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Standort St. Petersburg: Weiße Ware ohne Cluster

St. Petersburg gehört neben Tallinn und Helsinki zu den wichtigsten Städten am Finnischen Meerbusen © OWC

Am Zipfel des Finnischen Meerbusen: St. Petersburg © OWC

Mit der Ansiedlung internationaler Automobilkonzerne ist in St. Petersburg ein neuer Wirtschaftszweig entstanden. Moderne Technologien sollen das Image der Stadt prägen. Auch deutsche Kfz-Hersteller werden jetzt aktiv. Insgesamt haben 300 deutsche Firmen Niederlassungen im Norden Russlands – doch zeigen sie sich zurückhaltend bei Investitionen, nur wenige produzieren. In den beiden Sonderwirtschaftszonen vor den Toren der Stadt geht der Betrieb nur langsam los. Für den Standort im Norden sprechen dennoch überzeugende Argumente: im Vergleich zu Moskau sind die Preise moderat und die Anbindung ans Wasser ist unschlagbar. » weiterlesen

Kemper liefert an russischen Waggonbauer

Absaug- und Filteranlage dienen unter anderem der Arbeitssicherheit © Kemper

Absaug- und Filteranlage dienen unter anderem der Arbeitssicherheit © Kemper

VREDEN/ST. PETERSBURG. Der deutsche Anlagenbauer Kemper GmbH hat einen Millionenauftrag aus Russland erhalten. Bis Februar 2012 liefert das Unternehmen aus dem westfälischen Vreden mehr als 70 Filtersysteme an einen Waggonbauer aus dem Großraum St. Petersburg. Das Gesamtvolumen des Auftrags beläuft sich nach Firmenangaben auf deutlich über eine Million Euro. Um welchen Abnehmer es sich namentlich handelt, wollen die Deutschen erst nach der Zustellung der Systeme, die insbesondere dem Arbeitsschutz dienen, angeben.
Mit dem Waggonbauer Promtractor aus der Teilrepublik Tschuwaschien ist es der zweite Großkunde aus Russland für Kemper.

Gasturbinen-Produktion in St. Petersburg

In St. Petersburg sollen ab 2014 hochmoderne Gasturbinen gefertigt werden. © Siemens

In St. Petersburg sollen ab 2014 hochmoderne Gasturbinen gefertigt werden. © Siemens

ERLANGEN. Siemens wird sein globales Fertigungsnetz für Gasturbinen ausbauen. Dazu hat der Konzern Anfang Dezember mit dem russischen Partner Power Machines ein Joint Venture unter der Bezeichnung Siemens Gas Turbine Technologies gegründet, an dem Siemens 65 Prozent und Power Machines die weiteren Anteile hält. In dem russischen Gemeinschaftsunternehmen ist der Bau einer lokalen Produktionsstätte vorgesehen. „Wir wollen rund 275 Millionen Euro in unseren neuen Gasturbinenstandort in St. Petersburg investieren und somit 500 Arbeitsplätze schaffen. Ab 2014 werden wir dort hochmoderne und effiziente Gasturbinen für den wachsenden Markt in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten fertigen“, sagte Michael Süß, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO des Siemens-Sektors Energy. Der Standort soll neben Produktion, Service und Vertrieb auch Forschung und Entwicklung beinhalten.
Das Joint Venture kann direkt starten, da die zuständigen Wettbewerbsbehörden ihre Zustimmung bereits erteilt haben. Siemens arbeitet in Russland seit mehr als 20 Jahren mit Power Machines im Kraftwerksgeschäft zusammen. Das neue Joint Venture löst das als Interturbo bekannte bisherige Gemeinschaftsunternehmen ab, an dem Siemens einen Minderheitenanteil von 45 Prozent hielt.
Das Engagement in St. Petersburg ist Teil der Pläne von Siemens, in Russland bis Ende 2014 durch Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro 4.000 Stellen zu schaffen.

