PEKING. Im Rahmen ihrer bestehenden Partnerschaft verstärken der Stuttgarter Lkw-Bauer Mercedes-Benz Lkw und der chinesische Baumaschinenhersteller Zoomlion Heavy Industry ihre Zusammenarbeit: Ende Februar haben beide Unternehmen eine Absichtserklärung zur Lieferung von 2.500 Mercedes-Benz Lkw unterzeichnet. Die Grundsatzvereinbarung umfasst Schwerlast-Lkw-Modelle der Typen Mercedes-Benz Actros 3341 und 4141.
Der chinesische Großkonzern wird die Fahrzeuge im Laufe des Jahres abnehmen. Die 2.500 Mercedes-Benz Actros werden im Lkw-Werk Wörth gefertigt und für die speziellen Anwendungen von Zoomlion im Bereich Betonpumpen adaptiert.
Daimler konnte im Jahr 2011 knapp 5.800 Lkw der Marke Mercedes-Benz in China verkaufen und ist damit Marktführer unter den europäischen Wettbewerbern im Import-Segment in China. » weiterlesen
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Mercedes-Benz vertieft Zusammenarbeit mit Zoomlion
Kemper liefert an russischen Waggonbauer
VREDEN/ST. PETERSBURG. Der deutsche Anlagenbauer Kemper GmbH hat einen Millionenauftrag aus Russland erhalten. Bis Februar 2012 liefert das Unternehmen aus dem westfälischen Vreden mehr als 70 Filtersysteme an einen Waggonbauer aus dem Großraum St. Petersburg. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich nach Firmenangaben auf deutlich über eine Million Euro. Um welchen Abnehmer es sich namentlich handelt, wollen die Deutschen erst nach der Zustellung der Systeme, die insbesondere dem Arbeitsschutz dienen, angeben.
Mit dem Waggonbauer Promtractor aus der Teilrepublik Tschuwaschien ist es der zweite Großkunde aus Russland für Kemper.
Thüringer bauen Türen für kasachische Loks
MÜHLHAUSEN. Die Thüringer Firma Schliess- und Sicherungssysteme GmbH (S&S) mit Sitz in Mühlhausen, Hersteller von Systemen und Komponenten für die Schienenfahrzeugindustrie, wird Einstiegstüren und Führerhausrückwände für vier- und achtachsige Lokomotiven, die vom französische Konzern Alstom für die kasachische Eisenbahn (KTZ) gefertigt werden, liefern. Das gab das Unternehmen Ende Oktober bekannt.
Es handelt sich dabei um kundenspezifische Weiterentwicklungen vorhandener Produkte, die für die besonderen klimatischen Anforderungen in Kasachstan neu ausgelegt werden. Insgesamt sollen 290 Lokomotiven an KTZ geliefert werden. Davon werden 45 Stück direkt im Alstom-Werk in Belfort montiert. Die restlichen Lokomotiven der Serie werden in einem neuen Werk in Astana gebaut, das 2013 entstehen soll.
Caterpillar investiert in Indien
PEORIA. Der US-amerikanische Baumaschinenhersteller Caterpillar will seine Produktionskapazitäten in Indien weiter ausbauen und hat Ende November ein millionenschweres Investitionsprogramm angekündigt. Demnach werde man eine neue Produktionsniederlassung in Indien errichten, die vor allem auf die Herstellung von Motoren für die britische Caterpillar-Tochter Perkins ausgelegt sein wird. Allein für dieses Projekt wurden Investitionen in Höhe von 150 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Das indische Werk wird die erste Perkins-Fabrik außerhalb von Großbritannien sein und Motoren der 4.000er-Serie herstellen. Die Produktion ist in der ersten Phase für 3.000 Einheiten pro Jahr ausgelegt und soll in zwei bis drei Jahren starten.
Außerdem werden zusätzlich 62 Millionen US-Dollar für die Erweiterung der Produktionsniederlassung in Chennai eingeplant. Dort fertigt Caterpillar geländegängige Lkw (Off-Highways-Trucks).
Mit den Investitionen im Gesamtwert von mehr als 210 Millionen US-Dollar will Caterpillar der wachsenden Nachfrage in Indien und den angrenzenden Schwellenländern gerecht werden. Bisher hat Caterpillar in Indien drei Werke, einen Logistik- und Servicestützpunkt und ein Forschungs- und Entwicklungszentrum.
Erste U-Bahn Kasachstans geht in Almaty in Betrieb
ALMATY. Nach langjähriger Planung wurde am 1. Dezember – anlässlich der Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung – die U-Bahn in der größten kasachischen Stadt Almaty eingeweiht. Mit dem Bau der ersten U-Bahn Kasachstans war bereits im Jahr 1988 – vor dem Ende der Sowjetunion – begonnen worden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion stand das Projekt bis zum Jahr 2004 still. Dann rollten in Almaty wieder die Bagger.
Sieben Züge mit insgesamt 28 Elektrotriebwagen des südkoreanischen Herstellers Hyundai Rotem werden den ersten, 8,5 Kilometer langen Teilabschnitt mit sieben U-Bahn-Stationen bedienen und täglich rund 300.000 Passagiere transportieren. An den Tunnelbohrungen war die Herrenknecht AG aus Schwanau beteiligt. Deren Tunnelvortriebsmaschinen bohrten sich von 2006 bis 2008 durch den Almatyner Untergrund. Belüftet wird alles mit 29 Ventilatoren der österreichischen Firma BSH-International Luft + Klima-Geräte GmbH. Die Videotechnik zur Überwachung in den U-Bahnhöfen kommt von der Bosch Sicherheitssysteme GmbH mit Sitz in Grasbrunn. » weiterlesen
Bucher erhält Großauftrag aus Moskau
NIEDERWENINGEN. Im internationalen Ausschreibungsverfahren der Stadt Moskau hat der Schweizer Industriekonzern Bucher Municipal den Zuschlag für die Lieferung von 400 Kompakt- und 245 Großkehrfahrzeugen sowie 230 Streuern für den Winterdienst im Wert von 51 Millionen Euro erhalten.
