PEKING. Nachdem die chinesische Volkswirtschaft im vergangenen Jahr um 9,2 Prozent gewachsen ist, hat Premierminister Wen Jiabao heute vor den Delegierten der 5. Tagung des 11. Nationalen Volkskongresses für das laufende Jahr ein Wachstumsziel von 7,5 Prozent vorgegeben. Chinas Wirtschaft befinde sich in schwierigem Fahrwasser, da die globale Wirtschaft sich nach wie vor nicht erholt hat, sagte Wen. Er betonte die Notwendigkeit, die Strukturreform der chinesischen Wirtschaft weiter zu vertiefen, die Abhängigkeit des Wachstums vom Export zu reduzieren und die Binnennachfrage zu einem Motor der Wirtschaft zu machen. Dafür sei es notwendig, neue Möglichkeiten der Beschäftigung zu schaffen, die Ausbildung zu verbessern, die sozialen Sicherheitssysteme zu vervollkommnen, vor allem kleinen Unternehmen den Zugang zu Finanzierungen zu sichern und die Inflation auf vier Prozent zu begrenzen. » weiterlesen
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CMS-Ausblick: Russia in 2012 – Forces for Change
MOSKAU. In Russland war der Dezember der ereignisreichste Monat des Jahres. Das schlechte Abschneiden der Regierungspartei Jedinaja Rossija bei den Parlamentswahlen und die folgenden Demonstrationen und Proteste in den Straßen haben die Führungsriege des Landes zweifelsohne wachgerüttelt. Obwohl Putins Wiederwahl im März sicher scheint und ein „Russischer Frühling“ wohl ausbleiben wird, ist ein Stück der Selbstzufriedenheit der russischen Politik und Administration zumindest für eine Weile verschwunden.
Die soeben erschienene Broschüre „Russland im Jahr 2012“ der Unternehmensberatung CMS gibt einen Ausblick auf die bevorstehenden Ereignisse. Die Analysten schildern ihre Auffassung über die Situation der russischen Wirtschaft, den Beitritt zur Welthandelsorganisation WTO, den weiteren Verlauf der Privatisierung, die Modernisierung des russischen Gesundheitssektors und der Infrastruktur sowie die heimische Politik.
Chinas Wirtschaft wächst nicht mehr zweistellig
PEKING. Das Bruttoinlandsprodukt Chinas ist 2011 um 9,2 Prozent auf 47,2 Billionen Yuan (etwa 5,9 Billionen Euro) gewachsen, teilte das staatliche Statistikamt Mitte Januar mit. Damit lag das BIP erstmals seit Jahren nicht im zweistelligen Bereich. Von 9,7 Prozent im ersten Quartal hat sich die Wachstumsdynamik auf 8,9 Prozent im vierten Quartal verringert.
Die Exporte und damit die Wirtschaftsentwicklung bremste die Schuldenkrise in Europa und die schwierige Finanzlage der USA. Die Ausfuhren wachsen nicht mehr wie gewohnt, weil die Nachfrage aus dem Ausland eingebrochen ist. Der Abkühlungstrend zeigt sich vor allem auf dem primären Sektor.
Die chinesische Regierung hatte nach 10,4 Prozent im Jahr 2010 für das abgelaufene Jahr acht Prozent als Ziel für das BIP-Wachstum ausgegeben.
Internationale Institute erhöhen BIP-Prognose
WASHINGTON, D.C. Während der Internationale Währungsfonds (IWF) derzeit besorgt auf die Eurozone blickt, berichtet er vergleichsweise zuversichtlich aus Zentralasien: In dem vergangene Woche vom IWF veröffentlichten Regional Economic Outlook Middle East and Central Asia wurde die Wachstumsprognose für Kasachstan für 2011 von 5,9 Prozent auf 6,5 Prozent deutlich nach oben korrigiert. Hohe Öl- und Gaspreise, eine Rekordernte von über 29 Millionen Tonnen Getreide und die anhaltenden öffentlichen Ausgaben stimmen die Analysten in Washington optimistisch, wenngleich deren Prognose noch unter den Erwartungen der kasachischen Regierung liegt, die 2011 mit einem Wirtschaftswachstum von sieben Prozent rechnet.
Überzeugt von der wirtschaftlichen Stabilität des Landes zeigt sich auch die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD). „Kasachstan kann eine neue Krisenwelle leicht überwinden“, sagte Nienke Oomes, Chefökonomin der EBRD für Zentralasien, auf dem Kasachischen Wirtschaftsforum, das Ende Oktober in London stattfand. In Kasachstans Finanzsystem, das mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert war und ist, werde mittlerweile ein effizientes Anti-Krisen-Programm umgesetzt, so Oomes weiter. Die kürzlich veröffentlichten Regional Economic Prospects der EBRD gehen wie die kasachische Regierung 2011 von einem Wirtschaftswachstum von sieben Prozent aus, erwarten für 2012 angesichts eines sinkenden Ölpreises jedoch eine Verlangsamung auf sechs Prozent. Die Unterstützung des Bankensystems zeige dem Bericht zufolge Wirkung. Das Kreditwachstum sei im August im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent angestiegen – zu einem großen Teil durch staatlich subventionierte Kreditprogramme. » weiterlesen
Indien leicht gebremst
WIEN, 8. September. Das indische Wirtschaftswachstum verliert ein wenig an Dynamik. Nach offizieller Prognose soll es im laufenden Jahr 7,7 Prozent betragen. Raiffeisen Research geht in einer aktuellen Studie von 7,9 Prozent aus. Im vergangenen Jahr konnte Indien sein BIP um 8,5 Prozent steigen. Die Analysten aus Wien machen für die leichte Abkühlung den Erwartungen enttäuschenden Agrarsektor und die Bauwirtschaft verantwortlich. Positiv beeinflusse das BIP dagegen der Dienstleistungssektor.
Überrascht hat zuletzt der Außenhandel: Im Juli stiegen die indischen Ausfuhren um 82 Prozent auf 29,3 Milliarden US-Dollar und die Importe um 51,5 Prozent auf 40,4 Milliarden US-Dollar.
AHK Indien erwartet Wirtschaftswachstum
MUMBAI. Das Ergebnis einer Umfrage unter deutschen Unternehmen in Indien deutet für das laufende Geschäftsjahr 2011/2012 auf kräftige Umsatz- und Gewinnanstiege hin. Die Vertreter der deutschen Unternehmen in Indien sind weitgehend optimistisch, dass Indien das derzeitige Wachstumstempo und -niveau langfristig halten kann, denn die Mehrheit der befragten Unternehmen bewertet das indische Wirtschaftswachstum als nachhaltig. Viele gehen sogar davon aus, dass die indischen Wachstumsraten bald mit denen des Nachbarn China gleichziehen oder diese sogar überholen können. Diese Erkenntnisse resultieren aus einer repräsentativen Umfrage der Deutsch-Indischen Handelskammer (AHK Indien) unter 175 deutschen Unternehmen in Indien. » weiterlesen



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