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Deutsche Schweißer kooperieren mit Indien

Deutsche und indische Schweißer arbeiten zusammen © DVS

Beide Seiten nach Abschluss der Vereinbarung in Indien © DVS

DÜSSELDORF/TIRUCHIRAPPALLI. Der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS) und das indische Forschungsinstitut für Fügetechnik, Welding Research Institute (WRI), haben im Januar auf der Messe SOJOM 2012 im südindischen Tiruchirappalli einen Kooperationsvertrag geschlossen. Neben gemeinsamen Forschungstätigkeiten wollen die Partner auch im Bereich Bildung und Technologie zusammenarbeiten, gemeinsame Veranstaltungen durchführen sowie einen verstärkten Wissenstransfer durch den Austausch von Fachveröffentlichungen anregen.
Nach Auskunft des WRI verzeichnet der Markt für Schweißtechnik in Indien seit 2001 ein deutliches Wachstum. Zwischen 2008 und 2010 habe es einen Entwicklungsschub bei Produktqualität und Produktionsprozessen gegeben. Kenner schätzen die Wertschöpfung der Branche in Indien auf deutlich mehr als eine Milliarde Euro jährlich. Das Forschungsinstitut sieht besonders beim Lichtbogenhandschweißen, das die Produktionsprozesse immer noch dominiert, großes Potenzial für technologische Entwicklung. Das WRI gehört zum indischen Konzern Bharat Heavy Electrical Limited (BHEL), einem der weltweit größten Unternehmen im Kraftwerks-, Anlagen- und Apparatebau mit insgesamt rund 47.000 Mitarbeitern.

PSI liefert Software für neues Walzwerk in Worsino

Mit Fertigungsleitsystemen werden Produktionsabläufe gesteuert © PSI

Mit Fertigungsleitsystemen werden Produktionsabläufe gesteuert © PSI

BERLIN. Die deutsche PSI AG wurde von einer Tochtergesellschaft des russischen Stahlproduzenten NLMK mit der Lieferung des Produktionsmanagementsystems PSI metals für ihr im Bau befindliches neues Walzwerk in Worsino in der Region Kaluga beauftragt. Die neue Produktionsstätte der KSIEMP wird eine Kapazität von 1,5 Millionen Jahrestonnen Langprodukte haben und aus einem Elektrostahlwerk mit einer achtsträngigen Gießmaschine und einem Walzwerk bestehen.
Das Steuersystem der Berliner wird mit unterschiedlichen Komponenten geliefert. PSI metals Planning soll im Stahlwerk die Schmelzen und die Sequenzen an der Gießmaschine sowie im Walzwerk die Kampagnen und die Walzreihenfolge optimieren. Die Komponente PSI metals Production & Quality will eine hohe Qualitätssicherheit und Termintreue gewährleisten. PSI metals Logistics unterstützt die Material- und Transportlogistik von der Anlieferung des Vormaterials, der Lagerung der Halbfertig- und Endprodukte bis zum Versand. PSI metals Energy regelt das Energiemanagement. Über den Auftragswert wurde nichts bekannt.

Siemens baut größte Pelletieranlage Russlands

Eisenerzpellets für den Einsatz im Hochofen © Siemens AG

Eisenerzpellets für den Einsatz im Hochofen © Siemens AG

STARYJ OSKOL. Der russische Stahlerzeuger Hüttenkombinat Nowolipezk (NLMK) hat einem Konsortium aus Siemens VAI Metals Technologies und dem finnischen Konzern Outotec Oyj den Auftrag für die Lieferung einer neuen Pelletieranlage mit einer Jahresleistung von sechs Millionen Tonnen Magnetiterz-Pellets erteilt. Die Anlage wird am Standort des zu NLMK gehörenden Bergbau- und Aufbereitungskombinats Stoilensky (SGОК) in der südrussischen Stadt Staryj Oskol errichtet. Der Auftragswert für Siemens beträgt rund 125 Millionen Euro. Die Inbetriebnahme der Pelletieranlage ist für 2014 geplant.
Das Hüttenkombinat Nowolipezk ist einer der weltweit führenden Stahlerzeuger mit Hauptstandort in Lipezk. SGOK, ein 100-prozentiges Tochterunternehmen von NLMK, war 2010 mit einem Anteil von 14 Prozent der drittgrößte Produzent von Eisenerzen in Russland.

Erholung durch steigende Metallpreise

Die russische Metallindustrie profitiert von steigenden Preisen © Severstal

Die russische Metallindustrie profitiert von steigenden Preisen © Severstal

FRANKFURT AM MAIN. Der Aufschwung der globalen Wirtschaft, die steigenden Metallpreise und die Wettbewerbsfähigkeit hinsichtlich der Kosten von vertikal integrierten Unternehmen fördern das Wachstum in der russischen Metallindustrie. Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan produzierte die russische Metallindustrie 2010 rund 76,2 Millionen Tonnen Rohmaterial. Bis zum Jahr 2017 sollen es 129 Millionen Tonnen sein. 2010 erwirtschafteten Metallurgie- und Metallprodukte über viermal so hohe Umsätze wie die Bergbauindustrie. Die Studie erfasst Eisenmetalle (Eisen und Stahl), Nichteisenmetalle (Aluminium, Kupfer und Nickel) und Edelmetalle (Gold und Silber). Die Metallindustrie ist hierbei stark von der Nachfrage seitens der großen Endverbraucherbranchen, wie das Baugewerbe, das Transportwesen, die Automobilindustrie und die Elektronikbranche, abhängig. Die Tatsache, dass sich diese Endverbraucherbranchen inzwischen wieder erholen, treibt auch die Nachfrage für Metalle voran. Große vertikal integrierte russische Unternehmen bieten dabei entscheidende Kostenvorteile. Andererseits sind sie mit verschiedenen Einschränkungen konfrontiert, wie einer geringen Inlandsnachfrage nach Metallprodukten, eskalierenden Energiekosten und fehlenden Investitionen. » weiterlesen

