
Handelsriesen wie Walmart warten seit Jahren auf einen Zugang zum Einzelhandelsmarkt in Indien © Walmart
NEU DELHI. Indiens Regierung hat die geplante Öffnung des milliardenschweren Einzelhandelssektors für internationale Handelskonzerne vorerst wieder gestoppt. Der Widerstand der indischen Einzelhändler und der Opposition war zu stark, berichtete die Nachrichtenagentur dpa.
Finanzminister Pranab Mukherjee informierte demnach die Opposition Anfang Dezember über die Kehrtwende der Regierung. Proteste gegen die geplante Öffnung des Marktes hatten mehrmals zu Unterbrechungen der Parlamentsdebatte geführt. Die Regierung von Ministerpräsident Manmohan Singh muss sich der Unterstützung ihrer Koalitionspartner versichern, um die Maßnahme noch zu retten. Doch auch in den Reihen des Regierungsbündnisses gibt es Gegner.
Der indische Handelsminister Anand Sharma hatte Ende November Regierungspläne vorgestellt, wonach Einzelhandelsketten in Zukunft auch mehrheitlich ausländischen Konzernen gehören dürfen. Mehrheitseigentum war bisher bereits erlaubt, wenn die Anbieter nur eine Marke vertrieben. Ausländische Handelskonzerne durften hingegen nicht an Endverbraucher verkaufen und mussten sich auf den Großhandel beschränken. Man erwarte sich durch den Markteintritt von Konzernen wie der US-amerikanischen Walmart-Gruppe zehn Millionen neue Arbeitsplätze in den nächsten drei Jahren und logistische Verbesserungen bei den Lieferketten. » weiterlesen



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