BERLIN. Verträge mit einem Volumen von drei Milliarden Euro wurden heute in Berlin zwischen deutschen und kasachischen Unternehmen unterzeichnet. Wie Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, gegenwärtig auf Staatsbesuch in Deutschland, während eines Vortrages vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gestern erklärte, sei es für Kasachstan eine große Ehre, gemeinsam mit Deutschland das Programm zu der Industrialisierung des Landes umzusetzen.
Wichtigstes Ereignis neben den 50 Vereinbarungen auf Firmenebene ist der Abschluss eines Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich. Deutschen Firmen soll so der Zugang zu Rohstoffen gesichert werden, die auf dem Weltmarkt nur eingeschränkt verfügbar sind. „Wesentlich ist, dass die Unternehmen beider Länder von der Partnerschaft profitieren“, sagte Ulrich Grillo, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), im Interview mit KASACHSTAN aktuell. » weiterlesen
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Bilaterale Abkommen im Wert von drei Milliarden Euro
Nasarbajew am 8. Februar in Berlin
BERLIN. Am 8. Februar wird in Berlin anlässlich des Besuches des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew in Deutschland das Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Kasachstan unterzeichnet. Wie Kasachstans Botschafter Nurlan Onzhanov im Gespräch mit Journalisten erklärte, werden die Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan damit auf eine neue Stufe gestellt. Deutschland erhalte exklusiven Zugang zu Rohstoffen, Kasachstan bekomme Unterstützung bei der Modernisierung des Landes und Zugang zu Technologien. Mit keinem anderen Land habe Kasachstan ein solches Abkommen bisher abgeschlossen. » weiterlesen
Staatsbesuch im Februar
BERLIN. Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew wird am 8. Februar 2012 zu einem Besuch in Deutschland erwartet. Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel soll unter anderem das Deutsch-Kasachische Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet werden.
Deutschland und Kasachstan haben sich bei Verhandlungen in Astana Mitte Oktober auf einen gemeinsamen Textentwurf geeinigt, nachdem beide Staaten im Mai 2011 ein bilaterales Memorandum of Understanding für ein Regierungsabkommen zur Rohstoffpartnerschaft unterzeichnet hatten.
Ursprünglich wollte Kasachstan das erste Land sein, mit dem Deutschland eine Rohstoffpartnerschaft abschließen wollte. Inzwischen aber wurde ein solches Dokument mit der Mongolei unterzeichnet.
Rohstoffabkommen unterschriftsreif
ASTANA/BERLIN. Deutschland und Kasachstan werden in Kürze den Vertrag zur Rohstoffpartnerschaft unterzeichnen. Bei Verhandlungen in Astana Mitte Oktober konnten sich beide Seiten auf einen Textentwurf einigen. Es wird damit gerechnet, dass Präsident Nursultan Nasarbajew noch im November zu einem Staatsbesuch nach Berlin kommen wird, um den Vertrag perfekt zu machen.
Im Mai dieses Jahres hatten Deutschland und Kasachstan ein bilaterales Memorandum of Understanding für ein Regierungsabkommen zur Rohstoffpartnerschaft unterzeichnet. Letztlich wurden die Verhandlungen auch wegen Schadensfällen bei der Exporkreditversicherung Hermes, die durch kasachische Banken verursacht wurden, verzögert. Drei Banken waren zahlungsunfähig und wurden restrukturiert oder stehen vor der Liquidation. Die Bundesregierung musste deutschen Exporteuren Entschädigungen im Umfang von rund 300 Millionen Euro auszahlen. „Solange wir keine zufriedenstellende Restrukturierung dieser Schadensfälle hinbekommen, wird der Bund mit Sicherheit keine unbeschränkten Deckungsmöglichkeiten für Kasachstan einräumen“, erklärte Euler-Hermes-Vorstand Dr. Hans Janus im OWC-Interview.
Ursprünglich wollte Kasachstan das erste Land sein, mit dem Deutschland eine Rohstoffpartnerschaft abschließen wollte. Inzwischen aber wurde ein solches Dokument mit der Mongolei unterzeichnet.
Milliardenverträge mit Südkorea unterzeichnet
ASTANA. Kasachstan hält fest am Programm zur beschleunigten Industrialisierung und geht dabei längst nicht nur in Europa auf die Suche nach Modernisierungspartnerschaften. Nachdem die aufstrebenden asiatischen Wirtschaftsmächte Indien und China in diesem Jahr bereits ihre Allianzen mit Kasachstan schmiedeten, besuchte Ende August auch Südkoreas Präsident Lee Myung-bak seinen Amtskollegen Nursultan Nasarbajew. Lee sicherte südkoreanischen Unternehmen die Beteiligung an Bauprojekten in Kasachstan im Wert von insgesamt acht Milliarden US-Dollar.
Die beiden Länder unterzeichneten ein Abkommen über den Bau zweier Kohlekraftwerke in der südkasachischen Stadt Balchasch. Beteiligt daran ist ein Konsortium, bestehend aus dem staatlichen koreanischen Energieversorger Korea Electric Power Corporation (KEPCO) und dem Mischkonzern Samsung. Der Wert des Projekts beläuft sich auf vier Milliarden Dollar. Nach der Inbetriebnahme soll das Kraftwerk sieben Prozent der Elektrizität in Kasachstan produzieren. » weiterlesen
China und Kasachstan bauen Partnerschaft aus
ASTANA. Deutschland wirbt nicht allein um Kasachstans Rohstoffe. Auch China baut seine Partnerschaft mit Kasachstan weiter aus und will den bilateralen Handel in den kommenden vier Jahren auf 40 Milliarden US-Dollar erhöhen und damit verdoppeln. Das vereinbarten der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew und sein chinesischer Amtskollege Hu Jintao anlässlich eines Treffens Mitte Juni in Kasachstan. Im Anschluss an ihre Gespräche unterzeichneten die beiden Staatschefs eine gemeinsame Erklärung für den Aufbau einer umfassenden strategischen chinesisch-kasachischen Partnerschaft. Außerdem haben beide Länder ein Abkommen zum Währungstausch in Höhe von einer Milliarde US-Dollar unterzeichnet. Damit soll einerseits der Wechselkurs zwischen der kasachischen Währung Tenge und dem Yuan stabilisiert werden, andererseits will China damit seiner Währung mehr internationales Gewicht verleihen. » weiterlesen



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