MOSKAU. Russland will mit dem Bau der Gaspipeline South Stream früher als geplant beginnen. Die neue Leitung, die jährlich 63 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa bringen soll, wird nun bereits ab Dezember dieses Jahres entstehen, und nicht erst ab 2013, kündigte der Energiekonzern Gazprom Freitag in Moskau an.
Ende Dezember hatte die Türkei Gazprom grünes Licht für die Verlegung der Erdgasleitung durch das Schwarze Meer gegeben und somit die letzte Hürde für das Projekt aus dem Wege geräumt.
35 Prozent der gesamten russischen Gaslieferungen sollen durch die Pipeline nach Europa fließen. An dem Projekt sind neben Gazprom (50 Prozent) auch der italienische Energiekonzern Eni (20 Prozent), der französische EdF (15 Prozent) und die deutsche Wintershall Holding (15 Prozent) beteiligt. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf 15,5 Milliarden Euro. South Stream gilt als ein Konkurrenzprojekt zu der von der Europäischen Union favorisierten Gaspipeline Nabucco.
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Baubeginn für South Stream früher als geplant
Wintershall und Gazprom bauen Gasförderung aus
KASSEL. Ende Oktober wurde in Ludwigshafen von Alexej Miller, Vorstandsvorsitzender von Gazprom, und Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die den geplanten Austausch von Beteiligungen festlegt.
Demnach sollen zwei weitere Blöcke der Achimow-Formation des Urengoi-Feldes in Westsibirien gemeinsam erschlossen werden. Wintershall, eine 100-prozentige Tochter der BASF SE, wird sich zunächst mit 25 Prozent plus einem Anteil an der Entwicklung der Blöcke IV und V beteiligen. Weiterhin erhält Wintershall eine Option, diese Beteiligung auf 50 Prozent aufzustocken.
Die Rahmenvereinbarung sieht vor, dass Gazprom im Gegenzug wertgleiche Beteiligungen an einigen ausgewählten Explorations- und Produktionsprojekten der Wintershall in der Nordsee (Niederlande, Großbritannien) erhalten soll. Hier wird Gazprom im Ergebnis an der Hälfte der jeweiligen Wintershall-Anteile in den Konzessionen beteiligt.



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