GUS-Staaten unterzeichnen Freihandelsabkommen

Die Regierungschefs der GUS-Staaten bei einem Treffen in St. Petersburg

Die Regierungschefs der GUS-Staaten bei einem Treffen in St. Petersburg © pm.kz

ST. PETERSBURG. Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) will die Barrieren für den Handel innerhalb der Gemeinschaft beseitigen. Dazu haben acht der elf Mitgliedstaaten Mitte Oktober bei einem Treffen der GUS-Regierungschefs in St. Petersburg ein Freihandelsabkommen abgeschlossen: Russland, Ukraine, Belarus, Kasachstan, Armenien, Kirgisistan, Moldawien und Tadschikistan einigten sich auf den Verzicht auf Ein- und Ausfuhrzölle für verschiedene Güter.
Die übrigen drei GUS-Länder – Usbekistan, Aserbaidschan und Turkmenistan – unterzeichneten das Abkommen zunächst nicht. Sie wollen sich bis Jahresende entscheiden, ob sie der Freihandelszone beitreten, berichtete RIA Novosti.
Bereits 1994 hatte die GUS-Mitgliedsländer einen Vertrag über eine Freihandelszone unterzeichnet. Aber das Dokument wurde von mehreren Ländern, darunter von Russland, nicht ratifiziert und trat nie in Kraft. An dem neuen Dokument wurde Russlands Premier Wladimir Putin zufolge zehn Jahre lang gearbeitet.

BLG Logistic gründet Joint Venture mit Fesco

FESCO-Präsident Sergej Generalow und BLG-Vorstandsvorsitzender Detthold Aden sind sich einig © BLG

FESCO-Präsident Generalow und BLG-Vorstandsvorsitzender Aden sind sich einig © BLG

BREMEN/ST. PETERSBURG. Die BLG Logistic Group aus Bremen und das russische Transport- und Logistikunternehmen Fesco haben Mitte Oktober einen Vertrag über die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterzeichnet. Die geplante Beteiligungsgesellschaft soll Logistiklösungen für die russische Automobilindustrie entwickeln. Die Anfangsinvestition für das Projekt betrage zehn Millionen Euro, erklärte die BLG. Das neue Joint Venture wolle sich auch dem Fahrzeugumschlag in St. Petersburg widmen. In Kooperation mit dem JSC Sea Port of St. Petersburg ist dort auf einer Gesamtfläche von 95.000 Quadratmetern ein Volumen von 60.000 Einheiten pro Jahr geplant. Für die Fahrzeugtransporte stehe eine Flotte von 31 Lkw zur Verfügung.

Sachsen suchen neue Projekte in St. Petersburg

Tillich und Poltawtschenko wollen noch enger zusammenarbeiten © momentphoto.de/Bonss

Tillich und Poltawtschenko wollen noch enger zusammenarbeiten © momentphoto.de/Bonss

DRESDEN/ST. PETERSBURG. Die 70-köpfige Wirtschaftsdelegation unter Führung des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich kam von ihrem viertägigen Besuch Anfang Oktober in St. Petersburg ohne neue Verträge zurück. Eine so zufriedene Unternehmerdelegation habe er trotzdem noch nicht gesehen, sagte Tillich an der Newa. Zwar seien keine „Megaprojekte“ unterzeichnet worden. Es habe sich aber gezeigt, dass das Know-how aus Sachsen sehr gefragt sei. Sächsische Unternehmen konnten im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 718 Millionen Euro nach Russland verkaufen. „200 Millionen mehr als noch im Jahr 2009“, so Tillich, dessen Reise auch im Zeichen der 50-jährigen Städtepartnerschaft zwischen Dresden und St. Petersburg stand. » weiterlesen

St. Petersburg: Damm schließt Umgehungsstraße

Putin bei der Besichtigung der 25-Kilometer-Anlage © Government.ru

Putin bei der Besichtigung der 25-Kilometer-Anlage © Government.ru

ST. PETERSBURG. In St. Petersburg weihte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin Mitte August einen riesigen neuen Schutzdamm ein. Die 25 Kilometer lange Anlage über den Finnischen Meerbusen soll die Stadt an der Newa vor Überschwemmungen seitens der Ostsee schützen und schließt zu dem die Lücke in der Ringstraße zur Umgehung der Millionenmetropole.
Putin sprach bei der Eröffnungszeremonie von einem historischen Ereignis. Immerhin hatte die Stadt, die damals noch Leningrad hieß, bereits 1979 mit dem Bau begonnen. In den 90er Jahre wurden die Arbeiten aus Geldmangel unterbrochen und konnten erst 2006 wieder aufgenommen werden. Nach offiziellen Angaben belaufen sich die Gesamtkosten auf 109 Milliarden Rubel (etwa 2,7 Milliarden Euro).

