ASTANA. Eine Unternehmensdelegation unter Leitung von Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel besucht in dieser Woche Kasachstan. Während der Reise in die Hauptstadt Astana und das Wirtschaftszentrum Almaty sind Gespräche mit hochrangigen Vertretern aus Politik und Wirtschaft geplant. Die Delegation umfasst Vertreter der IHK, der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und von bayerischen Unternehmen aus den Bereichen Bau und Infrastruktur, Rohstoffversorgung, Medizin und Lebensmittelverarbeitung.
In Astana werden Gespräche mit Regierungsvertretern im Vordergrund stehen, in Almaty geht es darum, Kontakte zur kasachischen Wirtschaft aufzubauen und zu stärken. „Wir wollen uns mit unseren Projekten aktiv in die vor Kurzem geschlossene deutsch-kasachische Technologie- und Rohstoffpartnerschaft einbringen“, sagte Hessel zum Auftakt der Reise Ende Februar. » weiterlesen
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Bayerische Delegation zu Besuch in Astana und Almaty
Bilaterale Abkommen im Wert von drei Milliarden Euro
BERLIN. Verträge mit einem Volumen von drei Milliarden Euro wurden heute in Berlin zwischen deutschen und kasachischen Unternehmen unterzeichnet. Wie Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew, gegenwärtig auf Staatsbesuch in Deutschland, während eines Vortrages vor Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Medien in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik gestern erklärte, sei es für Kasachstan eine große Ehre, gemeinsam mit Deutschland das Programm zu der Industrialisierung des Landes umzusetzen.
Wichtigstes Ereignis neben den 50 Vereinbarungen auf Firmenebene ist der Abschluss eines Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich. Deutschen Firmen soll so der Zugang zu Rohstoffen gesichert werden, die auf dem Weltmarkt nur eingeschränkt verfügbar sind. „Wesentlich ist, dass die Unternehmen beider Länder von der Partnerschaft profitieren“, sagte Ulrich Grillo, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Metalle (WVM) und Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), im Interview mit KASACHSTAN aktuell. » weiterlesen
Deutsche Industrie gründet Allianz zur Rohstoffsicherung
BERLIN. Die Rohstoffbeschaffung ist für deutsche Unternehmen in den zurückliegenden Jahren sehr viel komplexer und schwieriger geworden. Die Industrie befürchtet Engpässe und geht nun in die Offensive. Zwölf deutsche Konzerne haben mit dem Aufbau der „Allianz zur Rohstoffsicherung“ begonnnen und finanzieren deren Gründungsphase: Aurubis, BASF, Bayer, BMW, Chemetall, Daimler, Evonik Industries, Georgsmarienhütte Holding, Bosch, Stahl-Holding-Saar, ThyssenKrupp und Wacker Chemie. „Wir arbeiten gemeinsam an dem Aufbau eines schlagkräftigen Unternehmens, das die Rohstoffsicherheit Deutschlands nachhaltig verbessern soll“, sagte Ulrich Grillo, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ende Januar in Berlin am Rande eines ersten Treffens der Unterstützerunternehmen. „Die Allianz hat den Aufbau von Beteiligungen an Rohstoffprojekten zum Ziel, um so die Versorgung der Industrie mit Rohstoffen langfristig zu verbessern. Sie steht weiteren Unternehmen offen“, so Grillo. » weiterlesen
Nasarbajew am 8. Februar in Berlin
BERLIN. Am 8. Februar wird in Berlin anlässlich des Besuches des kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew in Deutschland das Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Kasachstan unterzeichnet. Wie Kasachstans Botschafter Nurlan Onzhanov im Gespräch mit Journalisten erklärte, werden die Beziehungen zwischen Deutschland und Kasachstan damit auf eine neue Stufe gestellt. Deutschland erhalte exklusiven Zugang zu Rohstoffen, Kasachstan bekomme Unterstützung bei der Modernisierung des Landes und Zugang zu Technologien. Mit keinem anderen Land habe Kasachstan ein solches Abkommen bisher abgeschlossen. » weiterlesen
Staatsbesuch im Februar
BERLIN. Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew wird am 8. Februar 2012 zu einem Besuch in Deutschland erwartet. Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel soll unter anderem das Deutsch-Kasachische Regierungsabkommen über die Partnerschaft im Rohstoff-, Industrie- und Technologiebereich unterzeichnet werden.
Deutschland und Kasachstan haben sich bei Verhandlungen in Astana Mitte Oktober auf einen gemeinsamen Textentwurf geeinigt, nachdem beide Staaten im Mai 2011 ein bilaterales Memorandum of Understanding für ein Regierungsabkommen zur Rohstoffpartnerschaft unterzeichnet hatten.
