MOSKAU. Ende Oktober hat die russische Eisenbahngesellschaft RZD ihre Frachttochter OAO Perwaja grusowaja kompanija (PGK) versteigert. Der Anteil von 75 Prozent minus zwei Aktien wurde in einer offenen Auktion in Moskau verkauft. Bieten durften in Russland eingetragene juristische Personen, die keine Staatsunternehmen und finanziell stabil sind sowie Erfahrungen mit dem Betrieb von Schienenbeförderungsmitteln haben. Das Aktienpaket der OAO PGK wurde für 125,5 Milliarden Rubel (rund 2,98 Milliarden Euro) verkauft. Den Zuschlag erhielt die Nesawisimaja transportnaja kompanija (NTK). Organisiert wurde die Auktion von der TransCreditBank.
Die PGK wurde 2007 im Rahmen der russischen Bahnreform gegründet und ist mittlerweile der größte Anbieter von Schienentransporten in Russland. Aktuell verfügt PGK über mehr als 200.000 unterschiedliche Schienentransportmittel und besitzt 22 Prozent am gesamten Waggonbestand in Russland.
2010 hat das Transportunternehmen 302,3 Millionen Tonnen Güter befördert und mit einem Betriebsergebnis von 103,5 Milliarden Rubel (2,46 Milliarden Euro) abgeschlossen.
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Bahn versteigert Güter-Tochter PGK
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Siemens schließt neue Verträge mit der RZD
MÜNCHEN. Die Russische Eisenbahn (RZD) hat weitere Regionalzüge vom Typ Desiro RUS bei Train Technologies bestellt, einem Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und dem russischen Bahntechnikhersteller Sinara. Der Auftrag, für den im Juni dieses Jahres bereits ein Vorvertrag unterzeichnet worden war, umfasst die Lieferung von 1.200 Wagen und hat einen Wert von rund zwei Milliarden Euro. Die neuen Züge sollen ab 2013 im Werk von Ural Locomotives nahe Jekaterinburg gebaut werden. Dort fertigt Siemens im Joint Venture mit Sinara bereits seit 2010 elektrische Güterlokomotiven. Mehr als 200 Millionen Euro will Siemens in den Aufbau der Desiro-Produktion investieren.
Außerdem hat Siemens von der RZD den Auftrag erhalten, ab 2013 für die Dauer von 40 Jahren die Instandhaltung von 54 Zügen des gleichen Typs zu übernehmen, die das Bahnunternehmen bereits 2009 und 2010 bestellt hatte. Der Wartungsvertrag hat einen Wert von etwa 500 Millionen Euro.



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