SMOLENSK. Der nordrhein-westfälische Transport- und Logistikdienstleister Rhenus hat Mitte Mai seinen neuen Zoll- und Logistikterminal Krasnaja Gorka in der Region Smolensk eröffnet. Damit folgt das Unternehmen den Forderungen der russischen Zollpolitik nach einer Verlagerung der Zollläger und Zollposten aus dem Raum Moskau an die Landesgrenzen. Rhenus ist nach eigenen Angaben der erste europäische Anbieter, der mit seinen Verzolldienstleistungen an die Außengrenzen Russlands umzieht.
Das Unternehmen stellt seinen Kunden am neuen Terminal 400 Lkw-Stellplätze und 2.200 Quadratmeter Lagerfläche zur Verfügung. Die Anlage umfasst eine Fläche von acht Hektar. Bei Bedarf ist eine schrittweise Erweiterung des Standortes Krasnaja Gorka auf bis zu 30.000 Quadratmeter Lagerfläche möglich. » weiterlesen
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Rhenus eröffnet Zollterminal in Smolensk
InterRail bringt frischen Wind in kasachische Zugverkehre

H. Reinhard von InterRail und J. Iskalijew, Vizechef für Logistik bei KTZ, auf der TransRussia © InterRail
ST. GALLEN. Der Schweizer Eisenbahndienstleister InterRail hat auf der Logistikfachmesse TransRussia Ende April ein Konzept für eine effektivere Abwicklung der Eisenbahnverkehre von, nach und über Kasachstan vorgestellt. Das Plattformzug-System, das in Westeuropa bereits etabliert ist, soll in enger Zusammenarbeit mit der kasachischen Eisenbahngesellschaft Kasachstan Temir Scholy (KTZ) nun auch in Zentralasien aufgebaut werden.
Ab der zweiten Jahreshälfte 2012 wollen KTZ und InterRail einen fest getakteten, neuen Zug zwischen dem belarussischen Grenzübergang Brest und der nordwestkasachischen Stadt Aktobe einsetzen. Ab Brest werden die Anbindungen in Richtung Westeuropa über den Containerganzzugverkehr „Ostwind“ beziehungsweise „Westwind“ erfolgen. Von der Plattform Aktobe aus werden in östlicher und südlicher Richtung Verteilerverkehre zu kasachischen Inland-Destinationen sowie nach China und in andere Länder Zentralasiens installiert. » weiterlesen
Russisch-Deutsche Logistikkonferenz zeigt neue Perspektiven
Auf einer gemeinsamen Logistikkonferenz der Industrie- und Handelskammer Russlands und des Wirtschaftsclubs Russland e.V. am Rande der internationalen Logistikmesse TransRussia haben mehr als 250 Vertreter russischer und deutscher Logistikunternehmen über Erfahrungen und neue Ansprüche in der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Russland diskutiert. Unter Anwesenheit des Stellvertretenden Ministers für Transport der RF, Oleg Beloserov und des Stellvertretenden Ministers für Regionale Politik, Juri Osinzev sprachen sich die Teilnehmer für eine offenen Plattform für Zusammenarbeit innerhalb des Euroasiatischen Korridors aus. » weiterlesen
Tschechien will mehr Zielländer für Exporte
Die Bilanz des tschechischen Außenhandels liest sich hervorragend: Im letzten Jahr stiegen die Ausfuhren um 13 Prozent auf umgerechnet 120 Milliarden Euro. Insbesondere der Warenverkehr mit den EU-Ländern boomte: Über 80 Prozent der Exporte gingen nach Europa. Die Regierung wünscht sich künftig eine stärkere Diversifizierung der Ausfuhrländer, um das Risiko für die tschechische Wirtschaft zu mindern. Bei der Einspeisung deutscher Windenergie in das tschechische Netz gab es zuletzt wiederholt Probleme.
