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Kleine Labels auf dem Vormarsch in Russland

Kleine Marken im Sortiment großer Händler © PMR

Kleine Marken im Sortiment großer Händler © PMR

MOSKAU. Der russische Markt für in Eigenregie hergestellte Einzelhandelsprodukte wächst. Zwar sind kleine private Labels noch ein relativ junges Phänomen in Russland, doch laut einer Studie der Consulter PMR wurde im vergangenen Jahr bereits ein Umsatz von 16 Milliarden US-Dollar mit ihnen gemacht, und damit 20 Prozent mehr als im Jahr 2010. Treiber der dynamischen Entwicklung ist die jüngste Wirtschaftskrise, die 2008 einsetze. Als die Kaufkraft in Russland kleiner wurde, wandten sich die Verbraucher ab von den großen Marken hin zu günstigeren Alternativen.
Die PMR-Analysten rechnen mit andauerndem Wachstum in diesem Segment, da auch die großen Retailer im Sinne der Effizienzsteigerung zunehmend auf Privathersteller setzen. So haben unter anderem die X5 Retail Group, Auchan, die Metro Gruppe und Tander kleine Marken in ihr Sortiment aufgenommen. Bis 2014 könnte sich das Marktvolumen so auf 31,4 Milliarden US-Dollar steigern.

Russlands Konsumenten kaufen mehr aber günstiger

Die deutsche Rewe Group macht mit ihrer Kette Billa gute Umsätze in Russland © Rewe

Die deutsche Rewe Gruppe macht mit ihrer Kette Billa gute Umsätze in Russland © Rewe

MOSKAU. Russlands Konsumgüterbranche sieht einer positiven Marktentwicklung entgegen. Zu diesem Schluss kommt die Ende Januar erschienene KPMG-Studie „Food and beverage markets in Russia: issues and prospects“. Verantwortlich dafür seien zwei Faktoren. Einerseits hält die sinkende Inflationsrate die Produktpreise stabil – so rechnen die KPMG-Analysten damit, dass die Preise in den kommenden drei Jahren, vor allem für Lebensmittel und die Produkte des täglichen Bedarfes, relativ konstant bleiben werden.
Andererseits sind es kontinuierliche Lohnsteigerungen, die die Kaufkraft der russischen Bevölkerung erhöhen. Allein das Neujahrs- und Weihnachtsgeschäft brachte dem Einzelhandel geschätzte zwölf Milliarden Euro. Trotz der insgesamt steigenden Kaufkraft habe sich ein Wandel vollzogen. Konsumierte die einkommensstarke Schicht vor der Krise noch reichlich teure und luxuriöse „Speciality Goods“, habe sich seit der Krise die Nachfrage auf ähnliche Produkte in mittelpreisigen Segmenten und auf die „Convenience Goods“, also Waren des täglichen Bedarfes, verlagert.

Keine Öffnung für internationale Supermarktketten

Handelsriesen wie Walmart warten seit Jahren auf einen Zugang zum Einzelhandelsmarkt in Indien © Walmart

Handelsriesen wie Walmart warten seit Jahren auf einen Zugang zum Einzelhandelsmarkt in Indien © Walmart

NEU DELHI. Indiens Regierung hat die geplante Öffnung des milliardenschweren Einzelhandelssektors für internationale Handelskonzerne vorerst wieder gestoppt. Der Widerstand der indischen Einzelhändler und der Opposition war zu stark, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.
Finanzminister Pranab Mukherjee informierte demnach die Opposition Anfang Dezember über die Kehrtwende der Regierung. Proteste gegen die geplante Öffnung des Marktes hatten mehrmals zu Unterbrechungen der Parlamentsdebatte geführt. Die Regierung von Ministerpräsident Manmohan Singh muss sich der Unterstützung ihrer Koalitionspartner versichern, um die Maßnahme noch zu retten. Doch auch in den Reihen des Regierungsbündnisses gibt es Gegner.
Der indische Handelsminister Anand Sharma hatte Ende November Regierungspläne vorgestellt, wonach Einzelhandelsketten in Zukunft auch mehrheitlich ausländischen Konzernen gehören dürfen. Mehrheitseigentum war bisher bereits erlaubt, wenn die Anbieter nur eine Marke vertrieben. Ausländische Handelskonzerne durften hingegen nicht an Endverbraucher verkaufen und mussten sich auf den Großhandel beschränken. Man erwarte sich durch den Markteintritt von Konzernen wie der US-amerikanischen Walmart-Gruppe zehn Millionen neue Arbeitsplätze in den nächsten drei Jahren und logistische Verbesserungen bei den Lieferketten. » weiterlesen

