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Erster russischer Unimog rollt vom Band

Der Unimog wird in Gemeinschaftsarbeit in Nabereshnyje Tschelny montiert © Mercedes

Der Unimog wird in Gemeinschaftsarbeit in Nabereshnyje Tschelny montiert © Mercedes

STUTTGART/NABERESHNYJE TSCHELNY. Bei Mercedes-Benz Trucks Vostok (MBTV), dem Joint Venture der Daimler AG mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz, rollte in Nabereshnyje Tschelny Anfang Oktober der erste Kleinlastkraftwagen Unimog U 400 vom Band.
Nach den Mercedes-Benz-Werken im deutschen Wörth und dem türkischen Akasary, ist der Standort in der russischen Teilrepublik Tatarstan die dritte Produktionsstätte des Unimog. In Nabereshnyje Tschelny erfolgt die Montage der Fahrzeuge, die Teilesätze dafür liefert das Werk in Wörth.
Das Gemeinschaftsunternehmen MBTV ist eines von zwei Joint Ventures von Mercedes-Benz Trucks und Kamaz. Seit dem zweiten Quartal 2010 erfolgt in diesem Rahmen bereits die Montage der Mercedes-Benz-Lkw Actros und Axor. Im ersten Halbjahr 2011 hat MBTV rund 1.000 Einheiten Mercedes-Benz-Lkw abgesetzt.

Daimler will Kamaz-Anteil aufstocken

Eröffnung der Mercedes-Lkw-Linie in Nabereshnye Tschelny im März © Daimler

Eröffnung der Mercedes-Lkw-Linie in Nabereshnye Tschelny im März © Daimler

NABERESHNYJE TSCHELNY. Der deutsche Autokonzern Daimler will seine Beteiligung am russischen Lastwagenhersteller Kamaz erhöhen, erklärte Daimler-Vizepräsident Hubertus Troska Ende Juni auf einer Pressekonferenz in Nabereshnye Tschelny. Derzeit verhandele man über Höhe, Preis und Zeitplan einer Aufstockung.
Daimler gehören elf Prozent von Kamaz, vier Prozent sind im Besitz der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). Den Großteil hält mit 49,9 Prozent der Staatskonzern Rostechnologii. 27,26 Prozent werden vom Investmenthaus Troika Dialog kontrolliert.
Troika-Direktor Sergej Skworzow bestätigte, dass die Bank verschiedene Varianten für den Ausstieg aus Kamaz prüfe. Bevorzugen würde man dabei einen Verkauf an Daimer, so Skworzow. Aus der Zentrale des deutschen Autobauers in Stuttgart hieß es, dass es derzeit noch kein konkretes Angebot für eine Anteilsaufstockung gebe.

 

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