MOSKAU. Russlands Militärapparat sieht einer umfangreichen Aufrüstung entgegen. 23 Billionen Rubel (rund 580 Milliarden Euro) sollen in den kommenden zehn Jahren in den Verteidigungssektor fließen, kündigte Premierminister Wladimir Putin Ende Januar in einem Gastbeitrag in der Rossijskaja Gaseta an. Der Artikel ist Teil von Putins Wahlprogramm. Am 4. März geht der jetzige Premier und einstige Präsident Russlands erneut in das Rennen um das höchste Amt im Land.
Ziel seiner Militärstrategie sei es, die Staatssicherheit zu gewährleisten, erklärte Putin. Die Aufrüstung sei eine direkte Antwort auf den geplanten Raketenabwehrschirm der USA und der NATO, der eine nicht hinzunehmende Bedrohung für sein Land darstelle. Er zog historische Parallelen, als er festhielt, „die Tragödie von 1941 dürfe sich nicht wiederholen“. Damals traf der Angriff von Hitlers Armee eine schlecht ausgerüstete sowjetische Streittruppe. „Unsere Sicherheit kann nur garantiert werden, wenn das Land wirklich stark ist“, so Putin. » weiterlesen
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Putin will radikal aufrüsten
Militärausgaben dominieren Staatsetat
MOSKAU. Die russische Staatsduma hat Ende November in dritter und letzter Lesung den Staatshaushalt für 2012 und die Etatplanung für 2013 bis 2014 verabschiedet. Im kommenden Jahr sollen Haushaltseinnahmen in Höhe von 11,8 Billionen Rubel (etwa 280 Milliarden Euro) Ausgaben von 12,7 Billionen (etwa 303 Milliarden Euro) gegenüberstehen.
„Das neue Budget hat drei Schwerpunkte“, sagte Juri Wasilijew, Mitglied der Regierungspartei Jedinaja Rossija und Leiter des Duma-Haushaltsausschusses, „die Umsetzung sozialer Verpflichtungen des Staates gegenüber der Bevölkerung, die Modernisierung der Wirtschaft und die Stärkung unserer Verteidigung“.
Tatsächlich wird vor allem der Militärsektor ausgebaut – ein Drittel aller Ausgaben sind 2014 für diesen Bereich vorgesehen. In den kommenden drei Jahren steigen die Verteidigungsausgaben von 13,9 auf 18,8 Prozent und die Ausgaben für die nationale Sicherheit und den Rechtsschutz von 11,3 auf 14,2 Prozent des Staatsbudgets, wie die russische Beraterfirma FBK errechnet hat. » weiterlesen
Rheinmetall baut Trainingszentrum für russisches Heer
DÜSSELDORF. Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern ist mit seinem russischen Partner JSCo Oboronservis vom Verteidigungsministerium der Russischen Föderation beauftragt worden, ein Trainings- und Ausbildungszentrum in Mulino/Russland zu errichten. In der Wolga-Region soll bis 2014 eine der modernsten Trainingsanlagen mit simulationsgestützter Ausbildung entstehen, in der pro Jahr bis zu 30.000 Soldaten ausgebildet werden können. Das Auftragsvolumen für Rheinmetall beziffert sich einschließlich Erweiterungsoptionen auf über 100 Millionen Euro.
JSCo Oboronservis ist der Generalunternehmer im Projekt und wird die Anlage künftig für die russischen Streitkräfte als Betreibermodell führen. Rheinmetall ist mit der Entwicklung und Lieferung der Live-Gefechtssimulationsanlage beauftragt und wird zudem die Realisierung aller Gewerke in Mulino bis zu deren Inbetriebnahme überwachen und für die Einhaltung der Qualitätsstandards verantwortlich sein.



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Zwischen Faszination und Furcht
Piraten, Fälscher und Kopierer 

