WOLFSBURG. Der Volkswagen-Konzern hat 2011 die Auslieferungen des Vorjahres deutlich übertroffen und erstmals über acht Millionen Fahrzeuge verkauft. Insgesamt wurden 8,16 (2010: 7,14) Millionen Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert.
Im Heimatmarkt Deutschland legte VW 2011 um 11,4 Prozent zu und lieferte 1,15 Millionen Fahrzeuge aus. In Zentral- und Osteuropa verkaufte das Unternehmen mit 548.000 (2010: 423.200) Einheiten 29,4 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr. In Russland bekamen 229.000 Kunden ein neues Fahrzeug, rund 75 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auf den asiatischen Märkten legten die Auslieferungen um 19,8 Prozent auf 2,56 (2,14) Millionen Einheiten zu. Eine Verdoppelung der Auslieferungen konnte in Indien erreicht werden. Hier verkaufte Volkswagen 111.600 Fahrzeuge, 2010 waren es nur 53.300.
Im größten Einzelmarkt China verkaufte das Unternehmen 2,25 Millionen Fahrzeuge, eine Steigerung um 17,2 Prozent.
Im Januar wurde bekannt, dass die Produktionskapazitäten in China weiter ausgebaut werden sollen. In Ningbo in der südchinesischen Provinz Zhejiang wird eine vollständige Automobilfertigung mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Endmontage entstehen. Das neue Werk soll bis 2014 fertiggestellt werden und jährlich rund 300.000 Fahrzeuge produzieren.
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VW verkauft erstmals über acht Millionen Fahrzeuge
Lada Kalina ist das meistverkaufte Auto 2011
MOSKAU. Von Januar bis November 2011 sind die Neuwagenverkäufe in Russland im Vergleich zur Vorjahresperiode um 41 Prozent angestiegen. Von den Top Ten der meistverkauften Pkw stammen neun Modelle aus russischer Produktion: Die vier beliebtesten Pkw in Russland kommen allesamt aus dem Hause AvtoVAZ; der Autobauer mit Sitz in Togliatti setzte von Januar bis November die meisten Wagen ab. Allein der Lada Kalina verkaufte sich 131.716 mal. Das meistverkaufte Modell von deutschen Pkw-Produzenten war der VW Polo mit 45.842 verkauften Neuwagen.
Volkswagen startet Motoren-Aufbereitung in Dalian
WOLFSBURG/DALIAN. Volkswagen hat im ostchinesischen Dalian eine Aggregate-Aufbereitung eröffnet. Dort sollen pro Jahr 15.000 Motoren aufbereitet werden. Wie der Konzern Ende August mitteilte, könnten chinesische Autofahrer mit den Austauschmotoren bis zu 50 Prozent günstigere VW-Original-Teile erhalten.
In die neue Aufbereitung hat die Volkswagen Group China gemeinsam mit dem Partner FAW bislang 10,9 Millionen Euro investiert. Bei der Eröffnung der Anlage sagte der VW-China-Chef, Karl-Thomas Neumann, dass es seinem Unternehmen dabei auch um das Thema Nachhaltigkeit gehe. Da 70 Prozent der Materialien bei Motoren wieder verwendbar sind, spare die Aufbereitung der Aggregate im großen Stil Rohstoffe wie Stahl.
Mit dem Projekt in China startet der Konzern die erste Aufbereitungsanlage von Motoren außerhalb Deutschlands. Im nächsten Schritt ist am Standort Dalian die Ausweitung der Aufbereitung auf weitere Motorentypen sowie zusätzlich auf Getriebe geplant. Zudem soll ein Prüfzentrum entstehen, in dem künftig Getriebe und Motoren unter chinesischen Fahrgewohnheiten getestet werden.
Milliardenverträge in Berlin
BERLIN. Deutschland und China vertiefen ihre Zusammenarbeit. Anlässlich der ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen zu denen Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao mit 13 seiner Minister nach Berlin gekommen war, wurden zehn bilaterale Abkommen unterzeichnet – unter anderem eine Erklärung, die wechselseitige Investitionen erleichtern soll. Noch im Vorfeld der Konsultationen war Deutschland von chinesischer Seite zum bevorzugten Verbündeten in Europa ernannt worden. Auf der Pressekonferenz im Anschluss der Konsultationen konnte Bundeskanzlerin Angela Merkel nur einige der zahlreichen gemeinsamen Projekte benennen, darunter die Gründung einer Plattform für Elektromobilität, Pläne im Bereich Wohnungsbau und Energieeffizienz, Kooperationen im Bereich Normung und Verbraucherschutz und die Einrichtung jeweils drei Modellregionen für die Zusammenarbeit in China und in Deutschland. Die Volksrepublik gab ein klares Bekenntnis zur Beteiligung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei diesen Kooperationen ab. » weiterlesen
VW besiegelt Fertigung in Nishnij Nowgorod
WOLFSBURG/NISHNIJ NOWGOROD. Die Volkswagen AG hat die Auftragsfertigung von Volkswagen und Škoda Modellen im GAZ-Werk in Nishnij Nowgorod vertraglich besiegelt. Bereits im Februar 2011 hatte die Deutschen mit der GAZ-Gruppe eine entsprechende Absichtserklärung zur gemeinsamen Automobilproduktion in Russland unterzeichnet. Das geplante Produktionsvolumen wird bei 110.000 Fahrzeugen pro Jahr liegen. Die unterzeichnete Vereinbarung gilt bis zum Jahr 2019. Das erste produzierte Modell, der Škoda Yeti, soll bereits Ende 2012 vom Band laufen. Außerdem werden der Volkswagen Jetta und der Škoda Octavia in Nishnij Nowgorod gefertigt werden. Die Investition in die Produktion am Stammsitz des Wolga-Herstellers wird rund 200 Millionen Euro betragen. Die Summe umfasst die Erweiterung und Modernisierung vorhandener Fertigungsanlagen in den Bereichen Lackiererei und Montage sowie den Aufbau eines neuen Karosseriebaus.
Die Zusammenarbeit mit GAZ basiert auf dem Ende Mai mit der russischen Regierung geschlossenen Zusatzabkommen zum Dekret 166 über die Verlängerung der Zollvorteile, teilte die Volkswagen Gruppe mit. Außerdem will der deutsche Autobauer auch die Kapazitäten in seinem Werk in Kaluga ausbauen.



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