Siemens: Joint Venture mit Power Machines

Endmontage einer Siemens-Gasturbine © Siemens AG

Endmontage einer Siemens-Gasturbine © Siemens AG

ERLANGEN. Siemens will zusammen mit dem russischen Unternehmen Power Machines OJSC binnen der nächsten Monate ein Gasturbinen-Joint Venture gründen, an dem Siemens 65 Prozent und Power Machines den Rest der Anteile halten soll. Das Gemeinschaftsunternehmen mit Sitz in St. Petersburg soll für Entwicklung, Fertigung und den Service von Gasturbinen in Russland und den anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) tätig sein. Nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen soll das Gemeinschaftsunternehmen anlaufen.
Die Partner bündeln in dem Joint Venture die Engineering- und Technologie-Kompetenz von Siemens mit den Fertigungskapazitäten von Power Machines. Im Gegenzug trennt sich Siemens von seiner Beteilung in Höhe von 25 Prozent plus einer Aktie an Power Machines und gibt diese an den Mehrheitseigner Highstat Ltd. ab.

 

Zufrieden mit dem Wanderfalken

Der Sapsan im Bahnhof von Nishnij Nowgorod © RŽD

Der Sapsan im Bahnhof von Nishnij Nowgorod © RŽD

MOSKAU. Die russische Eisenbahngesellschaft RŽD zog Anfang August eine positive Bilanz für ihre Hochgeschwindigkeitsstrecken: Die Sapsan-Züge zwischen Moskau und Nishnij Nowgorod sind seit einem Jahr unterwegs und haben in dieser Zeit 511.000 Passagiere befördert – eine durchschnittliche Auslastung von 70,8 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung auf den Strecken Moskau-St. Petersburg-Nishnij Nowgorod sowie Nishnij Nowgorod-Moskau-St. Petersburg betrug mehr als 83,5 Prozent. Seit der Inbetriebnahme der ersten Sapsan-Züge im Dezember 2009 wurden mehr als 3,5 Millionen Passagiere auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken der russischen Bahn befördert. » weiterlesen

Licht und Schatten in St. Petersburg

Medwedjew eröffnet das Wirtschaftsforum in St. Petersburg © Kremlin.ru

Medwedjew eröffnet das Wirtschaftsforum in St. Petersburg © Kremlin.ru

ST. PETERSBURG. Der russische Präsident Dmitrij Medwedjew will die Privatisierung beschleunigen und hat die Regierung beauftragt, bis zum 1. August Programmkorrekturen am Privatisierungsplan für die Jahre 2011 bis 2013 vorzunehmen. „Der Staat braucht kein so großes Eigentum“, betonte Medwedjew bei der Eröffnung des St. Petersburger Wirtschaftsforums in der vergangenen Woche. Die bisherigen Privatisierungspläne seien „zu bescheiden“, so der Staatschef. „Vorsichtiger soll man nur bei den Infrastrukturmonopolen und bei der Gewährleistung der militärischen Sicherheit des Landes sein.“ Der Präsident kündigte an, dass Russland weitere Anreize für internationale Investoren schaffen werde. So soll die Kontrolle über strategische ausländische Investitionen verringert werden. Bereits gegründet sei eine Verwaltungsgesellschaft für den früher angekündigten Direktinvestitionsfonds. Als Startkapital habe der Staat rund zwei Milliarden US-Dollar vorgesehen. Zudem machte sich Medwedjew für eine Dezentralisierung wirtschaftspolitischer Entscheidungen stark und bekräftigte die Pläne, bis Herbst alle Staatsfunktionäre in den Aufsichtsräten von Unternehmen durch unabhängige Personen ersetzen zu lassen. » weiterlesen

 

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