WORONESCH. Der deutsche Mischkonzern Siemens eröffnete Ende Februar eine Produktionsstätte für Transformatoren in Woronesch, knapp 500 Kilometer südwestlich von Moskau. Die Investitionssumme beträgt laut Unternehmensangaben 50 Millionen Euro. Mit einer Gesamtfläche von 16.500 Quadratmeter ist es nach einer Bauzeit von etwa 1,5 Jahren das erste Werk in der neuen Industriezone des Gebietes Woronesch. Rund 400 Mitarbeiter sollen dort Leistungstransformatoren für Spannungsklassen bis zu 220 Kilovolt sowie Transformatoren für Lokomotiven und Züge produzieren.
Siemens habe bereits Abnehmerverträge mit Betrieben in Woronesch geschlossen, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Aber auch mit örtlichen Zulieferern seien Vereinbarungen getroffen, um die Lokalisierung der Produktion voranzutreiben.
Gleichzeitig gab Siemens bekannt, dass es in Sotschi eine Wartungsstätte für die Regionalzüge bauen werde, die der Konzern der Russischen Bahn liefert. 54 Schnellzüge des Typs Desiro sollen während der Olympischen Winterspiele 2014 Sportler und Zuschauer befördern.
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Siemens eröffnet Transformatorenwerk in Woronesch
Siemens eröffnet zwei neue Werke in Goa
MÜNCHEN. An seinem Standort im indischen Bundesstaat Goa hat Siemens Infrastructure & Cities Ende Januar zwei neue Produktionsstätten eröffnet. Insgesamt hat der deutsche Multikonzern dafür rund 28 Millionen Euro ausgegeben. Beide Werke sind mit einer eigenen Abteilung für Forschung und Entwicklung ausgestattet.
In das Werk für Netzautomatisierungs-Komponenten hat Siemens in der ersten Ausbaustufe rund 20 Millionen Euro investiert. Derzeit arbeiten dort rund 90 Mitarbeiter. Langfristig ist geplant, rund 500 Menschen zu beschäftigen. Die in Indien entwickelten Komponenten für die Automatisierung von Stromversorgungsnetzen sind für den indischen und künftig auch für den weltweiten Markt gedacht. In der zweiten Ausbaustufe soll die Bandbreite der Entwicklung und Produktion ausgeweitet werden.
In dem Werk für Mittelspannungstechnik fertigt Siemens für den indischen Markt gasisolierte Schaltanlagen für den Aufbau von Mittelspannungsnetzen, sowie Kompaktstationen für Stromverteilungsnetze und den Windenergiebereich. Siemens hat rund 7,5 Millionen Euro in das Werk investiert und beschäftigt dort etwa 120 Menschen.
Gasturbinen-Produktion in St. Petersburg
ERLANGEN. Siemens wird sein globales Fertigungsnetz für Gasturbinen ausbauen. Dazu hat der Konzern Anfang Dezember mit dem russischen Partner Power Machines ein Joint Venture unter der Bezeichnung Siemens Gas Turbine Technologies gegründet, an dem Siemens 65 Prozent und Power Machines die weiteren Anteile hält. In dem russischen Gemeinschaftsunternehmen ist der Bau einer lokalen Produktionsstätte vorgesehen. „Wir wollen rund 275 Millionen Euro in unseren neuen Gasturbinenstandort in St. Petersburg investieren und somit 500 Arbeitsplätze schaffen. Ab 2014 werden wir dort hochmoderne und effiziente Gasturbinen für den wachsenden Markt in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fertigen“, sagte Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Siemens-Sektors Energy. Der Standort soll neben Produktion, Service und Vertrieb auch Forschung und Entwicklung beinhalten.
Das Joint Venture kann direkt starten, da die zuständigen Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung bereits erteilt haben. Siemens arbeitet in Russland seit mehr als 20 Jahren mit Power Machines im Kraftwerksgeschäft zusammen. Das neue Joint Venture löst das als Interturbo bekannte bisherige Gemeinschaftsunternehmen ab, an dem Siemens einen Minderheitenanteil von 45 Prozent hielt.
Das Engagement in St. Petersburg ist Teil der Pläne von Siemens, in Russland bis Ende 2014 durch Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro 4.000 Stellen zu schaffen.
