BERLIN. Die deutsche PSI AG wurde von einer Tochtergesellschaft des russischen Stahlproduzenten NLMK mit der Lieferung des Produktionsmanagementsystems PSI metals für ihr im Bau befindliches neues Walzwerk in Worsino in der Region Kaluga beauftragt. Die neue Produktionsstätte der KSIEMP wird eine Kapazität von 1,5 Millionen Jahrestonnen Langprodukte haben und aus einem Elektrostahlwerk mit einer achtsträngigen Gießmaschine und einem Walzwerk bestehen.
Das Steuersystem der Berliner wird mit unterschiedlichen Komponenten geliefert. PSI metals Planning soll im Stahlwerk die Schmelzen und die Sequenzen an der Gießmaschine sowie im Walzwerk die Kampagnen und die Walzreihenfolge optimieren. Die Komponente PSI metals Production & Quality will eine hohe Qualitätssicherheit und Termintreue gewährleisten. PSI metals Logistics unterstützt die Material- und Transportlogistik von der Anlieferung des Vormaterials, der Lagerung der Halbfertig- und Endprodukte bis zum Versand. PSI metals Energy regelt das Energiemanagement. Über den Auftragswert wurde nichts bekannt.
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Kaluga: Die Probleme einer Boomregion
In Kaluga herrscht Hochkonjunktur. Nur auf der Ölinsel Sachalin, in der Hauptstadt Moskau und dem Speckgürtel um Moskau investierten ausländische Unternehmen im vergangenen Jahr mehr als in dieser Region im Südwesten des Moskauer Industriegebietes. Volkswagen, Mitsubishi, Continental, Nestlé – aus allen Branchen und aller Herren Länder strömen die Unternehmen inzwischen in die Stadt an der Oka. In unserem Regionalporträt über eine der gefragtesten Regionen Russlands berichtet der Vizegouverneur, dass es neben eitel Sonnenschein auch in einem prosperierendem Gebiet Schattenseiten gibt. » weiterlesen
VW verkauft erstmals über acht Millionen Fahrzeuge
WOLFSBURG. Der Volkswagen-Konzern hat 2011 die Auslieferungen des Vorjahres deutlich übertroffen und erstmals über acht Millionen Fahrzeuge verkauft. Insgesamt wurden 8,16 (2010: 7,14) Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert.
Im Heimatmarkt Deutschland legte VW 2011 um 11,4 Prozent zu und lieferte 1,15 Millionen Fahrzeuge aus. In Zentral- und Osteuropa verkaufte das Unternehmen mit 548.000 (2010: 423.200) Einheiten 29,4 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr. In Russland bekamen 229.000 Kunden ein neues Fahrzeug, rund 75 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auf den asiatischen Märkten legten die Auslieferungen um 19,8 Prozent auf 2,56 (2,14) Millionen Einheiten zu. Eine Verdoppelung der Auslieferungen konnte in Indien erreicht werden. Hier verkaufte Volkswagen 111.600 Fahrzeuge, 2010 waren es nur 53.300.
Im größten Einzelmarkt China verkaufte das Unternehmen 2,25 Millionen Fahrzeuge, eine Steigerung um 17,2 Prozent.
Im Januar wurde bekannt, dass die Produktionskapazitäten in China weiter ausgebaut werden sollen. In Ningbo in der südchinesischen Provinz Zhejiang wird eine vollständige Automobilfertigung mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage entstehen. Das neue Werk soll bis 2014 fertiggestellt werden und jährlich rund 300.000 Fahrzeuge produzieren.
Hellmann öffnet neues Büro in Kaluga
MAINTAL. Hellmann East Europe hat eine neue Niederlassung in der russischen Stadt Kaluga eröffnet, rund 190 Kilometer südwestlich von Moskau. Für das deutsche Logistikunternehmen ist es neben St. Petersburg, Nishnij Nowgorod und Jelabuga bei Nabareschnyje Tschelny der vierte Standort in einem Automotive-Cluster in Russland. Außerdem gibt es in Russland bereits Niederlassungen in Moskau, Moskau-Scheremetjewo, Smolensk, Jekaterinburg und Nowosibirsk. In diesem Jahr sollen noch weitere Büros in Zentralasien hinzukommen.
Am neuen Standort in Kaluga wolle es neben der weltweiten Beschaffung und Verzollung nun auch Distributionsdienstleistungen anbieten, teilte das Unternehmen mit. Kunden könnten dabei vom weltweiten Hellmann-Netzwerk und gezielten Lösungen für den Automotive-Bereich profitieren.
Continental expandiert in Kaluga
HANNOVER/KALUGA. Der Automobilzulieferer Continental baut ein neues Reifenwerk in Kaluga, 170 Kilometer südwestlich von der russischen Hauptstadt Moskau. Rund 220 Millionen Euro wollen die Deutschen hier investieren, der Produktionsstart ist für Ende 2013 geplant, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung Anfang Juli.
Continental folgt damit anderen Fahrzeugherstellern, die bereits seit mehreren Jahren in Kaluga produzieren. „Für den neuen Standort Kaluga sprechen besonders die gute Infrastruktur, die zentrale geografische Lage sowie die guten Erfahrungen, die Continental bereits mit dem bestehenden Automotive-Elektronik-Werk in Kaluga gesammelt hat“, so Nikolai Setzer, Leiter der Pkw-Reifen-Division der Continental AG.
Das neue Werk hat Kapazitäten für zunächst rund vier Millionen später bis zu acht Reifen jährlich. Bis Ende 2013 sollen voraussichtlich rund 400 Mitarbeiter eingestellt werden.
Mit einem Investitionsaufwand von mehr als sechs Millionen Euro baut Continental außerdem im bestehenden Elektronik-Werk Kaluga, in dem überwiegend Motorsteuergeräte produziert werden, eine neue Fertigungslinie auf. Ziel ist es, damit die Produktionskapazität auf mindestens eine Million Motorsteuergeräte jährlich zu erweitern. Geplant ist, in Kaluga mehr als 120 hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.



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