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STI verlagert Kunststoffverarbeitung nach Polen

Der Standort in Gdynia übernimmt in Zukunft Teile der Produktion aus Freiensteinau © STI

Der Standort in Gdynia übernimmt Teile der Produktion © STI

FREIENSTEINAU. Die STI Vertriebs- und Industrieservice GmbH in Freiensteinau, ein Unternehmen des hessischen Verpackungs- und Displayherstellers STI Group, richtet sich neu aus. Der 1957 gegründete Standort in Freiensteinau wird zu einem Co-Packing-Center ausgebaut, teilte das Unternehmen Mitte April mit. Der Standort wird sich auf Dienstleistungen im Bereich Konfektionierung konzentrieren sowie auf die Endfertigung von Verpackungen und Displays. Die Anlagen zur Herstellung von Kunststoff-Tiefziehteilen werden in das Werk im polnischen Gdynia verlagert. Dort verfügt STI seit 2009 über eine Produktion für Langzeitdisplays und will alle Fertigungsmöglichkeiten für diesen Bereich bündeln. Die Anlagen sollen bereits ab Oktober dieses Jahres an ihrem neuen Standort in Polen produzieren.

KraussMaffei liefert Anlage für russischen Kunststoffverarbeiter

KraussMaffei rüstete den Rohrproduzenten STZ aus. © www.vzsar.ru

KraussMaffei rüstete den Rohrproduzenten STZ aus. © www.vzsar.ru

HANNOVER. Der zur Unternehmensgruppe Poliplastik gehörende Kunststoffverarbeiter Saratovskij trubnyj zavod (STZ) hat Ende Dezember eine neue Produktionslinie für Polymer-Verbundstoffe in Engels, Gebiet Saratow, in Betrieb genommen. Die Anlagen wurden von KraussMaffei Berstorff geliefert. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund zwei Millionen Euro. STZ produziert vor allem Kunststoffrohre für die Chemieindustrie, die Lebensmittelindustrie, die Wasserwirtschaft und den Energiesektor. Die Poliplastik-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Moskau.

Profine Group plant Extrusionswerk in Indien

Profine will Fensterprofile in Indien produzieren. © Kömmerling

Profine will Fensterprofile in Indien produzieren. © Kömmerling

TROISDORF. Die Profine Group, ein Hersteller von Kunststoff-Profilen für Fenster und Türen aus Troisdorf in Nordrhein-Westfalen, wird Ende 2012 ein Extrusionswerk in Indien eröffnen. Profine ist bereits seit fünf Jahren mit der Marke Kömmerling in Indien aktiv und zählt dort zu den größten Profil-Importeuren. Im neuen Werk sollen auf den indischen Markt zugeschnittene Profilsysteme hergestellt werden.„Nach der Gründung unserer Tochtergesellschaft im Jahr 2010 machen wir mit der Extrusion den nächsten Entwicklungsschritt“, sagte Albrecht P. Lange, CSO von Profine.
Die Profine GmbH beschäftigt weltweit rund 3.200 Mitarbeiter, davon 1.800 in Deutschland. Die Produktionskapazität liegt bei circa 450.000 Tonnen pro Jahr mit 28 Standorten in 21 Ländern. Produziert wird in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Russland, der Ukraine, den USA und China.