Coffeeshop Company expandiert in Russland

Insgesamt sollen 115 neue Läden in Russland entstehen © Coffeeshop

Insgesamt sollen 115 neue Läden in Russland entstehen © Coffeeshop

NEUSIEDL AM SEE. Die österreichische Coffeeshop Company, Teil der Schärf Unternehmensgruppe, will in Russland zahlreiche weitere Standorte eröffnen. Wie der ORF berichtete, wurde mit einem russischen Franchise-Partner vor Kurzem ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Insgesamt sollen rund 115 neue Coffeeshops in Russland entstehen und Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro getätigt werden. Derzeit ist das Franchise-System der Coffeeshop Company mit 36 Standorten in Russland aktiv. Außer in Österreich und Russland gibt es die Coffeeshop Company auch in 19 weiteren Ländern, unter anderem in den USA, der Slowakei, Ägypten, Ungarn, Tschechien und Polen.

Pizza Express macht Halt in Indien

Außerhalb Großbritanniens gibt es heute etwa 60 Pizza-Express-Einrichtungen © PE

Außerhalb Großbritanniens gibt es heute etwa 60 Pizza-Express-Einrichtungen © PE

NEU-DELHI. Die britische Fastfoodkette Pizza Express will auf dem indischen Markt aktiv werden. Dafür hat die zur Gondola Group gehörende Firma ein 50:50-Joint-Venture mit einer Tochtergesellschaft von Bharti Enterprises gegründet, die zu den größten Unternehmensgruppen Indiens zählt.
Bharti teilte Ende Oktober mit, die erste Filiale werde im Jahr 2012 entweder in Mumbai oder Neu-Delhi eröffnen. Die Schnellrestaurants sollen besonders die wachsende indische Mittelklasse ansprechen.
Für Pizza Express ist es nicht das erste Engagement in Indien. Vor sieben Jahren beendeten die Briten ihre Zusammenarbeit mit der Modi Group aber noch bevor das Vorhaben richtig angelaufen war. Insgesamt betreibt Pizza Express 450 Einrichtungen in Großbritannien, China, Europa, Japan und Westasien.

Adidas mit großen Wachstumsplänen in Russland

Die Marken Adidas und Reebok gehören zu der Gruppe, die im zweistelligen Bereich wachsen will © Adidas

Die Marken Adidas und Reebok gehören zu der Gruppe, die im zweistelligen Bereich wachsen will © Adidas

MOSKAU/HERZOGENAURACH. Adidas will in Russland ordentlich wachsen. Auf einer Investorenveranstaltung in Moskau  erklärte der Vorstandsvorsitzende Herbert Hainer, dass der Umsatz von Adidas bis 2015 jährlich durchschnittlich im zweistelligen Bereich ansteigen soll. Somit gehören Russland und die GUS-Länder neben China und Nordamerika zu den drei größten Zielmärkten der Gruppe weltweit. Absolut gesehen geht das Unternehmen davon aus, dass der Umsatz – bei vergleichbaren Wechselkursen – bis 2013 die Eine-Milliarde-Euro-Marke überschreiten wird.
Die Zugpferde der Gruppe in Russland sind die Marken Adidas und Reebok, die sich in ihrem Segment als Marktführer etabliert hätten, so Hainer. Um den Umsatz zu steigern, will Adidas die Anzahl der Verkaufspunkte in Russland und der GUS erhöhen. Bis Ende 2011 wird es insgesamt 800 Shops auf diesem Territorium geben, bis 2015 sollen mindestens 400 weitere hinzukommen.

Payback startet in Indien

Bonusprogramm bald auch für Inder © Payback

Bonusprogramm bald auch für Inder © Payback

MÜNCHEN. Das Multi-Partner-Konzept Pay-back bietet nun auch indischen Verbrauchern und Unternehmen alle Vorteile eines innovativen Bonusprogramms an. Den Partnern steht im stark wachsenden Einzelhandelsmarkt in Indien künftig eine Marketing-Plattform zur Gewinnung und Bindung von Kunden zur Verfügung.
Bereits im Juni 2010 hatte die Payback-Muttergesellschaft Loyalty Partner eine Mehrheitsbeteiligung am indischen Marktführer i-mint erworben, dessen Integration in die Loyalty-Gruppe mit dem Start von Payback in Indien nunmehr abgeschlossen wurde. » weiterlesen

 

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