Im vergangenen Jahr konnte eine weitere Rekordmarke geknackt werden: Der Warenhandel mit Deutschland überstieg erstmals die 60-Milliarden-Euro-Marke. Der bilaterale Austausch ist für gut 24 Prozent des tschechischen Außenhandels verantwortlich. Die Synchronität zum deutschen Konjunkturverlauf ist ausgesprochen hoch: Geht der deutschen Lokomotive der Dampf aus, kommen die tschechischen Waggons ziemlich schnell zum Stehen. Der Regierung ist diese Abhängigkeit offenbar zu eng geworden. » weiterlesen
Wachsende Güterströme in der Türkei
Das starke Wirtschaftswachstum, die Expansion des Einzelhandels und der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur machen die Türkei zu einem zunehmend wichtigen Logistikstandort – als Ziel- oder Transitland. Internationale Anbieter bauen ihre Kapazitäten weiter aus. Der rasant wachsende deutsch-türkische Handel lockt dabei immer mehr deutsche Logistiker auf den Markt. » weiterlesen
Sovtransavto hat wieder Zollposten in Moskau
MOSKAU. Seit Mitte Februar gibt es in Butowo/Moskau wieder einen Zollposten bei der Spedition Sovtransavto. Durch die Schließung der Zollämter in der russischen Hauptstadt war dieser Verkehrsanschluss vor rund drei Jahren stillgelegt worden. Nun hat das Logistikunternehmen mit Sitz in Köln bereits zwei Testverladungen mit Stückgutsendungen von Berlin nach Butowo durchgeführt. „Im Moment sind wir – soweit ich das beurteilen kann – die einzige Spedition, die in Moskau unverzollte Stückgutsendungen per LKW anliefern, zollabfertigen oder unverzollt weiterleiten kann“, erklärt Harald Klug, Prokurist bei der Sovtransavto. Derzeit müssten Stückgutsendungen sonst beispielsweise in Nishnij Nowgorod oder in anderen Städten im Umkreis von Moskau entladen und abgefertigt werden.
Der Zoll in Moskau und im Moskauer Gebiet wurde durch eine Reform, die im Sommer 2009 eingeleitet wurde und bis 2012 umgesetzt werden soll, komplett neu organisiert. Mit der Reform sollen Zollämter und Zollposten an die Außengrenzen Russlands verlegt werden.
Schnee legt Verkehr in Südosteuropa lahm
GELSENKIRCHEN. Heftige Schneefälle haben den Verkehr in Bosnien, Bulgarien, Rumänien und Serbien lahm gelegt. Logistikunternehmen kündigen daher verspätete Lieferungen nach Südosteuropa an. So berichtet die Loxx Holding aus Gelsenkirchen, dass in Rumänien besonders der Süden und Osten des Landes betroffen seien. Vor allem die Stadt Bukarest und deren Umgebung versinken im Schnee. Die Grenzübergänge zwischen Serbien und Bulgarien wurden geschlossen. Nach Angaben des rumänischen Verbands UNTRR sind derzeit 47 Nationalstraßen für den gesamten Verkehr gesperrt.
In Serbien hat die Regierung den Ausnahmezustand erklärt. In flachen Gebieten beträgt die Schneehöhe zwischen 30 und 50 Zentimeter. Im Gebirge liegt der Schnee noch höher. Nach aktuellem Stand sind die Autobahnen weitgehend geräumt worden, dennoch besteht ein Fahrverbot für schwere Fahrzeuge auf kleineren Strecken.
Auch in Bulgarien herrscht der Ausnahmezustand. Nach Überschwemmungen aufgrund heftiger Regenfälle ist am Montag in der Nähe der türkischen Grenze ein Damm gebrochen. Seit dem gilt ein Fahrverbot für alle Lkw ab zehn Tonnen, das am Dienstag zunächst nur in Westbulgarien wieder eingestellt wurde.
In Bosnien können Lkw vor allem rund um die Hauptstadt Sarajevo ihre Lieferungen nicht zu den Zielstationen fahren. Die Schneefälle halten weiter an.