Deutsche Industrie setzt zum Jahresendspurt an
BERLIN. Kurz vor dem Jahreswechsel zeigt sich die deutsche Wirtschaft bei ihrem Russlandengagement besonders aktiv. Der bilaterale Handelsumsatz könnte 2011 die Marke von 70 Milliarden Euro überschreiten, schätzt die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer Ende November – das wären noch einmal zwölf Milliarden mehr als im Rekordjahr 2008. 54 Milliarden Euro waren nach den ersten drei Quartalen bereits erreicht. Zudem vermeldeten gleich drei Industrieunternehmen und ein Technik- und Serviceanbieter in den vergangenen Tagen bedeutende Vorhaben im Osten. » weiterlesen
Siemens will Milliarden in Russland investieren
MÜNCHEN. Die Siemens AG will in den kommenden drei Jahren zusammen mit ihren Partnern eine Milliarde Euro in Russland investieren, erklärte der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher in der Jahressitzung des Foreign Investment Advisory Councils mit Ministerpräsident Wladimir Putin in Moskau Mitte Oktober. Mit rund 700 Millionen Euro entfällt ein Großteil der Investitionen auf den Zukunftsmarkt Energie. Mehr als die Hälfte davon sollen in neue Fertigungsanlagen für effiziente Gasturbinen und in den Ausbau des Servicegeschäfts fließen.
Im Bereich erneuerbarer Energien sollen eine neue Produktionsstätte für Windenergieanlagen und eine Rotorblattfertigung errichtet werden, wofür Investitionen von insgesamt rund 120 Millionen Euro vorgesehen sind. Darüber hinaus ist geplant, etwa 115 Millionen Euro in eine lokale Transformatorenproduktion sowie in Fertigungen für Hochspannungsprodukte in Woronesh zu investieren.
Im Bereich Bahntechnik gründete Siemens im vergangenen Jahr mit der russischen Sinara Group ein Gemeinschaftsunternehmen, das in Jekaterinburg Güterlokomotiven und Regionalzüge herstellt. Nun sollen die lokalen Produktionskapazitäten, insbesondere für die Fertigung der Regionalzüge, mit Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro deutlich ausgebaut werden.
Siemens-Joint-Venture eröffnet neue Fertigung

Industrieverdichter kommen unter anderem zur Abkühlung von Erdgas in LNG-Anlagen zum Einsatz © Siemens
ERLANGEN. RusTurboMash LLC, ein Joint Venture von Siemens Energy und dem russischen Hersteller von Ausrüstungen für die Gasindustrie, Iskra-Avigaz, hat Ende September eine neue Verdichterfertigung in der russischen Stadt Perm eröffnet. Siemens hält 51 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen, Iskra-Avigaz die restlichen Anteile. Die Investitionssumme der beiden Unternehmen beläuft sich auf 60 Millionen Euro. In den kommenden Monaten soll zunächst die Produktion von Komponenten für kleine Verdichter schrittweise beginnen. Ende 2012 soll die Anlage dann komplette Verdichter fertigen. Bis zu 250 neue Arbeitsplätze werden entstehen.Der neue Produktionsstandort in Perm wird Verdichter liefern, die in einem Antriebsbereich zwischen 6,3 und 32 Megawatt Leistung liegen. Die ersten Maschinen sollen für eine Verdichterstation des wichtigsten Kunden Gazprom geliefert und installiert werden.
Siemens schließt neue Verträge mit der RZD
MÜNCHEN. Die Russische Eisenbahn (RZD) hat weitere Regionalzüge vom Typ Desiro RUS bei Train Technologies bestellt, einem Gemeinschaftsunternehmen von Siemens und dem russischen Bahntechnikhersteller Sinara. Der Auftrag, für den im Juni dieses Jahres bereits ein Vorvertrag unterzeichnet worden war, umfasst die Lieferung von 1.200 Wagen und hat einen Wert von rund zwei Milliarden Euro. Die neuen Züge sollen ab 2013 im Werk von Ural Locomotives nahe Jekaterinburg gebaut werden. Dort fertigt Siemens im Joint Venture mit Sinara bereits seit 2010 elektrische Güterlokomotiven. Mehr als 200 Millionen Euro will Siemens in den Aufbau der Desiro-Produktion investieren.
Außerdem hat Siemens von der RZD den Auftrag erhalten, ab 2013 für die Dauer von 40 Jahren die Instandhaltung von 54 Zügen des gleichen Typs zu übernehmen, die das Bahnunternehmen bereits 2009 und 2010 bestellt hatte. Der Wartungsvertrag hat einen Wert von etwa 500 Millionen Euro.
Siemens: Joint Venture mit Power Machines
ERLANGEN. Siemens will zusammen mit dem russischen Unternehmen Power Machines OJSC binnen der nächsten Monate ein Gasturbinen-Joint Venture gründen, an dem Siemens 65 Prozent und Power Machines den Rest der Anteile halten soll. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in St. Petersburg soll für Entwicklung, Fertigung und den Service von Gasturbinen in Russland und den anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) tätig sein. Nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen soll das Gemeinschaftsunternehmen anlaufen.
Die Partner bündeln in dem Joint Venture die Engineering- und Technologie-Kompetenz von Siemens mit den Fertigungskapazitäten von Power Machines. Im Gegenzug trennt sich Siemens von seiner Beteilung in Höhe von 25 Prozent plus einer Aktie an Power Machines und gibt diese an den Mehrheitseigner Highstat Ltd. ab.



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