and Opportunities“ neun Gigawatt installiert werden. Der Markt werde vorangetrieben von dem staatlichen Förderprogramm National Solar Mission und weiteren finanziellen Anreizen auf der Ebene der Bundesstaaten. Außerdem drängten immer mehr internationale Solarunternehmen mit ihrer Fachkompetenz in den indischen Markt.
Zum Jahresende 2010 meldete Indien eine installierte netzgekoppelte Photovoltaik-Leistung von 54 Megawatt. Doch die neuen Solarstrom-Einspeisetarife lassen bis Ende 2011 bereits das Sechsfache erwarten: 365 Megawatt. Für 2012 rechnen die Marktforscher dann mit 1.100 Megawatt.
Volle Sonnenkraft voraus
FRANKFURT AM MAIN. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert die KfW Entwicklungsbank im Rahmen eines Darlehens von 250 Millionen Euro die Errichtung des größten Solarkraftwerkes der Welt in Shivajinagar Sakri im indischen Bundesstaat Maharashtra.
Für das besonders stark unter regelmäßigen Stromunterbrechungen leidende Maharashtra wird das Solarkraftwerk den täglichen Stromverbrauch von 400.000 Menschen decken können. Geplant ist eine Spitzenleistung von 125 Megawatt (MW) mit ausreichend Platz für eine Erweiterung auf 150 MW. » weiterlesen



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