Rütgers gründet Joint Venture mit Severstal

Die Deutschen wollen in die Koksproduktion von Tscherepowjez investieren © Severstal

Die Deutschen wollen in die Koksproduktion von Tscherepowjez investieren © Severstal

MOSKAU. Der russische Stahlproduzent Severstal und der deutsche Chemie-Konzern Rütgers Chemicals GmbH gründen das Gemeinschaftsunternehmen Severstar. Wie Severstal Ende September mitteilte, soll das Joint Venture auf der Basis der Koksproduktion des Metallurgiekombinates Tscherepowjez entstehen, das im Gebiet Wologda beheimatet ist.
Severstal soll 49 Prozent der Anteile am Gemeinschaftsunternehmen halten. Insgesamt wollen die Partner in das Projekt 26,6 Millionen US-Dollar investieren. Das neue Unternehmen soll 2013 in Betrieb gehen. 60 Prozent der Produktion sollen exportiert werden.

ABB erhält Auftrag von indischem Stahlwerk

Der staatseigene Konzern SAIL gehört zu den größten Stahlproduzenten der Welt © SAIL

Der staatseigene Konzern SAIL gehört zu den größten Stahlproduzenten der Welt © SAIL

ZÜRICH. Der Elektrotechnikkonzern ABB hat von der Steel Authority of India Limited (SAIL) einen Auftrag für die Lieferung von Unterstationen für das Bhilai-Stahlwerk im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh erhalten. Unterstationen sind zentrale Komponenten eines Stromnetzes, die Spannungen transformieren und eine effiziente Übertragung und Verteilung der elektrischen Energie ermöglichen. SAIL will damit die zusätzliche Stromversorgung sichern, die für den geplanten Ausbau der jährlichen Produktionskapazitäten des Stahlwerks von fünf auf sieben Millionen Tonnen benötigt wird.
Das Auftragsvolumen beläuft sich auf 71 Millionen US-Dollar. ABB übernimmt die Planung, Lieferung, Installation und Inbetriebnahme im Rahmen einer schlüsselfertigen Lösung. Im Lieferumfang enthalten sind Schaltanlagen, Transformatoren, Kabel, Brandschutz- und Brandmeldeanlagen sowie weitere energietechnische Ausrüstung. Das Projekt soll 2013 abgeschlossen werden.

Deutsch-indischer Handel strebt neuen Rekord an

Deutsch-indischer Außenhandel, 1. HJ 2011; Quelle: Statistisches Bundesamt

Deutsch-indischer Außenhandel, 1. HJ 2011; Quelle: Statistisches Bundesamt

WIESBADEN. Die Halbjahresbilanz 2011 kann sich sehen lassen: Mit einem bilateralen Handelsvolumen von mehr als neun Milliarden Euro wurde das Gesamtergebnis des Jahres 2005, das bei rund 7,5 Milliarden Euro lag, schon deutlich überschritten. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 hat der deutsch-indische Handel um mehr als 26 Prozent zugelegt.
Gegenüber dem Rekordjahr 2010 hat der deutsch-indische Handel weiter Fahrt aufgenommen. Besonders deutlich haben die Importe aus Indien zugelegt. Mit dem Blick aus indischer Perspektive liegt die Steigerung der Exporte nach Deutschland voll im derzeitigen Exporttrend des Subkontinentes, der länderübergreifend Wachstumsraten um die 35 Prozent ausweist.
Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum haben die deutschen Exporte von Metallen und Metallwaren nach Indien um rund 84 Prozent zugelegt. Diese Entwicklung ist keineswegs eine Einbahnstraße: Umgekehrt konnten sich die indischen Exporte von Metallen und Metallwaren nach Deutschland mit rund 118 Prozent noch deutlicher steigern.
Auffällig bei den deutschen Exporten nach Indien sind die auf geringer Basis deutlichen Steigerungen der Ausfuhren in den Bereichen Schmuck und Gold sowie Textilien. Während sich der Goldhandel generell in einem Hoch befindet, sind es im Bereich der Textilien vor allem die technischen Textilien, die in Indien auf eine starke Nachfrage treffen.

Siemens rüstet Produktion der Evraz-Gruppe aus

Walzlinie von Siemens VAI © Siemens

Walzlinie von Siemens VAI © Siemens

LINZ. Siemens VAI Metals Technologies mit Sitz in Linz hat zwei Aufträge vom russischen Stahlproduzenten Evraz erhalten. Das österreichische Anlagenbauunternehmen wird Walzlinien für die neuen Produktionsstätten der Evraz-Gruppe in Russland und Kasachstan liefern. Das Werk in Ust-Donezk, im südrussischen Gebiet Rostow, erhält eine Produktionslinie für 450.000 Jahrestonnen Stab- und Profilstähle. In Kostanaj, Kasachstan, entsteht ein Walzwerk für Bewehrungsstähle mit einer Kapazität von ebenfalls 450.000 Tonnen pro Jahr. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 40 Millionen Euro. Beide Anlagen sollen Mitte 2013 in Betrieb genommen werden.

 

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