Lufthansa mit zwei neuen Zielen in China
FRANKFURT. Die Lufthansa erweitert ihr Streckennetz in China und bietet ab März dieses Jahres zwei weitere wirtschaftlich interessante Ziele an – Shenyang und Qingdao. Geflogen wird dreimal pro Woche, immer montags, mittwochs und freitags. Shenyang, der wichtigste Wirtschaftsstandort in der Provinz Liaoning, zählt zu den großen Industriezentren Chinas. Vor allem Unternehmen des Automobil- und Flugzeugbaus, aber auch der Chemieindustrie und des IT-Sektors, prägen die wirtschaftliche Struktur der Region. Qingdao, in der Provinz Shandong gelegen, ist die drittgrößte Hafenstadt Chinas. Neben großen Fischereibetrieben sind dort vor allem Unternehmen der Textilindustrie, Haushaltselektronik sowie große Reifenhersteller ansässig.
Insgesamt bietet die Lufthansa nun sechs Ziele in China an, dazu gehören neben Shenyang und Qingdao noch Hongkong, Nanjing, Peking und Schanghaix.
Asstra mit neuer Route von China nach Kasachstan
ZÜRICH. Die Asstra Associated Traffic AG hat im Januar eine neue Transportroute von China nach Kasachstan über den westchinesischen Grenzpunkt Chorgos gestartet. Der Schweizer Transport- und Logistikdienstleister reduziert damit die Transitzeit für Verkehre zwischen China und Kasachstan und beschleunigt die Distribution in weitere Länder Europas. Die neue Route ergänzt das Logistikportfolio der Asstra AG, die nun den Transport von Waren aus Peking, Tianjin, Shanghai, Ningbo, Guangzhou und Shenzhen in alle Städte Kasachstans, aber auch weiter nach Russland, Belarus, Polen sowie andere ost- und westeuropäische Staaten anbieten kann. Die Transportroute wird künftig einmal wöchentlich von China nach Kasachstan verkehren.
Der erste Probelauf führte von Shanghai nach Almaty. Die Ladung bestand aus sieben Tonnen Heptafluorpropan, einem flüssigen Gas, das als Löschmittel eingesetzt wird. „Diese neue Lkw-Route ist besonders für Teilladungen mit kurzen Vorlaufzeiten geeignet“, sagt Sergej Lukscha, Geschäftsführer der Niederlassung der Asstra Logistics AG in China. Die reine Transportzeit von Shanghai nach Almaty beträgt ungefähr zehn Tage.
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DPD und Hermes betreiben gemeinsam russische Paketshops
MOSKAU. Die deutschen Logistikdienstleister DPD und Hermes haben ein gemeinsames Paketshop-Netzwerk in Russland gestartet. In den Anlaufstellen der Marke Hermes-DPD haben russische Endkunden ab sofort die Möglichkeit Paketsendungen abzugeben und in Empfang zu nehmen, teilten die Unternehmen Ende Januar in Moskau mit. Grundlage für die Zusammenarbeit sei ein Joint Venture beider Seiten.
Das Netz umfasse aktuell 300 Paketshops in verschiedenen kooperierenden Einzelhandelsketten in den acht größten Städten Russlands, darunter Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Nishnij Nowgorod. Die Annahmestellen befinden sich als „Shops-in-Shops“ in ausgewählten Discountern, Supermärkten und Geschäften des täglichen Bedarfs. Der Kunde kann den nächst gelegenen Paketshop vorab online recherchieren und wird bei Eingang seiner Sendung persönlich per SMS, E-Mail oder telefonisch informiert. Für viele Kunden verkürze sich die Lieferzeit durch das gebotene Serviceportfolio um bis zu fünf Tage. Bis 2014 soll das Netzwerk auf 1.500 Shops in 44 Städten in ganz Russland wachsen.



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