LUBMIN/ZUG/MOSKAU. Der zweite Strang der Ostseepipeline ist etwa drei Wochen früher als geplant fertig verlegt. Über eine Strecke von 1.200 Kilometer führt nun eine zweite Reihe von 100.000 betonummantelten Stahlrohren auf dem Grund des Meeres vom russischen Wyborg ins deutsche Lubmin. Bevor die Leitung russisches Gas nach Europa transportieren wird, stehen noch weitere Arbeitsgänge und umfangreiche Tests an. Gazprom-Chef Alexej Miller sagte in Moskau, er rechne mit der Inbetriebnahme im Oktober dieses Jahres. Dann wird sich die Kapazität der Ostseepipeline auf 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr verdoppeln und somit ihr Maximum erreichen.
Gazprom ist mit einem Anteil von 51 Prozent Hauptakteur des Betreiberkonsortiums Nord Stream mit Sitz im Schweizerischen Zug. An dem insgesamt 7,4 Milliarden Euro teuren Projekt sind außerdem die beiden deutschen Energiekonzerne Wintershall und Eon Ruhrgas mit jeweils 15,5 Prozent sowie die niederländische Gasunie und die französische GDF Suez mit je neun Prozent beteiligt. » weiterlesen
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Zweiter Strang der Ostseepipeline verlegt
Ostseepipeline kurz vor Start
WYBORG/ZUG. Das Pipelineprojekt Nord Stream steht kurz vor der Inbetriebnahme. Anfang September startete Premierminister Wladimir Putin per Mausklick die Befüllung des ersten Leitungsstrangs mit technischem Gas. Zu der Zeremonie ohne großes Aufheben war auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in die Gaspumpstation Portowaja im Gebiet Leningrad gereist. Er hatte das Vorhaben Ostseepipeline gemeinsam mit Wladimir Putin vorangetrieben und ist heute Aufsichtsratsvorsitzender des Konsortiums Nord Stream AG, an dem der russische Gasmonopolist Gazprom 51 Prozent und die beiden deutschen Energiekonzerne Wintershall und Eon Ruhrgas jeweils 15,5 Prozent halten. Mit jeweils neun Prozent sind zudem die niederländische Gasunie und die französische GDF Suez beteiligt. » weiterlesen
Belgier steigen bei NEL-Pipeline ein
KASSEL/BRÜSSEL. Der belgische Netzbetreiber Fluxys G hat vom deutschen Erdgasversorger Wingas 19 Prozent an der Nordeuropäischen Erdgasleitung (NEL) übernommen. Die Anbindungsleitung der Ostsee-Pipeline Nord Stream verfügt über eine Transportkapazität von 20 Milliarden Kubikmetern pro Jahr und wird Erdgas von der Ostseeküste aus weiter in Richtung Westen, insbesondere nach Deutschland, Belgien, in die Niederlande, nach Frankreich sowie nach Großbritannien transportieren. An der NEL sind neben Wingas (51 Prozent) und Fluxys (19 Prozent) die niederländische Erdgastransportgesellschaft N.V. Nederlandse Gasunie (20 Prozent) und die Eon Ruhrgas AG (zehn Prozent) beteiligt. Die geplanten Investitionen für das Pipeline-Projekt belaufen sich auf rund eine Milliarde Euro. NEL wird auf einer Länge von über 440 Kilometern vom Anlandepunkt der Nord-Stream-Pipeline in Lubmin über Schwerin und Hamburg bis nach Rehden in Niedersachsen verlaufen. Die Verlegearbeiten haben im Frühling dieses Jahres begonnen. Die Inbetriebnahme der Pipeline ist für Herbst 2012 vorgesehen.
Ostseepipeline mit OPAL verbunden
LUBMIN. Die Direktverbindung zwischen den großen russischen Lagerstätten in Sibirien und dem europäischen Erdgasmarkt steht. Der erste Rohrstrang der Nord-Stream-Pipeline ist jetzt mit der Erdgasleitung OPAL (Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung) verbunden worden. Der erste Strang des Pipelinesystems könne nun wie geplant im vierten Quartal dieses Jahres in Betrieb gehen, sagte Georg Nowack, Projektleiter der Nord Stream AG für Deutschland. Auch die Anschlussleitung OPAL sei fertiggestellt, meldet die Betreibergesellschaft, OPAL Net Transport GmbH, ein Unternehmen der WINGAS-Gruppe.
Die letzte Verbindungsschweißnaht zwischen dem ersten Strang der Nord-Stream- und der OPAL-Leitung wurde Ende August auf dem Gelände der Erdgasübernahmestation in Lubmin bei Greifswald, wo die Pipeline die deutsche Küste erreicht, vorgenommen.



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