Ursprünglich wollte Kasachstan das erste Land sein, mit dem Deutschland eine Rohstoffpartnerschaft abschließen wollte. Inzwischen aber wurde ein solches Dokument mit der Mongolei unterzeichnet.
Rohstoffabkommen unterschriftsreif
ASTANA/BERLIN. Deutschland und Kasachstan werden in Kürze den Vertrag zur Rohstoffpartnerschaft unterzeichnen. Bei Verhandlungen in Astana Mitte Oktober konnten sich beide Seiten auf einen Textentwurf einigen. Es wird damit gerechnet, dass Präsident Nursultan Nasarbajew noch im November zu einem Staatsbesuch nach Berlin kommen wird, um den Vertrag perfekt zu machen.
Im Mai dieses Jahres hatten Deutschland und Kasachstan ein bilaterales Memorandum of Understanding für ein Regierungsabkommen zur Rohstoffpartnerschaft unterzeichnet. Letztlich wurden die Verhandlungen auch wegen Schadensfällen bei der Exporkreditversicherung Hermes, die durch kasachische Banken verursacht wurden, verzögert. Drei Banken waren zahlungsunfähig und wurden restrukturiert oder stehen vor der Liquidation. Die Bundesregierung musste deutschen Exporteuren Entschädigungen im Umfang von rund 300 Millionen Euro auszahlen. „Solange wir keine zufriedenstellende Restrukturierung dieser Schadensfälle hinbekommen, wird der Bund mit Sicherheit keine unbeschränkten Deckungsmöglichkeiten für Kasachstan einräumen“, erklärte Euler-Hermes-Vorstand Dr. Hans Janus im OWC-Interview.
Ursprünglich wollte Kasachstan das erste Land sein, mit dem Deutschland eine Rohstoffpartnerschaft abschließen wollte. Inzwischen aber wurde ein solches Dokument mit der Mongolei unterzeichnet.
Visafreier Verkehr für OECD-Bürger ab 2012
BERLIN. Kasachstan will ab 2012 die Visapflicht für alle OECD-Bürger aufheben. Das kündigte Außenminister Jerschan Kasychanow bei einem Gespräch mit Journalisten während seines Berlinbesuches Ende Juli an. „Wir haben klare Instruktionen von unserem Präsidenten, Erleichterungen für den Reiseverkehr zu erlangen“, sagte Kasychanow. Man wolle die EU-Mitglieder ermutigen, den Reiseverkehr zwischen den Bürgern der Europäischen Union und Kasachstan ebenfalls zu erleichtern. Sollte das nicht gelingen, so der Außenminister, werde man auch zu einseitigen Schritten bereit sein.
Ende Juni haben Kasachstan und die EU Verhandlungen über ein neues Partnerschafts- und Kooperationsabkommen aufgenommen. 47 Prozent des Außenhandels realisiert Kasachstan mit der EU, ein Drittel der ausländischen Investitionen werden von EU-Unternehmen getätigt. Allein 2010 flossen nach Angaben von Kasychanow 10,8 Milliarden US-Dollar aus Europa nach Kasachstan. Wie der Außenminister weiter erklärte, will Kasachstan europäischen Konventionen auf rechtlichem Gebiet beitreten. » weiterlesen
Der Rohstoffpartnerschaft einen Schritt näher
BERLIN. Deutschland und Kasachstan sind ihrer geplanten Rohstoffpartnerschaft einen Schritt näher gekommen. Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Philipp Rösler, und der stellvertretende Premierminister und Minister für Industrie und Neue Technologien Kasachstans, Aset Issekeshev, haben gestern in Berlin eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, die in einem Regierungsabkommen münden soll. „Unsere Wirtschaft braucht Rohstoffe, damit sie ihren Erfolgskurs fortsetzen kann. Der heutige Abschluss eines Memorandum of Understanding für eine Rohstoffpartnerschaft ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung unserer Strategie“, erklärte Rösler.
Zu den vorgesehenen Schwerpunkten der Zusammenarbeit mit Kasachstan gehören die Verbesserung der Rohstoff- und Ressourceneffizienz, die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards bei der Rohstoffgewinnung und -aufbereitung, der Aufbau von Industrieclustern einschließlich der Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten sowie die Verbesserung des Investitions- und Innovationsklimas.
Die hochrangige kasachische Delegation nahm auch an der Sitzung des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsrats und des Deutsch-Kasachischen Wirtschaftsforums in Berlin teil.



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