Reifenhäuser mit steigender Auftragszahl in Indien

Blasfolien-Extrusionsanlagen von Reifenhäuser © Reifenhäuser

Blasfolien-Extrusionsanlagen von Reifenhäuser © Reifenhäuser

TROISDORF. Die Reifenhäuser Gruppe aus Nordrhein-Westfalen, Marktführer im Extrusionsmaschinenbau, verzeichnete nach eigenen Angaben ihr erfolgreichstes Geschäftsjahr aller Zeiten. 2010/2011 hat der Maschinen- und Anlagenbauer demnach sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz mit einem Plus von 50 Prozent beziehungsweise zwölf Prozent Rekordergebnisse erzielt.
Besonders viele Aufträge konnte Reifenhäuser im letzten Jahr in Schwellenländern platzieren. In Indien verzeichnete das Unternehmen einen steigenden Folien-Bedarf und entsprechend einen deutlichen Anstieg des Anlagengeschäfts. Im Blasfoliensegment seien vor allem Barriereanlagen und Maschinen mit hohem Ausstoß gefragt. Die Reifenhäuser Kiefel Extrusion konnte Mother Dairy, den Hersteller von Milchprodukten aus Dehli, und die beiden indischen Marktführer in der Herstellung von Barrierefolien als neue Kunden gewinnen. Auch bei Castfilmanlagen sei die Nachfrage aus Indien deutlich gestiegen: der Trend gehe hier eindeutig in Richtung Castfilm-Polypropylen-Anlagen zur Produktion von Kaschierfolien, metallisierbaren Folien und Folien für Lebensmittelverpackungen.
Die Reifenhäuser Gruppe ist in Indien mit der Reifenhäuser India Marketing Ltd. vertreten. Zu der indischen Tochter gehören die Zentrale in Mumbai und sieben weitere Standorte im Land mit mittlerweile über 70 Mitarbeitern.

KSB weiht Armaturenwerk in China ein

Einweihungszeremonie in Changzhou: 100 Mitarbeiter fertigen dort nun Armaturen © KSB

Einweihungszeremonie in Changzhou: 100 Mitarbeiter fertigen dort nun Armaturen © KSB

FRANKENTHAL/ CHANGZHOU. Der deutsche Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat Anfang November im chinesischen Changzhou eine neue Fertigungsstätte für Absperrventile und -schieber feierlich eröffnet. Auf 45.000 Quadratmetern Fläche entstanden nach zehnmonatiger Bauzeit Werkshallen sowie ein Logistik- und Lagerzentrum.
Bereits seit Oktober fertigen rund 100 Mitarbeiter der neu gegründeten Gesellschaft KSB Valves Co., Ltd. hier Armaturen für verschiedene Anwendungsbereiche. Das Werk befindet sich im sogenannten Hi-Tech-Distrikt von Changzhou, einer stark wachsenden Industriestadt an der Ostküste Chinas in der Provinz Jiangsu.
KSB unterhält in China nun fünf Produktionswerke, sieben Vertriebsniederlassungen und vier Vertretungen sowie zwei Service-Zentren, in denen insgesamt mehr als 1.300 Menschen arbeiten.

Reifenhersteller Sibur verkauft Gummiwerk

Sibur will sich mehr aufs Kerngeschäft konzentrieren. © Sibur

Sibur will sich mehr aufs Kerngeschäft konzentrieren. © Sibur

MOSKAU. Der russische Reifenkonzern Sibur – Russkiye shiny (Sibur RS) hat sich von dem Kunststoff- und Gummiverarbeitungsunternehmen Saranskij zavod Rezinotekhnika (SZRT) getrennt. Der Konzern veräußerte seine SZRT-Mehrheitsbeteiligung von 83,11 Prozent bereits im Juni an den Eigentümer des Branchenunternehmens KurskRezinoTekhnika. Zum finanziellen Volumen der Transaktion machte Sibur RS keine Angaben.
Der Rückzug von SZRT erfolge im Rahmen der Konzernstrategie, die eine Konzentration auf das Kerngeschäft vorsieht. Branchenexperten sehen den Deal vor allem im Zusammenhang mit der von der Mutterholding Sibur seit Längerem geplanten Gründung eines Joint Ventures mit dem italienischen Reifenhersteller Pirelli und der Staatsholding RosTech.
Die in Saransk, der Hauptstadt der russischen Republik Mordwinien, ansässige SZRT produziert vor allem Schläuche, Gummiriemen und Transportbänder. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen 1,7 Milliarden Rubel (43,6 Millionen Euro) um und erzielte dabei einen Nettogewinn in Höhe von 4,4 Millionen Rubel (111.000 Euro).

 

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