In der russischen Hauptstadt sorgen schon seit Jahrzehnten Kehrfahrzeuge und Winterdienst-Ausrüstungen von Bucher Municipal für saubere Straßen. Die neuen Maschinen sollen in kurzer Zeit – bis Ende Mai 2012 – ausgeliefert werden, rund 20 Prozent sogar noch im vierten Quartal dieses Jahres.
Der Auftrag sorgt in den Werken von Bucher Municipal in der Schweiz, Großbritannien, Lettland und Italien für eine hohe Auslastung der Kapazitäten.
Leica entwickelt Traktorensteuerung mit Chinesen
HEERBRUGG. Der Messinstrumentehersteller Leica Geosystems entwickelt gemeinsam mit dem chinesischen Landmaschinenbauer YTO ein Steuerungssystem für Traktoren. Das schweizerische Unternehmen, das zur schwedischen Hexagon Gruppe gehört, gab Anfang November bekannt, dass es eine Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung mit YTO unterschrieben habe. Entstehen soll ein Spurführungs- und Lenksystem, das auf Satellitentechnik zurückgreift. YTO-Traktoren mit der neuen Steuerung sind für den chinesischen und für Exportmärkte gedacht.
Gleichzeitig kündigte Leica Geosystems chinesische Sprachpakete für die Benutzeroberfläche seines eigenen Steuerungsystems Leica mojo3D an, um die Anforderungen des lokalen Marktes zu erfüllen.
MAN bearbeitet Großauftrag für Busmotoren
MÜNCHEN. MAN Truck & Bus hat vom russischen Bushersteller LIAZ (Likinski Awtobusny Zawod), einem Tochterunternehmen des größten russischen Automobilkonzerns GAZ Group, einen Auftrag über die Lieferung von 2.188 Busmotoren erhalten. Der Auftragswert liegt nach Aussagen des deutschen Fahrzeugherstellers im höheren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Bandbreite der Bestellung reiche von effizienten Dieselmotoren bis hin zu Erdgasmotoren. Die Motoren sollen in Stadtbussen in den russischen Metropolen Moskau und St. Petersburg sowie in weiteren russischen Städten zum Einsatz kommen. LIAZ hat gegenwärtig rund die Hälfte der bestellten Motoren erhalten, bis Ende des Jahres wird der Auftrag komplettiert.
Es ist nicht das erste Mal das LIAZ bei MAN bestellt. Zwischen 2007 und 2010 haben die Deutschen bereits 1.050 Motoren an den Bushersteller geliefert.
Erster russischer Unimog rollt vom Band
STUTTGART/NABERESHNYJE TSCHELNY. Bei Mercedes-Benz Trucks Vostok (MBTV), dem Joint Venture der Daimler AG mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz, rollte in Nabereshnyje Tschelny Anfang Oktober der erste Kleinlastkraftwagen Unimog U 400 vom Band.
Nach den Mercedes-Benz-Werken im deutschen Wörth und dem türkischen Akasary, ist der Standort in der russischen Teilrepublik Tatarstan die dritte Produktionsstätte des Unimog. In Nabereshnyje Tschelny erfolgt die Montage der Fahrzeuge, die Teilesätze dafür liefert das Werk in Wörth.
Das Gemeinschaftsunternehmen MBTV ist eines von zwei Joint Ventures von Mercedes-Benz Trucks und Kamaz. Seit dem zweiten Quartal 2010 erfolgt in diesem Rahmen bereits die Montage der Mercedes-Benz-Lkw Actros und Axor. Im ersten Halbjahr 2011 hat MBTV rund 1.000 Einheiten Mercedes-Benz-Lkw abgesetzt.
Siemens will Milliarden in Russland investieren
MÜNCHEN. Die Siemens AG will in den kommenden drei Jahren zusammen mit ihren Partnern eine Milliarde Euro in Russland investieren, erklärte der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher in der Jahressitzung des Foreign Investment Advisory Councils mit Ministerpräsident Wladimir Putin in Moskau Mitte Oktober. Mit rund 700 Millionen Euro entfällt ein Großteil der Investitionen auf den Zukunftsmarkt Energie. Mehr als die Hälfte davon sollen in neue Fertigungsanlagen für effiziente Gasturbinen und in den Ausbau des Servicegeschäfts fließen.
Im Bereich erneuerbarer Energien sollen eine neue Produktionsstätte für Windenergieanlagen und eine Rotorblattfertigung errichtet werden, wofür Investitionen von insgesamt rund 120 Millionen Euro vorgesehen sind. Darüber hinaus ist geplant, etwa 115 Millionen Euro in eine lokale Transformatorenproduktion sowie in Fertigungen für Hochspannungsprodukte in Woronesh zu investieren.
Im Bereich Bahntechnik gründete Siemens im vergangenen Jahr mit der russischen Sinara Group ein Gemeinschaftsunternehmen, das in Jekaterinburg Güterlokomotiven und Regionalzüge herstellt. Nun sollen die lokalen Produktionskapazitäten, insbesondere für die Fertigung der Regionalzüge, mit Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro deutlich ausgebaut werden.



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