BERLIN. Verträge mit einem Volumen von drei Milliarden Euro wurden heute in Berlin zwischen deutschen und kasachischen Unternehmen unterzeichnet. Wie Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, gegenwärtig auf Staatsbesuch in Deutschland, während eines Vortrages vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gestern erklärte, sei es für Kasachstan eine große Ehre, gemeinsam mit Deutschland das Programm zu der Industrialisierung des Landes umzusetzen.
Wichtigstes Ereignis neben den 50 Vereinbarungen auf Firmenebene ist der Abschluss eines Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich. Deutschen Firmen soll so der Zugang zu Rohstoffen gesichert werden, die auf dem Weltmarkt nur eingeschränkt verfügbar sind. „Wesentlich ist, dass die Unternehmen beider Länder von der Partnerschaft profitieren“, sagte Ulrich Grillo, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), im Interview mit KASACHSTAN aktuell. » weiterlesen
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Bilaterale Abkommen im Wert von drei Milliarden Euro
Gasturbinen-Produktion in St. Petersburg
ERLANGEN. Siemens wird sein globales Fertigungsnetz für Gasturbinen ausbauen. Dazu hat der Konzern Anfang Dezember mit dem russischen Partner Power Machines ein Joint Venture unter der Bezeichnung Siemens Gas Turbine Technologies gegründet, an dem Siemens 65 Prozent und Power Machines die weiteren Anteile hält. In dem russischen Gemeinschaftsunternehmen ist der Bau einer lokalen Produktionsstätte vorgesehen. „Wir wollen rund 275 Millionen Euro in unseren neuen Gasturbinenstandort in St. Petersburg investieren und somit 500 Arbeitsplätze schaffen. Ab 2014 werden wir dort hochmoderne und effiziente Gasturbinen für den wachsenden Markt in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fertigen“, sagte Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Siemens-Sektors Energy. Der Standort soll neben Produktion, Service und Vertrieb auch Forschung und Entwicklung beinhalten.
Das Joint Venture kann direkt starten, da die zuständigen Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung bereits erteilt haben. Siemens arbeitet in Russland seit mehr als 20 Jahren mit Power Machines im Kraftwerksgeschäft zusammen. Das neue Joint Venture löst das als Interturbo bekannte bisherige Gemeinschaftsunternehmen ab, an dem Siemens einen Minderheitenanteil von 45 Prozent hielt.
Das Engagement in St. Petersburg ist Teil der Pläne von Siemens, in Russland bis Ende 2014 durch Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro 4.000 Stellen zu schaffen.
Mehr Produktivität in der Industrie
ASTANA. Das kasachische Ministerium für Industrie und neue Technologien hat im Rahmen der Strategie zur Industrialisierung und innovativen Entwicklung der Republik Kasachstan das staatliche Programm „Productivity 2020“ erarbeitet. Die Zielsetzungen sollen in zwei Etappen bis zum Jahr 2020 erfüllt werden. Das Programm beinhaltet die Stärkung der Konkurrenzfähigkeit durch Produktivitäts- und Effizienzoptimierung von Industriebetrieben in den prioritären Sektoren Metallurgie und metallurgische Produktion, Ölraffinerie, Infrastruktur der Öl- und Gasindustrie, Chemie- und Pharmaindustrie, Agrarindustrie, Verteidigungsindustrie, Bauindustrie und Produktion von Baumaterialien, Transport und IT. » weiterlesen
Weidmüller mit neuem Logistik-Center in Shanghai
DETMOLD. Die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, ein Anbieter von elektrischer Verbindungstechnik sowie Elektronik mit Sitz in Detmold, eröffnete Mitte Juni ein neues Logistik-Center innerhalb der Wai-Gao-Qiao-Freihandelszone in Shanghai. Auf 8.000 Quadratmetern lagern in den neuen Hallen rund 14.000 verschiedene Produktarten für China, Korea, Japan, Australien und Singapur.
Weidmüller ist seit 1994 in China vertreten. Neben einer Produktionsstätte in Suzhou und einer Vertriebsgesellschaft in Shanghai entwickelt das Unternehmen in zwei Entwicklungszentren neue Produkte für den asiatischen Markt.
Grundsteinlegung für neues AT&S-Werk
LEOBEN. Der österreichische Leiterplattenproduzent Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) mit Sitz in Leoben feierte Mitte Juni die Grundsteinlegung für sein siebtes chinesisches Werk, das in Chongqing errichtet wird. In der ersten Phase werden in den Bau eines Leiterplattenwerkes rund 297 Millionen US-Dollar investiert. Mit einer jährlichen Kapazität von rund 200.000 Quadratmetern in der ersten Ausbaustufe wird das Werk im Westen Chinas hauptsächlich auf die Produktion von Leiterplatten für die Segmente Mobilgeräte und Automotive ausgerichtet. Die Fabrik soll insgesamt in drei Phasen entwickelt werden.
AT&S ist seit zehn Jahren in China aktiv, 2001 wurde das erste Werk in Shanghai eröffnet. Derzeit beliefert das Unternehmen nach eigenen Angaben acht der zehn größten Mobiltelefonhersteller.



Der China Schock
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