MOSKAU. Russland will mit dem Bau der Gaspipeline South Stream früher als geplant beginnen. Die neue Leitung, die jährlich 63 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa bringen soll, wird nun bereits ab Dezember dieses Jahres entstehen, und nicht erst ab 2013, kündigte der Energiekonzern Gazprom Freitag in Moskau an.
Ende Dezember hatte die Türkei Gazprom grünes Licht für die Verlegung der Erdgasleitung durch das Schwarze Meer gegeben und somit die letzte Hürde für das Projekt aus dem Wege geräumt.
35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen sollen durch die Pipeline nach Europa fließen. An dem Projekt sind neben Gazprom (50 Prozent) auch der italienische Energiekonzern Eni (20 Prozent), der französische EdF (15 Prozent) und die deutsche Wintershall Holding (15 Prozent) beteiligt. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 15,5 Milliarden Euro. South Stream gilt als ein Konkurrenzprojekt zu der von der Europäischen Union favorisierten Gaspipeline Nabucco.
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Baubeginn für South Stream früher als geplant
Türkei genehmigt South-Stream-Pipeline

Botaş-Chef Senel, der türkische Außenminister Yildiz, Premierminister Putin und Gazprom-CEO Miller (v.l.n.r.) © Gazprom
MOSKAU. Die Türkei hat zum Jahresende 2011 den Bau der russischen Gaspipeline South Stream durch ihre Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer genehmigt. Im Gegenzug sicherte Russland der Türkei langfristige Gaslieferungen bis 2025 zu. Die Baugenehmigung gilt als wichtiger Schritt bei dem Milliardenprojekt, das in Konkurrenz zu dem von der Europäischen Union forcierten Vorhaben Nabucco steht.
Nun will Russland den Bau des Pipelineprojekts beschleunigen. Im Auftrag von Ministerpräsident Wladimir Putin beginnt der Staatskonzern Gazprom nicht wie bisher geplant 2013, sondern bereits Ende dieses Jahres mit dem Bau des Seeabschnittes der Rohrleitung. Mit der Inbetriebnahme rechnet Gazprom-Chef Alexej Miller bereits Mitte 2015. » weiterlesen
Ostseepipeline kurz vor Start
WYBORG/ZUG. Das Pipelineprojekt Nord Stream steht kurz vor der Inbetriebnahme. Anfang September startete Premierminister Wladimir Putin per Mausklick die Befüllung des ersten Leitungsstrangs mit technischem Gas. Zu der Zeremonie ohne großes Aufheben war auch Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in die Gaspumpstation Portowaja im Gebiet Leningrad gereist. Er hatte das Vorhaben Ostseepipeline gemeinsam mit Wladimir Putin vorangetrieben und ist heute Aufsichtsratsvorsitzender des Konsortiums Nord Stream AG, an dem der russische Gasmonopolist Gazprom 51 Prozent und die beiden deutschen Energiekonzerne Wintershall und Eon Ruhrgas jeweils 15,5 Prozent halten. Mit jeweils neun Prozent sind zudem die niederländische Gasunie und die französische GDF Suez beteiligt. » weiterlesen



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